Oktober 6

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

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Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

Die globale Wirtschaft befindet sich (Kapitalmarkt aktuell Q3/2020) weiterhin in einem komatösen Zustand, doch die lebensnotwendigen Maßnahmen seitens der Notenbanken, um die Wirtschaft zu stimulieren, haben sämtliche Märkte gestützt. Die realwirtschaftlichen Daten haben sich ein wenig verbessert durch die Gelddruckmanien, die Prosperität ist leicht auf unterstem Niveau gestiegen. Man muss sich aber vor Augen führen, wo wir uns aktuell rein fundamental befinden. Hierzu ein kurzer Status Quo Bericht:

  • Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 12 auf 24 Monate (betrifft Millionen von Arbeitnehmern)
  • Verlängerung Antragspflicht Insolvenzanmeldung bis 31.12.2020
  • Erste Anzeichen des wirtschaftlichen Desasters kommen zum Vorschein
  • Durchgehender Stellenabbau bei den stark betroffenen Branchen wie Luftfahrt, Event- Automobil- und Zuliefererbranche.

Um das wirtschaftliche Desaster in die Zukunft zu verschieben wurde nun alles erdenklich Mögliche getan und die Druckerpressen laufen auf Hochtouren. Die Geldmenge der EZB hat sich in den letzten 20 Jahren, wie in der unteren Grafik zu sehen ist, knapp verzehnfacht. Die exponentielle Funktion in der rot gestrichelten Linie ist hier sehr aussagekräftig.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

Zudem bleiben die Währungshüter von FED und EZB bei ihrer ultralockeren Geldpolitik und es werden auf Dauer keine Zinsen mehr gezahlt, eher gibt es eine Ausweitung der jetzt schon vorhandenen Negativzinsen. Zudem vollzog sich ein historischer Strategiewechsel in der Geldpolitik der FED, die zukünftig ein Inflationsziel von ursprünglich „höchstens“ 2% auf „durchschnittlich“ 2% geändert hat. Dies lässt natürlich Spielraum für deutlich höhere Inflationsraten in der Zukunft zu und zudem dient dies als Steilvorlage für die EZB, welche dieses Inflationsziel vermutlich zeitversetzt auch anpassen wird. Die ausgewiesene Inflation lag im September bei -0,2%, die tatsächliche Inflation liegt eher bei 4-6% oder mehr. Jetzt kann man gut höhere ausgewiesene Inflationen aufgrund der Corona Pandemie rechtfertigen wo 2-3% aufgerufen werden und dies mit den vorangegangenen schwachen Monaten mit sehr geringen Inflationsraten oder sogar Deflationstendenzen begründen. Dann wird die tatsächliche und gefühlte Inflation eher Richtung 10% oder mehr Prozente steigen.

Die derzeitigen Güter des täglichen Bedarfs, zum Beispiel Lebensmittel, sind seit einem halben Jahr enorm zweistellig teurer geworden. Die geschönte Inflation mit dem verfälschten Warenkorb kommt den Währungshütern zugute. Ergo werden die Belastungen in den nächsten 1-2 Jahren deutlich steigen, da die Preise signifikant und schleichend erhöht werden. Gehen Sie mal in ein MC Donalds und vergleichen Sie den Big Mac Preis mit dem von vor einem Jahr. Es ist sehr offensichtlich, wie die offiziellen Statistiken geschönt werden.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020 ! Geht der Crack-up Boom in die nächste Runde?

Durch die globalen geldpolitischen Maßnahmen haben sich die Aktienmärkte exorbitant schnell erholt. In den USA war es der kürzeste Bärenmarkt in der Geschichte der amerikanischen Börse. Hier stehen wir bei einigen Indizes schon wieder auf Allzeithochs. Die Abkopplung von den miserablen realwirtschaftlichen Daten wird derweil weltweit völlig ausgeblendet.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

Dasselbe Spiel am Immobilienmarkt. Seit Corona sind die Immobilienpreise in Deutschland kaum gesunken, im Gegenteil. Nach einer neuesten Studie der UBS, dem UBS Global Real Estate Bubble Index, ist speziell in den größeren Städten wie Frankfurt und München eine Verschärfung und Anziehung der Immobilienpreise offensichtlich. Hier die interessante Grafik zu der Annahme:

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

Die Blase bzw. das Risiko an einer Immobilienblase wird anhand der Bewertung des Bubble Risk (>1,5) mit rot gekennzeichnet in der Grafik dargestellt. Hier sehen wir München mit 2,35 und gleich danach Frankfurt am Main mit 2,26 deutlich über diesem Wert. International sind wir hier mit den zwei deutschen Städten auf den Spitzenpositionen. Danach kommt Toronto in Kanada mit einem Wert von 1,96, anschließend folgen Hong Kong mit einem Wert von 1,79 sowie Paris 1,68 und Amsterdam 1,52. Summa summarum dehnt sich die Assetpreisinflation weiter aus.

Die harten Fakten zeigen sich in der Realwirtschaft!

