Sicherheit und Garantie bei Finanzgeschäfte (n)

Der Köder bei Finanzgeschäfte: Die Finanzmaschinerie ist in Deutschland mit der großen Struktur des Vertriebsnetzes extrem ausgeprägt. Schlüsselworte, auf die die meisten Deutschen regelrecht hörig reagieren, sind „Sicherheit“ und „Garantie“. Das Problem an diesen Finanzgeschäften ist, dass dieses System lange Jahre funktioniert hat. Zum Beispiel war die Lebensversicherung lange Zeit ein Flaggschiff unter der privaten Altersvorsorge. Die garantierten Zinssätze lagen in den 90er Jahren bei 4%. Die Sicherheit war somit gegeben und die Altverträge waren lukrativ. Die derzeitige Situation hat sich deutlich zum Nachteil entwickelt. Heute ist diese Anlageform ein Minusgeschäft. Die Kosten fressen die Rendite komplett auf.
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Die von staatlicher Seite offerierten Produkte und Angebote sind erstens auf Dauer nicht nachhaltig und zweitens werfen sie keine Rendite ab. Die einzigen, die daran verdienen, sind die Banken und Versicherungen, welche die angebotenen Produkte entwerfen, verschachteln und vertreiben. Leider ist die finanzielle Bildung in Deutschland eher schlecht, so dass die meisten Bürger falsch sparen und somit um ihr Geld gebracht werden. Die Kosten werden bei vielen Produkten intransparent dargestellt oder verschleiert. Die Aktuare der Versicherungsgesellschaften, sprich die hochqualifizierten Mathematiker, können zusammen mit den rechtlichen Abteilungen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sehr verschachteln. Nicht mal von Profis können diese dann sofort durchschaut werden. In den oftmals 50-100 Seiten kleingedruckten AGBs in Schriftgröße 6 finden sich Paragraphen und Wortfloskeln in hieroglyphischer Schrift extremen Ausmaßes wieder. Die hochbezahlten Anwälte und Mathematiker sind speziell darin ausgebildet, diese Verträge so obskur und intransparent zu gestalten wie möglich.

Der Köder bei Finanzgeschäfte (n) – Retrozession als eine Art Obolus

In der Finanzbranche beispielsweise gibt es den so genannten Begriff der Retrozession. Diese fällt an, wenn beispielsweise ein Fonds in ein Kundendepot gekauft wird. Die Bank bekommt dann entsprechend der festgelegten unterschiedlich prozentualen Höhe eine Bestandsprovision von der Fondsgesellschaft gezahlt. Sie ist als eine Art Obolus zu sehen. Diese bewegt sich durchschnittlich zwischen 0,1%-0,8% vom angelegten Betrag. Es kommt also häufig ein beachtliches Sümmchen zusammen, welches an die Vertriebsgesellschaft (Bank, Versicherung etc.) gezahlt wird. Diese Kosten werden meistens nicht offen dem Kunden gegenüber kommuniziert. Angenommen, eine Bank kauft ihren Kunden insgesamt für 5 Millionen € einen Fonds ins Depot und die Retrozession liegt bei 0,5%. Dann bekommt die Bank 25.000€ jedes Jahr an Provisionen von der Fondsgesellschaft.

Der Köder bei Finanzgeschäfte (n) – Fazit

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Weitere Kosten entfallen bei den Fonds auf Verwaltung und Vertrieb. Diese Gesamtkostenquote erstreckt sich oftmals zwischen 1,5%-2,5%. On top gibt es neuerdings viele Fonds mit einer Performance Fee in nicht unerheblicher Höhe. Diese liegt bei vielen zwischen 5-10%. Teilweise habe ich auch schon Fonds mit 20% erfolgsabhängiger Vergütung gesehen. Diese greift, sobald man eine bestimmte Schwelle erreicht hat und wird dann als Obolus an den Fondsmanager für seine gute Arbeit ausgeschüttet.

Erfolgreich Aktien kaufen mit mentaler Stärke

Erfolgreich Aktien kaufen, nur wie?

