Die World of Value Konferenz im Kap Europa war eine grandiose Veranstaltung mit hochkarätigen Speakern aus der Finanz- und Kryptoszene. Insgesamt 450 Teilnehmer waren am Samstag bereits früh aufgestanden, um den ganzen Tag mit regen Diskussionen und Top Referenten an der Veranstaltung teilzunehmen.

Folgendes Star-Programm war aufgeboten:

    • Florian Homm: Brandneue Entwicklungen in der Wirtschaft, Europa Sklerose, Crash und Rezession
    • Remco Westermann (CEO der Gamigo AG): Einblicke in den Bereich Blockchain Technologie in der Gamingszene
    • Thorsten Schulter („Silberjunge“): Er berichtete über die anstehende Krise – Geldpolitik und Geopolitik als Vorboten! Frieden, Freiheit und Wahrheit schützen. Warum beide Rettungsboote in den kommenden Jahren wichtiger denn je sein werden. Für die Weltwirtschaft wie für unser Finanzsystem kommen wichtige Indikatoren zur Sprache, die uns wie 2008 rechtzeitig warnen können.
    • Fabio Bossi (CEO von DASH, eine der zehn größtvoluminisierten Kryptowährungen): Entwicklung am Kryptomarkt
    • Cameron Reynolds (CEO von VolitionRX): Auf dem besten Weg, den ersten, sehr günstigen Bluttest für Darmkrebs weltweit als diagnostischen Standard zu entwickeln und auf breiter Basis global durchzusetzen.
    • Dr. Markus Krall (Autor mehrerer Bestsellerbücher): „Der Draghi-Crash” und sein neues Buch „Wenn Schwarze Schwäne Junge kriegen“. Dr. Markus Krall sprach über junge Schwarze Schwäne. Es ging um toxische Kredite im Europäischen Bankensystem. Markus Krall ist ein Praktiker und warnte davor: “In zwei Jahren fliegt uns das Bankensystem um die Ohren”. Er berät beispielsweise die Europäische Kommission.

World of Value Veranstaltung – ein echter Mehrwert!

Die World of Value Veranstaltung war ein echter Mehrwert mit viel Insiderwissen und teilweise erschreckenden Erkenntnissen. Interessant war Herr Westermann, der mit seiner Firma aufzeigte, was im Bereich Gaming die Blockchain Technologie zukünftig bewirken könnte. Auch das noch relativ unbekannte Unternehmen VolitionRX, welches im Bereich der Bluttestkrebsvorsorge aktiv ist, zeigt auf, welche Früherkennung von Krebs durch einen sehr niedrig angesiedelten Preis machbar wäre. Diese Tests an Probanden und Zulassungen dauern natürlich eine Weile, was aber in Aussicht steht, wäre revolutionär im Bereich der Pharmaindustrie.

Im Großen und Ganzen war die Veranstaltung top professionell organisiert. Falls Interesse an den Vortragsunterlagen besteht, kann ich diese gerne als PDF auf Anfrage zukommen lassen. Weitere Informationen gibt es auch in meinen kostenlosen Newsletter.

JETZT im Audible Store “Der digitale Wandel in der Finanzbranche”

JETZT im Audible Store "Der digitale Wandel in der Finanzbranche"In der heutigen Ausgabe berichte ich über die erfreuliche Nachricht von Amazon, dass heute die Audible Version des Buches “Der digitale Wandel in der Finanzbranche” veröffentlicht wurde.

Außerdem habe ich Freikarten im Wert von 99€ für alle Leser im Angebot – das ist eine kostenfreie Einladung zum diesjährigenFinanzkongress.

Viel Spaß beim Lesen

Der digitale Wandel – NEU: Audible Version und Gewinnspiel

Audible Version und GewinnspielSeit gestern gibt es mein Buch “Der digitale Wandel in der Finanzbranche“ auch als Hörbuch. Ich danke Alex Fischer von Dividendenalarm und Lars Wrobbel von P2P Kredite recht herzlich.

Alex hat es auf Tonband gesprochen und Lars hat es veröffentlicht. Beide sind top Finanzblogger und gute Freunde.

Somit gibt es das Buch jetzt neben der Ebook Variante, der Taschenbuchausgabe sowie der Hardcover Version auch in dieser Version. Zum bestellen geht es hier:

FREIKARTEN Finanzkongress 2018 “Ich bin dabei”

FREIKARTEN Finanzkongress 2018 "Ich bin dabei"Ich bin dieses Jahr zum ersten Male auf dem Finanzkongress eingeladen. Dies ist ein Onlinekongress rund um das Thema “Finanzen”. Hierzu habe ich für meine Leser einen guten Deal erzielen können. Jeder meiner Leser, der sich anmeldet, bekommt Freikarten über diesen Link geschenkt. Normalerweise kostet das Ticket 99€. Ich lade alle recht herzlich ein. Zusätzlich werde ich einen Vortrag von 45 Minuten halten zum Thema “Digitalisierung in der Finanzbranche” und würde mich freuen, wenn einige meiner Leser daran teilnehmen und mir beim Referieren zuhören. Der ganze Kongress ist online und bequem von daheim zu verfolgen. Es sind Top Referenten neben mir am Start, wie Florian Homm, Marc Friedrich & Matthias Weik, sowie Gerald Hörhan und André Stagge.

