Aktientipp hast du einen für mich. Je mehr mein Blog an Reichweite gewinnt, umso mehr werde ich sowohl aus dem privaten als auch aus dem weiterem Umfeld nach speziellen Tipps zum Thema Aktien gebeten. Das ist für mich ein positives Zeichen und Grund, weiterzumachen und meine Blogbeiträge zu schreiben. Zudem bestätigt es mir natürlich meine Arbeit. Leider ist es oftmals so, dass ich von den Anfragern keine weiteren Infos bekomme. Viele Personen mit wenig finanziellem Background sind mittlerweile in einem luftleeren Raum und wissen nicht, wie sie sich dem Thema annähern sollen.

Hier einige Beispiele für Leseranfragen zum Thema Aktientipp

  1. Hast du einen guten Aktientipp für mich?
  2. Was hältst du von Aktie X?
  3. Ich habe meine Altersvorsorgeaktivitäten bei der Bank X eingestellt oder stillgelegt. Was soll ich tun?
  4. Ich würde schnell Geld machen wollen, welche Aktie muss ich jetzt kaufen?

Hierzu meine Gegenfragen

  1. Was ist deine Intention?
  2. In welcher Hinsicht?
  3. Was ist dein Ziel? Wie lang ist dein Anlagehorizont? Welche Risikoaffinität hast du? Wie viel Schwankung kannst du aushalten?
  4. Keine Ahnung, das ist kein Blick in die Glaskugel wert.

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Zudem kommen häufiger Anfragen von Unternehmen, die Ihre online Aktivitäten hochfahren wollen und einen Gastartikel zu bestimmten Themen haben möchten. Dabei fällt mir in letzter Zeit auf, dass es sich vornehmlich um Themen des CFD (Contract for Difference) und binäre Optionen handelt. Ich habe zu diesen Themengebieten eine ganz klare Meinung. Ich halte sie für höchst gefährlich und bin nicht in der Materie drin, um sie en detail zu durchschauen. Deshalb verneine ich diese Anfragen höflich und bleibe somit weiterhin unabhängig. Diese Unabhängigkeit ist mir mittlerweile sehr wichtig geworden, weil sie selten anzutreffen ist unter der Community. Natürlich könnte ich bei einem Gastartikel eine gewisse Summe X verlangen und somit was verdienen. Das ist allerdings nicht meine Intention. Wichtig und authentisch ist es, ohne Werbung und Fremdeinflüsse objektiv schreiben zu können.

Wer auf schnelles Geld setzt oder tagtäglich seine „Strategie“ überdenkt und anzweifelt, läuft Gefahr, viel Geld zu verlieren. Zudem gerät er in Gefahr, sich von eloquenten Verkäufern etwas „andrehen“ zu lassen. Die besten und erfolgreichsten Investoren arbeiten hingegen dezent im Hintergrund und arbeiten sachlich fundiert.
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Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen, werden Sie sich klar, wohin Sie wollen und bauen dann eine Strategie auf, mit der sich zurücklehnen können. Ohne das entsprechende Mindset und die Erfahrung an der Börse geht es ansonsten mächtig schief.

Auf gute Investments

Ihr / Euer Florian

PS: Meine Bücher gibt es auf Amazon

Stock Picking: Die Auswahl der Aktien für das Depot bzw. Portfolio ist eminent wichtig für den langfristigen Anlageerfolg. Ich habe die Schule des Value Investing gelernt und durfte während meiner Studentenzeit bei Prof. Dr. Max Otte im Institut für Vermögensentwicklung in Köln Aktien analysieren. Er war mein Mentor und ich sein Protegé.

Das Value Investing ist eine der Königsdisziplinen des Investierens und benötigt eine Menge Vorkenntnisse. Hier werden fundamentale Kennzahlen und Bewertungen anhand der vergangenen Geschäftsberichte der zu analysierenden Unternehmen zur Hand genommen. Bilanzen lesen und verstehen ist hierbei eine der wichtigsten Voraussetzungen, die ein Analyst zu erfüllen hat. Zudem werden weiche Faktoren wie Wettbewerbsanalyse, der USP des Unternehmens und das Geschäftsmodell auf ihre Tragfähigkeit für die Zukunft miteinbezogen. Also richtiges Handwerksarbeit.
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Eine saubere und gründliche Analyse erfordert einiges an Know How und in Frankfurt gibt es kleinere „Boutiquen“, welche die Aktienselektion anhand eines Analystenteams bewerten.

Danach wird die Aktie für den oftmals hauseigenen Fonds gekauft oder auch nicht. Die Kennzahlen KGV, KBV und KCV sind nur ein Bruchteil der Analyse. Ich kenne etliche Fondsmanager, welche nach der Value Investing Methode investieren, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Es gibt auch Fondsmanager mit anderen Anlagestrategien, die sehr rudimentär auf Grundlage vereinzelter, schnell findbarer Kennzahlen agieren. Hier wird viel Sekundär-Research betrieben. Warren Buffett ist wohl der bekannteste Value Investor. Er hat es geschafft, über Jahrzehnte den Markt zu schlagen. Dies ist nicht ganz so einfach. Die meisten Profis schlagen auf Dauer nicht den Markt. Somit ist es gänzlich ausgeschlossen eine Mehrrendite zu erzielen, oder?