Ich hatte am Wochenende die Ehre, eine Koryphäe unter den Mentaltrainern kennenzulernen. Unter anderem hat er mir eine vierteilige Audio CD Sammlung von sich geschenkt. Ich bedankte mich höflich und überreichte ihm im Gegenzug mein Buch. Nun habe ich sofort alle 4 CDs angehört, insgesamt so gute zwei bis zweieinhalb Stunden. Die erste CD handelt von der Selbstverantwortung. Dies möchte ich nachfolgend in Bezug auf den Aktienmarkt reflektieren: Man sollte eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung bei einer Order vorher gut abwägen und sämtliche Informationen in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Dabei sollte man immer auf fundamentale Daten setzen. Das bedeutet, Zahlen analysieren. Die Geschäftsberichte der Firmen sind frei zugänglich und unter der Firmenhomepage der Investor Relations-Seite zu finden. Zusätzlich sollte man die Aktienbewertung sprich die Kennzahlen im Vergleich zu Mitbewerbern derselben Branche analysieren und vergleichen. Das ist der so genannte Peer Group Vergleich. Von Trading- oder sonstigen Chartanalysen halte ich nicht besonders viel und kenne mich auch darin nicht aus.
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Erfolgreich Aktien kaufen mit mentaler Stärke – Thema Selbstbewusstsein

Die zweite CD handelt vom Selbstbewusstsein. Nach gründlicher Analyse muss man nun die Verantwortung tragen und konsequent seine Strategie fahren, welche Aktien oder ETFs man sich in das Portfolio einkauft. Es muss vorher klar definiert sein, wie hoch das Gesamtvolumen sein soll und in wie viele Aktien mit welchem Prozentsatz des Gesamtvolumens man investiert. Auch die Branchen und Länderallokation muss in der Gesamtstrategie berücksichtigt werden. Bei einem größeren Vermögen sollte man die Aktien oder ETFs in mehreren Tranchen kaufen und peu a peu in den Markt einsteigen, bis über zwei, drei oder 4 Monate das Portfolio komplett umgesetzt ist.

Erfolgreich Aktien kaufen mit mentaler Stärke – Selbstbeherrschung

Die dritte CD handelt vom Thema Selbstbeherrschung: Wichtig ist, sobald das Portfolio steht, bei fallenden Märkten nicht an der Strategie zu zweifeln. Wenn es schlecht läuft und das Depot im Minus steht, neigt man dazu, angebliche Fehler ausfindig zu machen und gegebenenfalls falsche Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle sollte man Ruhe bewahren und das Gesamtfeld im Blick haben. Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen die Märkte nicht gut laufen, es einen Bärenmarkt gibt oder das Umfeld des Unternehmens einfach schlecht ist. Das ist der Zeitpunkt, an dem viele Anleger zu emotionalen Aktionen verleitet werden, die einen teuer zu stehen kommen können.

Überhastete Entscheidungen sind hier eindeutig fehl am Platz. Die oberste Prämisse lautet: Sitzfleisch haben und sich nicht verrückt machen lassen. Dies fällt jedoch vielen schwer, weil es im Inneren kribbelt, man glaubt, an der „schlechten Situation“ etwas ändern zu müssen. Viele neigen dazu, das gesamte Portfolio dann zu verkaufen. Aber sie machen sich keinerlei Gedanken, in was sie Alternativ das Geld investieren sollen. Bestes Beispiel ist der 24.08.2015..Der DAX rauschte kurzzeitig innerhalb von wenigen Stunden um bis zu 800 Punkte auf unter 9400 Punkte oder Anfang Februar 2016 auf unter 9000 Punkte. Viele sind an diesen Punkten leider ausgestiegen. Wieso?
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Weil ein kurzer heftiger Ausverkauf stattfand, dem in der Regel ein fast genauso heftiger Kursanstieg nach oben folgte. Dies ist oft symptomatisch für solche Aktien bzw. Kursverläufe. Wer an den 10 stärksten Handelstagen im Jahr beim DAX 2014 und 2015 nicht dabei war oder investierte, landete im Minus. Das Schlimme ist, dass durch die Medien mit ihren schlechten Nachrichten suggeriert wird, man müsse aktiv werden. So werden Millionen Transaktionen getätigt und die Bank verdient ordentlich dabei.

