August 4

Gold bei 2000$ die Unze – und jetzt?

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Gold bei 2000$ die Unze – und jetzt?

Die Notenbankpressen laufen auf Hochtouren und die Edelmetalle, insbesondere Gold liegt erstmalig bei 2000$ die Unze. Damit werden wie von mir angekündigt die bestehenden Allzeitrekorde nach oben hin durchbrochen. Was ist das Dilemma? Und wieso gehe ich weiterhin von steigenden Edelmetallkursen mittel- bis langfristig aus?

Laut Statista (valide Daten vom Statistischen Bundesamt) sind derweil 41,1% des Geldvermögens der privaten Haushalte in Bankguthaben geparkt, sprich, Sichteinlagen in Form von Tages- oder Festgeldkonten. Das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte lag im ersten Quartal 2020 bei 6,33 Billionen Euro. Dies multipliziert mit dem obigen Prozentsatz von 41,1%, ergibt eine Summe von ungefähr 2,5 Billionen Euro, die unverzinst herumliegt.

Gold bei 2000$ Unze

Schauen wir uns unterhalb die Grafik an, welche Verzinsung es derzeit für die 2,5 Billionen Euro der deutschen Sparguthaben gibt. Die Verzinsung anhand der Umlaufrendite beträgt derweil -0,5%. Wenn man diese 2,5 Billionen mit der Umlaufrendite multipliziert, verlieren die deutschen Sparer pro Jahr 12,5 Milliarden Euro nominell an Wert.

Gold bei 2000$ die Unze

 

Gold bei 2000$ die Unze – reale Verzinsung

Berücksichtigt man jetzt noch die Inflation, welche diese 2,5 Billionen Euro der Sparguthaben weiter entwertet mit 2-3% p.a., so landen wir unter dieser Berücksichtigung bei einer realen Verzinsung von -2,5% bis -3,5% bei einem Wertverlust der Sparguthaben an Kaufkraft von 62,5 Milliarden bis 87,5 Milliarden Euro jedes Jahr. Anbei ein plastisches Beispiel, wie der Dollar in den letzten Jahren stark an Wert verloren hat. Ein elementarer Zusammenhang besteht zwischen realer Verzinsung und dem Goldpreis. Je niedriger die reale Verzinsung, umso mehr steigt Gold. Dies wird in den nächsten Jahren auch nicht besser und eher schlimmer mit dem entsprechenden Ungleichgewicht.

Gold

 

Gold bei 2000$ die Unze – Hyperinflation?

Die Entwertung schreitet immer mehr voran und wir stehen aufgrund der Ausdehnung der Bilanzsumme seitens der Notenbanken vor einem epochalen Wandel. Sollte es eine angekündigte zweite Corona Welle geben oder auch eine weitere Verschärfung und nochmalige milliardenschwere Hilfsprogramme, müssten weitere Milliarden oder sogar Billionen in den Markt gepumpt werden. Eine schnelle Enteignung und realer Kaufkraftverlust wäre die logische Konsequenz. Nur mal zur Veranschaulichung, wie dies in der Vergangenheit aussah, zwischen den Jahren 1915 und 1927.

Gold

 

Wie gehts weiter?

Dieses obige Beispiel könnte uns in den nächsten paar Jahren auch wieder bevorstehen. Das derzeitige Geldsystem ist in seiner Form lediglich durch eine Währungskontraktion zu retten. Zu sehr sind die Schulden gewachsen, um überhaupt noch seitens der Staaten getilgt werden zu können. Auch das endlose Drucken von Geld wird in der jetzigen Form nicht mehr lange gut gehen, ohne eine brutale Inflation, einen Schuldenschnitt, Lastenausgleich oder eine Währungsreform zu initiieren. Zudem wird immer mehr von staatlicher Seite gegen das Bargeld und den Anonymkauf von Edelmetallen vorgegangen. Erst letzte Woche wurde die Besteuerung von ETCs auf Gold initiiert und womöglich ist das nur ein Vorgeschmack darauf, dass in absehbarer Zeit auch physische Edelmetalle besteuert werden könnten, um die augenscheinliche Attraktivität zu mindern. Der Großteil der Kapitalmarktprodukte, die Gold offerieren, sind gar nicht physisch hinterlegt, sondern lediglich wertloses Papiergold. Selbst die Zentralbanken, die das Geld drucken, raten den Menschen zu Gold als dem perfekten Sparschwein gegen Konfiskationen.

Beste Grüße Euer Florian

Hier geht es zu meinen älteren Artikel:

Wird der Goldpreis explodieren?

Das Edelmetalldepot im Test und näheren Erläuterung findet man hier!

Wird der Preis für Silber explodieren?

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