Der digitale Wandel – So liefert der Finanzkongress einen maximalen Mehrwert

  • Man muss sich nicht erst mühselig durch einen Haufen von Infografiken kämpfen oder nach heißen Aktien im Finanzdschungel suchen.
  • Man lernt direkt die raffiniertesten Anlagestrategien, die so erklärt werden, dass sie jeder verstehen kann.
  • Man kann der Facebookgruppe beitreten: Ein Insidertreff, wo heiße Trends und Tipps ausgetauscht werden.
  • Wo findet man die genialen Experten der Finanzwelt an einem Ort im Internet versammelt – beim Finanzkongress 2018.

Ich freue mich auf den Besuch und auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Boerseneinmaleins: Und wieder mal ein Grund zum Feiern. Börseneinmaleins wird zwei Jahre alt und hierzu möchte ich ein wenig auf die Vergangenheit, die seitherige Entwicklung und die beliebtesten Artikel von mir eingehen. Im Blog gab es bis jetzt 100 Beiträge zu allen möglichen Themen, die ein besseres Verständnis der Börse, der Aktien, dem Umgang mit Geld und der Psyche schärfen sollen. In letzter Zeit bekomme ich häufiger Anfragen von Agenturen, die auf meinem Blog gerne etwas veröffentlichen möchten.

Boerseneinmaleins: Ich habe dies bisher sehr selektiv und nur in kleinem Rahmen gemacht, da ich meine Glaubwürdigkeit und Authentizität nicht gefährden will. Der Blog wird weiterhin ohne Werbung laufen, obwohl ich hier auch eine Menge Anfragen bekomme, die ich jedoch konsequent ablehne. Die Exklusivität der klaren Worte und die volle Objektivität werden weiterhin gegeben sein. Ich stehe in keinem Interessenskonflikt und dies spiegelt sich auch in den Texten wieder, in denen ich meine Sicht der Dinge schreibe und die Finanzwirtschaft mit Klartext beäuge.

Börseneinmaleins BEST of Artikel

Hier die drei beliebtesten Artikel der vergangenen zwei Jahre mit den meisten Seitenaufrufen:

  1. Praxistest Geldanlage mit einem erschreckenden Ergebnis
  2. Fondsgebundene Versicherungen: Kosten, Kosten, Kosten
  3. Die Struktur als entscheidende Rolle beim Depotaufbau

Die Emailnewsletter-Liste wächst kontinuierlich und die Seitenaufrufe pro Monat nehmen auch weiter zu. Letzte Woche auf dem Börsentag in München gab ich mein erstes Kamera-Interview auf Anfrage eines Bloggerkollegen. Dieses wird wohl Ende der Woche als Video auf Youtube gestellt. Die Börsen und das Wetter spielten die Woche eine gegenseitige Symphonie. Es ging nach oben mit dem DAX und den Temperaturen. Alles scheint perfekt zu sein und die meisten katastrophalen wirtschaftlichen Eckdaten werden weiterhin konsequent ausgeblendet. Ist dies die „Ruhe vor dem Sturm“? Wie es weitergeht an den Börsen, habe ich auch im Focus Money Artikel geschrieben, wobei diese mir das Fazit gekürzt haben.

Boerseneinmaleins – Verschärfung der nächsten Krise?

Dort habe ich erwähnt, dass die kurzfristigen Signale positiv sind und der DAX sein Allzeithoch aus dem Jahre 2015 überschreiten wird. Mittel-bis langfristig sehe ich jedoch sehr dunkle Wolken am Himmel, die mich skeptisch für den Aktienmarkt stimmen. Hierbei sehe ich Europa noch relativ moderat an im Gegensatz zu den USA. Wie wir wissen, wenn die USA hustet, bekommen wir das in Europa doppelt zu spüren. Das Chance/Risiko Verhältnis ist in meinen Augen derweil 1:3. Sprich, ich sehe nach oben noch ein wenig Luft, das Rückschlagpotenzial erhöht sich damit aber nur noch schlimmer. Was die nächste Krise zusätzlich verschärfen wird, ist der Automatismus der Börsenprogramme, der Sekundenhandel, sowie Stopp-Loss-Barrieren. Hier kann sich der Effekt nach unten dann deutlich verschärfen.