Erfolgreich Aktien kaufen mit mentaler Stärke – Selbstreflexion

Die vierte CD hat das Thema Selbstreflexion: es geht darum, Fehler bei sich frühzeitig zu erkennen und sich bewusst zu sein, dass es eine falsche Entscheidung wäre, der Herde zu Folgen und der Massenhysterie zu verfallen. Mit der Herde zu schwimmen, ist nie die richtige Entscheidung. Deswegen sind die meisten Personen, die den Schritt an die Börse wagen, nicht erfolgreich. Sie haben Ihre mentale Schwäche nicht im Griff und neigen bei ungemütlichen Zeiten zu unkontrollierten Aktionen, die eine Menge Geld kosten. Es gilt, sich darauf einzustellen, oder es Profis zu überlassen, die rational abwägen können.

Privatanleger: Eine Hauptursache der Missgeschicke von Börsenneulingen und “Das Schicksal der meisten Privatanleger” ist die falsche Gewichtung von aktuellen Informationen über ein Unternehmen. Die Meinung der Analysten wird oft als alleiniger Maßstab genommen. Das ist das schlimme an der Sache. Man sollte aber zwischen zweierlei Dingen unterscheiden, die Erwartungen des Marktes und die objektive Sicht der Dinge. Hierzu zwei Beispiele:

Das Schicksal der meisten Privatanleger

    • Eine Aktie steigert ihren Gewinn um 20% gegenüber dem Vorquartal. Die Analysten gingen aber von einer Gewinnsteigerung von 30% zum Vorquartal aus. Was passiert? Die Aktie fällt, lediglich aufgrund der nicht erfüllten allgemeinen Erwartungshaltung, obwohl ein Plus von 20% ein überaus gutes Ergebnis ist. Sowas aber auch.
    • Eine Aktie befindet sich in einer schwierigen Phase und hat einen Verlust von 40% gegenüber dem Vorjahr eingefahren. Die Analysten hatten aber einen noch höheren Verlust von 70% erwartet, sodass die Aktie, trotz dieser augenscheinlich schlechten Nachricht, deutlich im Wert steigt. Aha, so ist das.

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Wie Sie an diesen Beispielen erkennen können, ist für viele Anleger die Erwartungshaltung der Analysten zu einer Aktie auf Quartalssicht entscheidend. Das ist falsch, denn die Meldungen der Analysten sind nur eine Meinung unter anderen. Und meistens nur sehr kurzfristig gedacht. Keine Langfristigkeit.

In der Praxis – Das Schicksal der meisten Privatanleger

Werden die Erwartungen nicht oder nicht ausreichend erfüllt, wird die Aktie sofort abgestraft. Werden die Erwartungen übertroffen, gibt es häufig ein Kursfeuerwerk. Dabei hat es keinerlei Relevanz, ob die Aktie die negativen oder positiven Erwartungen übertrifft. Sie wird in beiden Fällen steigen. Ergo, wenn die Aktie die negative oder positive Erwartungshaltung nicht erfüllt, wird diese an dem Tag der Veröffentlichung im Aktienkurs fallen.

Börsenanfänger suchen sich einen Anker, um die Information über ihre Aktien zu messen. Da die Banken und Analysehäuser vorab vor Unternehmensmeldungen immer Prognosen und Analysen abgeben, liegt es nahe, sich an diesen zu orientieren. Das ist für viele Börsenexperten nicht begreiflich. Viele dieser Prognosen sind sehr kurzatmig, auf lange Frist gesehen, spielen sie keine Rolle.  Wirklich brauchbare Bewertungen orientieren sich an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und der fundamentalen Ausgangssituation des jeweiligen Unternehmens. Und diese Bewertungen sollte man beachten.

Der Dax hat sie alle geschlagen, zumindest in der „Draghi-Woche“ Hermann Kutzer im Gespräch zum DAX. 7 Prozent Anstieg in ein paar Tagen hatten wir schon lange nicht mehr. Das bedeutet zugleich, mal ganz rund gerechnet, 10 Prozent über Vorjahresschluss (10.800 vs. 9.800 Punkte). Hey, wenn jetzt 2015 zu Ende wäre, dürften wir uns nicht beschweren – wo sonst gibt’s solche Performance?! Außerdem war vielen „Experten“ der Glaube an eine Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends nach dem vorangegangenen Beinahe-Crash verloren gegangen. Merke: Nach dem Crash ist vor der Hausse! Ein Sprichwort.