Das Bruttoinlandsprodukt hat im zweiten Quartal einen noch nie da gewesenen Einbruch erlebt. Das BIP sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um -11,7%. Gegenüber dem 1. Quartal 2020 sank das BIP um -10,1%. Dies ist der stärkste Rückgang seit den Aufzeichnungen im Jahr 1970.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020

Die Zahl der Unternehmen, welche Stellenstreichungen beabsichtigen oder es bereits getan haben aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation, dehnt sich weiter aus. Dies betrifft mittlerweile viele Mittelständler sowie auch große Konzerne in den oben geschilderten prekären und hart getroffenen Branchen durch den Corona Spuk. Sollte es zu einem zweiten Lockdown kommen, wäre dies der Genickbruch für viele jetzt noch künstlich am Leben gehaltene Unternehmen. Nach Experteneinschätzungen sind derweil 15% der am Markt agierenden Unternehmen, sogenannte „Zombie Unternehmen“. Tendenz weiter stark steigend.

Kapitalmarktbericht

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020 ! Die Flucht in den sicheren Hafen!

Seit dem letzten Quartalsbericht konnte der Goldpreis um weitere 10% zulegen und erreichte ein neues Allzeithoch von 2075,14$ die Unze. Somit konnte der Goldpreis um über 40% zulegen innerhalb von einem Jahr. Den charttechnischen Ausbruch bei 1380$ die Unze und der damit verbundenen Signalisierung eines Kaufzeitpunktes und Wende, hatte ich bereits Mitte letzten Jahres korrekt vorhergesagt und auf Youtube empfohlen. Derweil befinden wir uns in einer gesunden Konsolidierungsphase bei ungefähr 1900$. Der langfristige Aufwärtstrend ist weiterhin vollkommen intakt und wird statistisch gesehen in Etappen weitergehen. Wieso dies der Fall sein wird, erkläre ich Ihnen anhand der nachfolgenden Grafik.

Kapital

Hier ist der Zusammenhang zwischen negativen Realzinsen und steigendem Goldpreis perfekt dargestellt. Eine Reziprozität besteht dahingehend, dass je mehr die Realzinsen negativ werden in der Vergangenheit, der Goldpreis umso mehr steigt. Dieser kausale Zusammenhang lässt sich einfach erklären. Die Inflationierung des Geldes nimmt bei steigenden Negativzinsen immer mehr zu. Die Geldentwertung geht schneller voran, was wiederum der Goldpreis gegensätzlich positiv antizipiert. Aufgrund der Limitierbarkeit des Goldes dient es vornehmlich als Wertspeicher gegenüber jeder Währung, welche im Zeitverlauf zwangsläufig immer mehr inflationieren muss. Der Grenznutzen des Geldes aufgrund der Ponzi-Funktion sinkt immer mehr. Sprich, es muss immer mehr Geld gedruckt werden, um überhaupt noch ein Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Im Zeitablauf ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem soviel Geld in den Markt gepumpt werden muss, um überhaupt ein positiven Output zu erzeugen, dass es zu einer Hyperinflation kommt. In der ersten Abbildung dieses Newsletter ist dies eindringlich durch die exponentielle Funktion dargestellt.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020 ! Die Minenaktien heben ab!

Die Minenaktien haben sich im dritten Quartal, wie schon im vorangegangen zweiten Quartal aufgrund des steigenden Goldpreises, weiterhin positiv entwickelt. Seit dem Tief Ende März 2020 konnte der ARCA Gold Bugs Index, welcher die größten Minenbetreiber vereint, um über 100% zulegen. Das weitere Potenzial, welches von den Minenaktien ausgehen wird, ist nach dem fulminanten Anstieg aber noch nicht ansatzweise erreicht. Betrachtet man diesen Index in der Retrospektive, lag dieser Wert bei selbigen Goldpreiskurs um 100% höher. Gehen wir jetzt von weiter steigenden Edelmetallpreisen aus, erhöht sich sukzessive die Ertragskraft der Minenbetreiber. Die Margen werden deutlich steigen und positiv mit einer zeitlichen Verzögerung die Kurse nach oben hieven.

Kapitalmarkt aktuell Q3/2020 ! Fazit

Die geldpolitischen Maßnahmen und die damit einhergehende weitere Verschiebung der Probleme in die Zukunft, führen zu einer zusätzlichen Belastung der Mittelschicht. Die Assetpreise steigen und die Dinge des täglichen Bedarfs werden zunehmend teuer. Der Gürtel muss immer enger geschnallt werden. Die Verschärfung der wirtschaftlichen Situation führt dazu, dass immer mehr Menschen die Sozialsysteme in Anspruch nehmen werden. Im engeren Sinne gibt es nur noch 15 Millionen Arbeitnehmer, die den Karren (Leistungsträger im Wirtschaftsraum Deutschlands) am Laufen halten. Ein bereits größerer Teil, ist derweil vom Staat abhängig, sei es in Form von Rentendasein, Bedienstete des öffentlichen Dienstes, Arbeitslose und Aufstocker.

Es bleibt abzuwarten, welche historischen Maßnahmen die Notenbanken noch ergreifen werden, sollte es zu einem flächendeckenden und ausufernden Brand an Firmeninsolvenzen kommen. Dahingehend befinden wir uns im Endstadium eines historischen Schauspiels der Aufrechterhaltung des derzeitigen Geldsystems. Ein Entkommen aus dem weltweit total überschuldeten System gibt es nicht mehr. Ein Zurück ist völlig ausgeschlossen und es wird nur noch auf Zeit gespielt. Ein strukturelles Problem konnte noch nie durch endloses Gelddrucken gelöst werden. Die Gefahr einer Hyperinflation steigt mit zunehmenden Zeitverlauf.

Beste Grüße euer Florian

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