Ich habe in den letzten Artikeln mehrere Male einige verheerende Entwicklungen in den USA aufgezeigt, die sich zwangsläufig verschlimmern werden. Eine junge Generation der 20-30- jährigen mit hohen Schulden und wenig Perspektive, der drohende Staatsbankrott der USA sowie die ausufernden Privatkredite im speziellen die Auto- und Bildungskredite. Auch die Wertpapierkredite sind auf einem Rekordhoch von über 500 Milliarden $ angelangt. Das billige Geld muss irgendwo untergebracht werden und Amerika hat letztendlich das Monopol zum Gelddrucken. Trump wird mit seiner Steuerentlastung, falls diese kommt, die Verbraucher noch mehr in den Konsum drängen können. Dieser Stimulus kostet auf der einen Seite wieder Unmengen an Geld, könnte aber im Gegenzug doch wieder ein Impuls für die Wirtschaft darstellen.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Nur wenigen Fondsmanagern gelingt es, den Markt zu schlagen

Benchmark Fonds: Ich habe diese Woche einen interessanten Artikel gelesen, wonach ein britischer Fondsmanager den Markt dauerhaft schlagen konnte. Die Performance ist wirklich beeindruckend gewesen. Immer wieder stellt sich dieselbe Frage – nur wenigen Fondsmanagern gelingt es, den Markt zu schlagen. Gründe gibt es viele und aufgrund von gesetzlichen Vorschriften eines Fondsmantels ist der Fondsmanager in seiner Selektion der Aktien beschränkt. Er kann sein Depot nicht wie ein Privatanleger zu 100% wie gewünscht aufbauen. Zudem ist ein Fonds sehr kostenintensiv und mit einigen Regularien behaftet, die die Rendite des Privatanlegers, der in den Fonds investiert, schmälert. Die meisten Fonds haben eine TER (Total Expense Ratio) oder auf gut Deutsch Gesamtkostenquote von 1,5%-2%.

Benchmark Fonds – Diese Kosten des Fonds sind aber noch nicht alle


Es kommen noch die Transaktionskosten beim Kauf und Verkauf der Aktien hinzu. Summa summarum muss der jeweilige aktiv gemanagte Fonds diese Kosten gegenüber dem Index (ETF) erstmal wieder aufholen. Dies gelingt nur sehr wenigen Protagonisten der Finanzbranche. Auf lange Sicht wird es noch schwerer, da bei steigendem Fondsvolumen und Beliebtheit die Flexibilität des Fonds schwindet und er letztendlich wie ein riesiger Flugzeugträger immer schwerer zu handlen ist. Einerseits kann man nicht in entsprechende Aktien mit kleinem Handelsvolumen investieren und andererseits schränkt dies die Auswahl des Aktienhorizonts ungemein ein.

Und schon sind wir wieder bei der leidigen Diskussion Einzeltitel oder doch lieber klassische und langweilige ETFs?

Zu diesem Thema gibt es kein klares „Nein“ oder „Ja“. Einige hantieren viel an der Börse und brauchen den täglichen Aktionismus. Andere Marktteilnehmer wiederum sind stoisch und verfahren nach der Methode von Kostolany und Warren Buffett. Jeder Privatanleger muss für sich selbst herausfinden, was zu seiner Mentalität und seinem finanziellen Ziel passt. Eine klare Strategie sollte man sich vorher zurechtgelegt haben und diese auch konsequent umsetzen. Die Kosten sollte man immer im Auge behalten und niemals auf emotionaler Basis Entscheidungen treffen!

Benchmark Fonds – Diversifizierung

Eine Diversifizierung und Streuung sollte als elementarer Punkt mit in die persönliche Entscheidung einfließen. Man kann sogar für einen Fonds Geld bezahlen, sollte dieser qualitativ gute Werte in seinem Fonds haben und zudem einen versierten Fondsmanager mit langjähriger Erfahrung. Geldgeschäfte sind auch immer ein Vertrauensthema, jeder Privatanleger sollte seinen Finanzpartner überlegt auswählen. Leider fallen hier viele auf eloquente und geldgierige Leute herein und verbrennen viel Geld. Am besten vorab informieren, die Unabhängigkeit prüfen und sich die Expertise unter Beweis stellen lassen.

Unterdessen bin ich mit Hochdruck an der Ausarbeitung eine ETF Anlagevorschlags dran. Hierzu werde ich rechtzeitig informieren.

Eine gute und erfolgreiche Börsenwoche.

Auf gute Investments

Ihr / Euer Florian

Liebe Leserinnen und Leser,

Blog: Ich bedanke mich recht herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und den regen Zuspruch, sei es an Kommentaren oder Emails, die mich erreichten. Wir haben ein bewegtes Jahr 2016 hinter uns. Die Börse ist dabei von kurzzeitig heftigen Kursschwankungen nicht verschont geblieben. Die wirtschaftliche Lage in Europa verschärft sich weiterhin. Die Staatsverschuldungen wächst in hohem Maße und die Herausforderungen bezüglich der Flüchtlingskrise sind noch lange nicht überwunden. Die EZB behält Ihren Kurs weiter und stimuliert die Märkte künstlich mit billigem Geld, die Verschuldung in China ist mittlerweile exorbitant gewachsen von 5 auf 28 Billionen €. Die weiteren Probleme speziell in der EU bleiben bestehen, das Karussell dreht sich trotzdem weiter. Die Probleme werden zeitlich nach hinten verschoben.Ich kann Ihnen hierzu ein tolles Buch empfehlen, welches ich diese Woche gelesen habe „Eiszeit in der Weltwirtschaft“, welches die ganzen Thematik in seinen Details näher erörtert.