Stock Picking – Überschussrendite möglich?

Ich hatte das Glück wie erwähnt, Einblick in die Materie des Value Investing bekommen, mich viel damit auseinandergesetzt und unzählige Bücher der Gründerväter Graham & Dodd gelesen. Danach habe ich im Jahr 2013 den zweiten Platz beim Acatis Value Preis gewonnen. Mein Diplomarbeitsthema war damals Überschussrenditen durch Stockpicking. Ich bin mit einigen Fondsmanager noch in Kontakt und beobachte die Performance der Fonds, die auf meiner Beobachtungsliste stehen.

Schlicht und einfach die Erkenntnis, dass die meisten auch nur mit Wasser kochen und die Renditen gegenüber dem Markt nicht geschlagen wurden. Viele Fonds haben in der langjährigen retrospektiven Betrachtung ihre Benchmark nicht geschlagen. Eine gezielte Überschussrendite durch Stockpicking (sprich die gezielte Auswahl von Aktien) ist wenigen gelungen.

Stock Picking – Was fehlt letztlich am Erfolg?

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In meinen Augen fehlt die klare Strategie. In einem reinen Aktienfonds befinden sich in der Regel zwischen 40-80 Aktien, welche oft nach Länder, Sektoren und Branchen unterteilt sind. Hier gibt es immer wieder Aktien, welche auch aufgrund positiver Kennzahlen und trotz guter Geschäftspolitik durch den Gesamtmarkt mit nach unten gezogen werden. Bei jeder neuen Aktie einen Outperfomer zu erwischen, ist schlichtweg nicht möglich. Deshalb plädiere ich dafür, als ungeübter Anleger immer in ausgewählte ETFs zu investieren. Hier ist allerdings höchste Vorsicht geboten, da es hier auch extrem verschiedene Konstellationen und Konstrukte zur Auswahl gibt, die die meisten Privatanleger nicht en detail verstehen. Einen unabhängigen Profi zu Rate zu ziehen, ist unabdingbar.

Aktien kaufen beachten. Da ich beruflich viele Transaktionen am Aktienmarkt tätige, möchte ich im Folgenden en Detail näher betrachten, welche Grundregeln man beachten sollte. Mit Abstand das wichtigste ist die Wertpapierbezeichnung bzw. die WKN (Wertpapierkennnummer). Diese ist eine sechsstellige Zahl, welche die Aktie eindeutig identifiziert. Man sollte lieber zweimal die Wertpapierkennnummer überprüfen. Ein Zahlendreher und schon kauft man aus Versehen eine andere Aktie. Ich persönlich hatte mal diesen Fehler gemacht, konnte jedoch zum Glück den Kauf sofort stornieren und neu abrechnen lassen. Es entstand kein Schaden. Ein weiterer Punkt ist der Orderplatz. Tendenziell sollte man bei der entsprechenden Aktie überprüfen, wie die Handelsumsätze an den deutschen Börsen sind. Dies kann man leicht über Finanzseiten wie finanzen.net unter Eingabe der entsprechenden WKN und anschließend unter der Rubrik Börsenplätze kontrollieren. Größere Titel aus dem Ausland sind auch über deutsche Börsen leicht veräußerbar, da die Umsätze auch dementsprechend hoch sind.

Was man beim Aktien kaufen beachten sollte

An der Heimatbörse der Aktien sind deren Umsätze allerdings am größten. Beim Kauf eines amerikanischen Unternehmens muss man aber mit einem Aufschlag beim Kauf an der NYSE (New York Stock Exchange) rechnen. Die Transaktionskosten sind dann ein wenig höher. Was viele immer verwechseln: es spielt keine Rolle, ob eine US-Aktie über XETRA in Euro oder in New York in US-Dollar gekauft wird. Die Währungsumwandlung in Dollar vollzieht die Aktie auch, wenn man sie über eine deutsche Börse in Euro kauft. Dies wird oft von Privatanlegern falsch verstanden, sie denken, sie müssten amerikanische Aktien unbedingt in den USA kaufen, um von der Währung zu profitieren. Dies ist eine falsche Annahme.

Was man beim Aktien kaufen beachten sollte – Limit beim Aktienkauf und -verkauf

Ein nächster wichtiger Punkt ist der Limitkurs. Ich gebe bei jeder Order ein Limit beim Kauf und Verkauf ein. Dann besteht nicht die Gefahr, dass man bei geringen Umsätzen von dem Broker über den Tisch gezogen wird. Beim Kauf gibt es immer einen Geld- und einen Briefkurs. Geldkurs ist der höchste Preis, den ein Teilnehmer bereit ist, für die Aktie zu zahlen. Der Briefkurs ist der Tiefpreis, für den ein Verkäufer bereit ist, seine Aktien los zu werden. Zwischen Geld- und Briefkurs gibt es immer Differenzen, der sogenannte Spread. Wie im obigen Schaubild bei XETRA ist der Geldkurs 2,78€ und der Briefkurs 2,85€. Die Differenz spiegelt das Spiel zwischen Nachfrage (Geldkurs) und Angebot (Briefkurs).