Blog – Einige neue Dinge in diesem Jahr geplant

Als erstes möchte ich im wöchentlichen Turnus einen aktuellen Marktbericht schreiben. Hierfür werde ich eine zusätzliche Mailadressdatenbank anlegen, bei der Sie sich anmelden können, um dieses wöchentliche Paper zu erhalten. Zusätzlich schreibe ich zu fundamentalen Themen, welche mir per Mail von Lesern zugesandt oder mir selbst einfallen. Eine Interaktion ist dabei recht herzlich gewünscht. Ich freue mich auch immer wieder, über meine Kontaktadresse auf www.boerseneinmaleins.de kontaktiert zu werden und darüber hinaus bedanke ich mich auch für die gut gestellten Fragen, die mir wöchentlich zukommen. Zudem möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, dass ich dabei bin, ein E Paper zu entwickeln, mit einem ETF Anlagevorschlag. Es wird ein hochwertiges Skript werden, das Ihnen helfen soll, ihr Geld lukrativ langfristig anzulegen. Aufgrund der großen Nachfrage nach einem Anlagetipp im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich mich entschlossen, dieses Produkt anzubieten. Dieser wird recht standardisiert, aber hocheffizient gestaltet sein.

Blog – Spannendes Anlegerjahr 2017

Darüber hinaus scheint das Anlegerjahr 2017 spannend zu werden. Wie 2016 ist damit zu rechnen, dass es teilweise auf einzelne Ereignisse hin zu heftigen kurzzeitigen Kursturbulenzen kommen kann. Zudem stehen die Wahlen in Niederlande, Frankreich und Deutschland an. Wie die Entwicklung in Italien und dessen Referendum zeigt, ist der Ausgang auch hier ungewiss und kann für Überraschungspotenzial sorgen. Es birgt zudem das Risiko, dass der Italexit noch lange nicht vom Tisch ist. Von Seiten der Geldpolitik sind die Ausgangsbedingungen jedoch positiv zu werten.

Die EZB flutet die Märkte weiterhin mit billigem Geld und die Anleihekäufe werden weiter fortgesetzt, nach Draghis Worten bis Ende 2017. Von der Inflationsseite ist davon auszugehen, dass diese sich leicht nach oben entwickelt auf allerdings niedrigem Niveau. Ob wir die 1% schaffen in der Gesamt EU ist fraglich. Die angestrebten 2%, wie von Seiten der EZB gefordert, werden weiterhin nicht erreichbar sein.

Summa summarum stehen die Anzeichen auf Grün für die Märkte. Die Volatilität wird in meinen Augen aber durch die diversen politischen Szenarien zunehmen. Selektive Aktienwahl ist hierbei unumgänglich und wird eine Herausforderung in diesem Jahr.

Ich freue mich, mit Euch ein erfolgreiches Jahr erlebt zu haben und möchte meine Aufklärung durch Reichweitenerhöhung weiter vorantreiben. Meine Emailadressdatenbank wächst kontinuierlich und wird jetzt durch zusätzliche Angebote erweitert. Spezielle Fragen zu einzelnen Themen werde ich in Blog bearbeiten und bin auch gespannt auf Feedback zum meinem neuen E Paper mit dem Anlagevorschlag. Hierzu werde ich zeitnah Informationen geben, sobald dieses erscheint. Ich wünsche Euch allen eine gesundes, erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2017.

Euer
Florian Müller

Börsenkennzahlen: An dieser Stelle möchte ich näher auf die wichtigsten Kennzahlen im Bereich der Bewertung von Aktien eingehen. Die gängigsten und einfachsten Kennzahlen sind hierbei folgende: KGV, KBV, KUV, KCV und EBITDA.

Börsen Kennzahlen – Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

gibt das Verhältnis von Gewinn je Aktie zum Kurs je Aktie an. Je niedriger umso lukrativer scheint das Investment zu sein. Hier die Erklärung in Form eines Beispiels: Der Gewinn pro Aktie liegt bei 3€. Der Aktienkurs notiert bei 30€. Ergo gibt es ein KGV von 10 (=30/3). Was sagt uns diese Zahl? Angenommen, das Unternehmen würde jedes Jahr 3€ Gewinn pro Aktie erzielen, so hätte sie sich nach 10 Jahren allein mit den Gewinnen den Aktienkurs gerechtfertigt.

Je niedriger der Wert, umso schneller würde man allein mit den Gewinnen des Unternehmens den Aktienkurs rechtfertigen können. Je höher das KGV, umso länger bräuchte ich um den Kurs allein durch Gewinne zu erwirtschaften. Aber je niedriger das KGV ist, umso stärker ist das Unternehmen, da es hohe Gewinne erzielt und damit am Markt ein Produkt bzw. eine Dienstleistung anbietet, die sehr gefragt ist. Die Kennzahlen stehen übrigens in sämtlichen öffentlich zugänglichen Finanzportalen im Internet.

Allein diese Kennzahl sagt jedoch herzlich wenig aus, da diese von Jahr zu Jahr extrem verfälscht werden kann durch makro- und mikroökonomische Einflussfaktoren. Deshalb darf man niemals eine Kennzahl isoliert betrachten und danach seine Entscheidung für oder gegen eine Aktie fällen. Beispielsweise können die jeweiligen Wirtschaftsprüfer den Gewinn je nach Strategie des Unternehmens hoch oder niedrig ansetzen. Somit ist die Verfälschungsgefahr dieser Kennzahl extrem hoch. Sollte ein Verlust anfallen, ist diese Kennzahl ebenso hinfällig. KGVs zwischen 10-15 werden als günstig angesehen. Unter 10 als sehr günstig. Zudem sind die KGVs in den öffentlichen Internetportalen oft nicht korrekt oder variieren untereinander.

Börsen Kennzahlen – Das Kurs-Buchwert-Verhältnis kurz (KBV)

deklariert das Verhältnis vom Kurs einer Aktie im Verhältnis zu dessen Buchwert, im weitesten Sinne dem Eigenkapital. Hier ist es genauso: Je kleiner das Verhältnis, umso besser sieht die Aktie augenscheinlich aus und umso mehr ist die Aktie mit Eigenkapital hinterlegt. Beispiel: Ein KBV von 1 signalisiert, dass der Aktienkurs komplett dem Buchwert widerspiegelt. Je niedriger das Kurs-Buchwert-Verhältnis, umso besser steht das Unternehmen dar. Umso mehr ist der Kurs mit dem Buchwert des Unternehmens gedeckt bzw. hinterlegt. Ein KBV von unter 1 ist sehr selten und sieht günstig aus.

Weiterhin muss man jedoch untersuchen, was in dem Buchwert alles enthalten ist. Durch verschiedene Bilanzierungsregeln, Neuerungen und der Ausrichtung des Unternehmens, können verschiedene Bestandteile diese Messziffer verfälschen. Deshalb sollte man sich zur genaueren Analyse die Geschäftsberichte, welche auf der Homepage unter Investor Relations zu finden sind, näher zu Gemüte führen. Ein KBV von unter 1 suggeriert eine günstige Aktie und ein Schnäppchen.

Börsen Kennzahlen – Das Kurs-Umsatz-Verhältnis kurz (KUV)

wiederum setzt den Umsatz einer Unternehmung ins Verhältnis zu ihrem Aktienkurs. An der Kennzahl, bzw. dem Umsatz ist im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Kennzahlen weniger bilanztechnisch zu manipulieren. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1 suggeriert demnach eine günstige Aktie. Man muss sich mit der Materie befassen, um die Kennzahlen richtig deuten zu können.

Börsen Kennzahlen – Das Kurs-Cashflow-Verhältnis kurz (KCV)

wiederum setzt den Cashflow je Aktie ins Verhältnis zum Aktienkurs. Ein Kurs-Cash Flow Verhältnis von unter 15 scheint attraktiv zu sein. Dazu muss man allerdings sagen, es gibt Unmengen an diversen Cash Flow Berechnungen. Hier sollte man sich vorab auch in die Materie genauestens einlesen. Ein Bloggerfreund von mir gibt auch hier hilfreiche Tipps, um sich der Thematik zu nähern.

Börsen Kennzahlen – Das EBITDA (Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation)

stellt die Ertragskraft des Unternehmens dar. Es ist der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Je höher dieser Wert ausfällt, umso besser steht die Aktiengesellschaft wirtschaftlich da.

Vertiefende Informationen zu den Kennzahlen sind in dem Buch Kennzahlenanalyse von Nicolas Schmidlin zu finden. Dieses Buch ist als Grundlage für die Fundamentalanalyse und das Verständnis perfekt geeignet.

Ich wünsche allen besinnliche und ruhige Feiertage und einen schönen Jahresausklang. Zudem bedanke ich mich für die zahlreichen Leser und Anfragen via Mail sowie die Kommentare in meinen Artikeln. Nächstes Jahr geht es insbesondere mit den Themen weiter, wie sich die Börsen weltweit weiterentwickeln werden. Im Fokus stehen hierbei Europa und die USA. Zudem werde ich ein paar electronic papers zu verschiedenen Themen herausbringen sowie ein ETF Portfolio für den Börsenanfänger gestalten.

Auf gute Investments
Florian Müller

das-wechselspiel-risiko-rendite-liquiditaetMagische Dreieck: Ein eminent wichtiges Thema ist die richtige Ausrichtung der folgenden Faktoren: Risiko-Rendite-Liquidität. Das Zusammenspiel der drei Aspekte ist eine der Königsdisziplinen im Bereich Portfoliomanagement.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Die Feinadjustierung der Komponenten stellt eine sensible, höchst anspruchsvolle Aufgabe dar, die auf Expertise und Kontinuität aufbaut. Im Idealfall ist ein Portfolio ausgewogen auf diese Säulen hin ausgerichtet, um eine homogen gestaltete Strategie für den Kunden zu gewährleisten. Im Folgenden werden die drei Säulen detailliert durchleuchtet.