Was man beim Aktien kaufen beachten sollte.

Bei einem Aktienkauf würde ich mich mit meinem Limit entweder in den Spread zwischen 2,78€ und 2,85€ platzieren, also beispielsweise 2,82€ eingeben. Möchte ich die Aktie sofort erwerben, kann ich als Limitkurs die 2,85€ angeben. Dann würde ich die Aktie beim Orderplatz XETRA und Limit 2,85€ sofort kaufen. Als letzter Punkt ist die Dauer der Order. Will man eine Aktie sofort erwerben, kauft man zu Briefkurs tagesgültig zum Briefkurs. Hat man es mit dem Kauf nicht so eilig, kann man auch wie in unserem Beispiel die 2,82€ eingeben und die Dauer der Order auf Ultimo setzen. Ultimo bedeutet , dass die Order bis zum Monatsende läuft.

Eine häufig gestellte Frage ist die nach der zu erwarteten Rendite aus Aktiengeschäften, denn dies pauschal zu beantworten (was bringen aktien an rendite), ist total unseriös. Es kommt nämlich auf ein paar Parameter an, die hierbei berücksichtigt werden müssen, welche zum ZARAS-Prinzip gehören. Im folgenden Beitrag werde ich auf das Thema: Was bringen Aktien an Rendite näher drauf eingehen.

1. Die Zeit – Was bringen Aktien an Rendite

Je länger die Anlagedauer, umso mehr Rendite lässt sich einfahren. Diese auf Vergangenheitswerte bezogenen Zahlen lassen sich auf der Website des Deutschen Aktieninstituts unter dem angegebenen Link nachsehen. Nach 15 Jahren gibt es beim DAX keine Negativrenditen mehr im jeweiligen Anlagehorizont. Wie man erkennen kann, liegen die Renditen langfristig zwischen 7% – 10%. Je länger man anlegt, umso mehr spielt auch der Zinseszins eine entscheidende und positive Rolle. Diesen Vorteil muss man als Privatanleger ausnutzen und so früh wie möglich anfangen, zu sparen. ETFs eignen sich hier hervorragend, sind schnell einzurichten, flexibel und monatlich mit kleinen Beträgen sparplanfähig.

2. Ausdauer

Wie bereits erwähnt, ist es eminent wichtig, einen längeren Zeitraum durchzustehen, was viel mit Psychologie, der Einstellung zur Börse und seinem eigenen Selbstbewusstheit zu tun hat. Sollte es vorkommen, dass nach ein paar Jahren das Depot im Minus steht, zweifelt der Privatanleger häufig an seiner damals getroffenen Entscheidung. Wer hier nicht stark genug ist und seiner damaligen Entschluss in Frage stellt, verkauft womöglich alle ETFs und wendet sich resigniert von der Börse ab. Ein fataler Fehler, man sollte vielmehr in Dekaden betrachten und so auch fallende Märkte überstehen.

3. Rationalität

Die meisten Entscheidungen sind emotional und sind daher oft falsch, denn richtige Entscheidungen wägt man unter rationalen Gesichtspunkten ab. Leider sind auch an der Börse häufig Emotionen im Spiel, deshalb haben die meisten Privatanleger keine Strategie bei der Auswahl an Aktien. Schlafen Sie lieber einmal, bevor Sie eine Handlung an der Börse tätigen und versuchen Sie, die Vor- und Nachteile rein rational abzuwägen. Man muss nicht viel richtig machen, es ist die Kunst, so wenig Fehler wie möglich zu machen.

4. Aktien, Immobilien etc..

Aktien sind und bleiben langfristig das Non Plus Ultra der Geldanlage, denn Immobilien sind derzeit sehr teuer. Sie haben beim Kauf größtenteils 10% (Grunderwerbssteuer+Maklercourtage+Notar) zusätzlich zum Kaufpreis der Wohnung oder des Hauses zu tragen. Lebensversicherungen sind auch nicht mehr lukrativ, genauso wenig wie Riester, Bausparverträge oder Rürup. Die hohen Kosten sind meistens verdeckt, die Produkte sind sehr unflexibel und bei vorzeitiger Kündigung werden oft eine Stornogebühr und zusätzliche Kosten in Rechnung gestellt.

5. Sparen

Je früher Sie damit anfangen, umso besser. Stellen Sie einen persönlichen Haushaltsplan mit einer offenen Strukturierung der monatlichen Kosten auf, legen Sie gezielt etwas Geld zurück, versuchen Sie, einen Tag in der Woche ohne Ausgaben auszukommen. All das hilft Ihnen, mehr zu sparen, um dafür mehr Geld anlegen zu können, wovon Sie langfristig profitieren. Je früher ein vernünftiger Umgang mit Geld erfolgt umso besser.

Ein kostengünstiges Depot gibt es hier zu eröffnen:

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