Rendite

Eines der primären Ziele ist die avisierte Rendite. Diese ist je nach Risikoaversion des Interessenten unterschiedlich und individuell. Eine hohe Rendite wird zwangsläufig durch die Inkaufnahme von mehr Risiko und einem abnehmenden Liquiditätsbestand generiert. Eine niedrigere Rendite geht im Umkehrschluss mit einer höheren Sicherheit und einem höheren Liquiditätsbestand einher.

Liquidität

Die Liquidität ist aufgrund der strategischen Ausrichtung von enormer Bedeutung. Ein Cash-Polster kann für taktische Transaktionen effizient genutzt werden und ist für die Absicherung bei plötzlichen Notfällen sinnvoll. Eine zusätzliche Funktion ist die Erhöhung der Sicherheit, welche aber wiederum zu Lasten der Rendite geht.

Sicherheit

Der Aspekt der Sicherheit ist äquivalent zu dem Thema Risiko. Die Sicherheit geht immer einher mit der Ertragswerterwartung des Individuums. Mehr Sicherheit bedeutet automatisch einen höheren Liquiditätsbestand und eine geringere Renditeerwartung. Im Gegensatz geht eine niedrigere Sicherheit (höheres Risiko) mit einer höheren Renditeerwartung und einem geringen Cash-Bestand einher.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Wie man eindeutig erkennen kann, befinden sich diese drei Begriffe in einer ständigen Wechselwirkung zueinander. Das im Fachjargon genannte magische Dreieck des Portfoliomanagements kann daher individuell feinjustiert werden und geht in einem gezielten Risikoprofil mit verschiedenen Annahmen von Parametern aus. Geringe Abweichungen einer Variablen führen zwangsläufig zu einem Auseinanderdriften der anderen Variablen. Ein optimales Gleichgewicht für jeden Kunden zu finden, ist daher die Herausforderung und der Anspruch eines qualitativ hochwertigen Portfoliomanagements.

Magische Dreieck – Nun zum Risiko-Rendite-Verhältnis

das-wechselspiel-risiko-rendite-liquiditaet_2In der folgenden Grafik wird näher darauf eingegangen. Dabei werden verschiedene Strategien mit internationalen Indizes ins Verhältnis gestellt. Die soll jedoch lediglich einen plastischen Anhaltspunkt geben und stellt lediglich Vergangenheitswerte dar, die nicht in die Zukunft projiziert werden können und keine Garantie für zukünftige Rendite darstellen. Anbei ist das Risiko-Rendite.-Dreieck abgebildet mit ein paar eigenen Strategien: Das Unternehmerdepot ist zu 100% in Aktien geführt, einer meiner Musterdepots. Das Musterdepot Equity Depot ist zwischen 50-100% in Aktien investiert, je nach Marktlage. Ansonsten auch in Unternehmensanleihen und Cash. Das Musterdepot Balanced Depot ist zwischen 30-70% in Aktien investiert. Der Rest ebenfalls in Unternehmensanleihen und Cash. Das Musterdepot Bond Depot, welches ein sehr konservatives Musterdepot ist, ist zwischen 0-40% in Aktien investiert, größtenteils aber in Unternehmensanleihen mit Top Bonität.

Kurzfristig betrachtet bieten Aktien höhere Renditen, sind aber volatiler als festverzinsliche Wertpapiere. Langfristig betrachtet bieten Aktien dagegen ein deutlich höheres Renditepotential bei niedrig bleibendem Risiko. Das Risiko-Rendite-Schaubild ist eine sehr deutliche Veranschaulichung dazu.

Magische Dreieck – Fazit

Eine hohe Rendite geht immer mit einem höheren Risiko (Aktienanteil) und damit verbunden höherer Volatilität einher. Reziprok geht eine geringere Rendite mit einem geringeren Risiko (Anleihen) und damit verbunden niedrigerer Volatilität einher. Im Vorfeld muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden, welche Risikotragfähigkeit für ihn am besten geeignet ist. Dabei sollte man, bevor man mit richtigem Geld an der Börse investiert, sich erst einmal mit einem Musterdepot vertraut machen und über den Zeitverlauf ein Gefühl dafür bekommen. Es ist ein ständiger Lernprozess für jeden Anleger, für seine Absichten den besten Mix zu finden. Was bringt es, wenn man schlaflose Nächte aufgrund eines derzeit negativ stehenden Aktiendepots erleidet? Dessen sollte man sich schon bewusst sein.

Setzt du es auch so um oder was ist deine Methode? Gerne erzählen und kommentieren.

Viel Erfolg bei der Umsetzung. Um dir weiterzuhelfen lies doch meine Bücher auf Amazon.

Ihr / Euer Florian Müller

Was und wie funktioniert Rebalancing. Rebalancing ist eine (notwendige) Methode, um deine ursprüngliche Portfoliostruktur nach einer gewissen Zeit wiederherzustellen. Es geht darum, dafür zu sorgen, dass dein Portfolio effizient diversifiziert bleibt. Stelle dir vor, es ist seit deinem Anfangsinvestment ein Jahr vergangen. In diesem einen Jahr haben sich deine Asset-Klassen unterschiedlich entwickelt – manche sind gestiegen, andere sind gefallen. Da du dich in der Ansparphase befindest und die Erträge deiner ETFs direkt wieder in Selbige investierst (bei thesaurierenden ETFs geschieht das ja automatisch), sich die ETFs aber unterschiedlich entwickeln, verschieben sich die Anteile deiner Asset-Klassen ganz automatisch.

Ein vereinfachtes Beispiel

Angenommen du hast 100 Euro in 2 ETFs investiert: 50 Prozent in den risikoarmen ETF A und 50 Prozent in risikoreichen ETF B. ETF A hat nach einem Jahr eine Entwicklung von plus 10 Prozent hingelegt, ETF B ist sogar um 20 Prozent gestiegen. Der neue Wert von ETF A ist nun folglich 55 Euro (50 Euro plus 10 Prozent), der von ETF B sogar 60 Euro (50 Euro plus 20 Prozent). Dein neuer Depotwert beträgt also nun 115 Euro. Da ETF B so gut performt hat, hat er aber nun nicht mehr 50 Prozent an deinem Gesamtportfolio, sondern 52 Prozent (60 Euro von 115 Euro). Somit streckt sich sein Risiko über mehr als 50 Prozent deines Gesamtportfolios aus. ETF A hält nur noch 48 Prozent an deinem Gesamtportfolio.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Dies ist eine Verschiebung und die ist nicht gut: Die Aufteilung soll ja gemäß deiner persönlichen Risikobereitschaft und deiner gesamten Strategie 50/50 und nicht 48/52 betragen. Du musst also deine ursprüngliche Struktur wiederherstellen. Dies gilt für jede Verschiebung, egal welcher ETF sich besser oder schlechter entwickelt hat. Rebalancing senkt das Risiko deines Portfolios. Es sorgt dafür, dass die tatsächliche Allocation mit der Allocation übereinstimmt, die deinen Bedürfnissen und deiner Risikobereitschaft entspricht.

Wie geht Rebalancing?

Das Beste ist, wenn du frisches Kapital in die unterrepräsentierte Asset-Klasse nachschießt. Sprich, du nimmst einen Teil deines Ersparten oder Sondereinnahmen (beispielsweise Steuerrückzahlungen). Dann kaufst den entsprechenden ETF in dem Maße nach, dass die korrekte Gewichtung wiederhergestellt ist. Oder du verkaufst Anteile des starken und kaufst mit dem Erlös Anteile am schwachen ETF nach (bedeutet aber mehr Transaktionskosten…). Du solltest Rebalancing ca. einmal pro Jahr durchführen, beispielsweise immer am 01.01. eines neuen Jahres.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Also

Ich weiß, es fühlt sich im ersten Moment komisch an die schwächere Asset-Klasse durch Nachkäufe stärker zu befeuern. Hier trennt sich die irrationale Spreu vom rationalen Weizen unter den Anleger*innen. Aber es lohnt sich diese psychologische Hürde zu überwinden. Gerd Kommer beschreibt in „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“: Du wirst bei langfristigen Investments (untersucht wurde ein Zeitraum von 23 Jahren) mit dem wissenschaftlich belegten Rebalancing-Bonus in Höhe von einem halben Prozentpunkt (vor Transaktionskosten und Steuern) deiner Portfoliorendite belohnt. 0,5 Prozent? Dafür der ganze Aufwand?

Falle beim Rebalancing

Achtung: Durch den Zinseszins machen 0,5 Prozent auf 35 Jahre gesehen einen Zugewinn von etwa einem Fünftel deines Vermögensendwertes aus. Bei 20.000 Euro Vermögensendwert sind das ganze 4.000 Euro, die auf das Rebalancing zurückzuführen sind. Also ja, der Aufwand lohnt sich! William Bernstein erläutert in seinem Magazin Efficient Frontier, dass die Transaktionskosten Rebalancing-Effekt leicht schmälern. Aber selbst, wenn du sogar monatliches anstatt jährliches Rebalancing durchführen würdest, würdest du unter Berücksichtigung der Transaktionskosten immer noch eine höhere Rendite einfahren als ohne Rebalancing.

Okay und …

Dennoch ist der Bonus natürlich nicht garantiert. Es gibt durchaus Zeiträume von bis zu 5 Jahren, in denen Rebalancing keinen lohnenden oder sogar nachteiligen Effekt auf die Portfoliorendite hat. Doch im Vordergrund steht auch nicht die eventuelle Mehrrendite sondern deine Risiko- und Portfoliostruktur, die regelmäßig wieder hergestellt werden muss.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Über die Autorin Natascha:

Natascha ist Unternehmerin (sie hat unter anderem das WG-Portal www.wg-suche.de gegründet) und bloggt außerdem unter www.madamemoneypenny.de zum Thema finanzielle Unabhängigkeit für Frauen. Ihr Ziel ist es, speziell Frauen die Scheu vor der Finanzwelt zu nehmen und sie zu inspirieren selbst Verantwortung für ihre Finanzen zu übernehmen. Der Blog liefert Wissen und Inspiration über Vermögensaufbau anhand von Investments und Unternehmertum – mit weiblicher Intelligenz und Leichtigkeit.

Börsen Kennzahlen: Bei der Bewertung von Aktien gibt es verschiedene Methoden und unzählige Börsen kennzahlen, die man heranziehen kann. Die Königsdisziplin ist die Fundamentalanalyse. Bei dieser Methode müssen Geschäftsberichte der vergangenen Jahre des jeweiligen Aktienunternehmens minutiös analysiert werden. Dies benötigt eine Menge Fachwissen und Know-How im Bereich der Bilanzanalyse und Unternehmensbewertung. Ich werde im Folgenden auf 3 verschiedene und einfach verständliche Kennzahlen eingehen. Diese sollten einen ersten Anhaltspunkt für den Börsenneuling geben.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Börsen kennzahlen

  1. KGV: Das Kurs Gewinn Verhältnis (KGV) misst das Verhältnis von Aktienkurs und Gewinn pro Aktie. Ein Beispiel: Aktie A hat einen aktuellen Aktienkurs von 20€ und hatte ein Gewinn von 2€ je Aktie. Ergo ist das KGV 20€ / 2€ = 10. Diese Zahl besagt, dass die Aktie 10 Jahre bräuchte, um mit dem Gewinn den kompletten Wert des Unternehmens zu erwirtschaften. Je kleiner das KGV, umso besser und lukrativer wirtschaftet das Unternehmen. Das KGV kann von Jahr zu Jahr sehr schwanken und ist daher kein alleiniger Grund, eine Aktie zu kaufen. Je niedriger das KGV, umso günstiger erscheint der Aktienkurs. Der Gewinn pro Aktie ist dabei gerade bei kleinen Firmen sehr schwankend.

Börsen kennzahlen

  1. KBV: Das Kurs Buchwert Verhältnis (KBV) misst das Verhältnis zwischen Aktienkurs und Buchwert pro Aktie. Der Buchwert ist hierbei der Wert des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals. Grob erklärt ist es die Summe der Vermögensgegenstände abzüglich der Verbindlichkeiten und abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände (z.B. Patente). Der Buchwert wird auch Liquidationswert genannt, der im Falle eines Verkaufs des Unternehmens als Wert erzielt würde. Ein Kurs-Buchwert Verhältnis von über 1 bedeutet, dass das Unternehmen am Markt einen höheren Wert beigemessen wird als der reine Substanzwert. Dies kann sich dadurch ergeben, dass das Unternehmen über werthaltige immaterielle Vermögensgegenstände wie einen starken Markennamen verfügt. Sucht der Fundamentalanalyst nach günstig bewerteten Aktien, gilt die Faustformel, auf ein KBV zu achten, das gegen 1 tendiert oder sogar darunter liegt. Eine alleinige Konzentration auf diese Kennzahl ist aber auch nicht ratsam, da ein KBV von unter 1 nicht gleich einen Schnäppchenpreis widerspiegelt.

Börsen kennzahlen

  1. KCV: Das Kurs Cashflow Verhältnis (KCV) misst das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem Cashflow pro Aktie. Dabei gibt es verschiedene Arten von Cash-Flows, auf die ich aber hier nicht näher eingehen kann. Der Cash-Flow ist auch nicht identisch mit dem Gewinn. Er berücksichtigt im Gegensatz zum Gewinn nur die zahlungswirksamen Vorgänge. Beispielsweise sind Abschreibungen als Aufwand deklariert, aber keine zahlungswirksamen Auszahlungen. Deshalb werden sie beim Cashflow nicht berücksichtigt. Er gibt an, wieviel Geld ein Unternehmen zur sofortigen Verfügung in der Kasse hat. Somit hat diese Kennzahl weniger Schwächen und kann weniger stark beeinflusst werden als das KGV. Je niedriger das KCV, umso günstiger ist die Aktie. Unternehmen mit einem KCV von unter 10 sind sehr attraktiv und sollten näher analysiert werden. Allerdings ist dies nur wieder eine von vielen ersten Richtgrößen, die zur Anlageentscheidung beitragen sollte.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Fazit

Das war ein erster Einblick in die drei ersten Zielgrößen zur Bewertung von Aktien. Die richtige Fundamentalanalyse baut auf deutlich mehr Kennzahlen auf und beurteilt auch nicht monetäre Losgrößen wie Marktführerschaft, Wettbewerbsposition  etc. eines Unternehmens. Dies quantitativ zu messen, erfordert weitere Branchenexpertise und Erfahrung. Ein erster grober Überblick sollte aber mit diesen Kennzahlen gegeben sein. Eine Beurteilung einer Aktie, ob für den Kauf oder Verkauf, darf aber niemals nur von diesen erwähnten Kennzahlen abhängig gemacht werden. Eine tiefere Fundamentalanalyse auf Basis der Geschäftsberichte ist unumgänglich.