Hermann Kutzer im Gespräch zum DAX

Sorry, Ihr Journalisten und Analysten, die Ihr immer noch so tut, als wäre die Börse wie im analogen Zeitalter – manchmal wirkt es einfach lächerlich, wie die Tagestendenzen begründet werden (wobei ich zwischen Anlass und Grund unterscheide). Mal infizieren die wenigen internationalen Agenturen die ganz Welt mit dem Thema Berichtssaison, tags darauf ist es China (immer gut für Tendenzbegründungen, auch bei den Rohstoffen), dann natürlich die Geldpolitik oder der Euro/Dollar-Wechselkurs und konjunkturelle Frühindikatoren. Ohne das an dieser Stelle zu vertiefen – in der digitalen Welt mit großenteils softwarebasiertem Handel (Algo-Trading) lassen sich Marktbewegungen nicht wie vor drei, vier Jahrzehnten erklären. Aha, so ist das.

Sondern?

Die ausgeprägte Kurzfristigkeit, die längst auch von den großen Banken und Asset Managern – also von den marktbestimmenden Kräften – praktiziert wird, fördert den Herdentrieb, was Kursbewegungen fast automatisch verstärkt. Im aktuellen Fall hatte sich Hoffnung aufgebaut, nach der Yellen-Enttäuschung könnte Mario Draghi in Fortsetzung seiner bisherigen Guidance (wenn man das so nennen will) etwas Positives durchblicken lassen. Genau das hat er getan. Für mich war es alles andere als spektakulär neu oder gar überraschend, war die Reaktion euphorisch übertrieben. Aber einmal mehr der Beweis, dass die Geldpolitik als Hauptantriebskraft der Börse in Takt bleibt. Die realwirtschaftlichen Gründe und Folgen  der umstrittenen Finanzrepression treten dann erst einmal in den Hintergrund. Spannende Frage: Wie lange gilt dies eigentlich noch? Haha.

Für die Anleger wichtiger: Kommt nach dem miesen dritten Quartal jetzt eine Jahresendrally, beginnend mit einem goldenen Oktober? Viele Akteure hatten das schon Tage vor dem Draghi-Kick im Kopf. Die Charts wecken ebenfalls Hoffnung, rückt doch das Erreichen bzw. Durchkreuzen der 200-Tage-Linie wieder ganz nahe. Die Herde beginnt unruhig zu werden, weil niemand unter den Mega-Geldverwaltern den Trend verpassen will. Das ist der Punkt! Wenn’s los geht, sind alle ganz schnell alle dabei.

Hermann Kutzer im Gespräch zum DAX – Wer treibt an?

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Es sind ausländische Investoren, meist aus dem angelsächsisches Sprachraum. Die hatten sich wochenlang spürbar zurückgezogen. Man möge nie vergessen, dass gerade Dax & Co. ganz stark von den internationalen Kapitalströmen bewegt werden. Nicht von ungefähr schätzen die Ausländer deutsche Aktiengesellschaften (einschließlich des Mittelstands) mehr als die Bundesbürger selbst, sind die Dax-Gesellschaften mehrheitlich in internationalem Besitz. In den vergangenen Tagen ist nach meinen Informationen besonders viel Geld aus Asien auf unserem Aktienmarkt investiert worden. Und ich halte es für wenig wahrscheinlich, dass sich die Herde in absehbarer Zeit in die andere Richtung dreht – vorausgesetzt, dass dramatische Negativentwicklungen ausbleiben. Die nächste große Zahl 11.000 ist jetzt keine hohe Hürde mehr. Und neue historische Höchststände sollten wir dann 2016 erklimmen. Und 2017 weiter steigen.

Hermann Kutzer im Gespräch zum DAX: Zur Person

Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachte in Deutschland: Seit mittlerweile 46 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, u.a. als Leiter der „Finanzzeitung“ im Handelsblatt und zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Ahso! Oder wie!

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen (z .B .den kostenlosen Newsletter „Kutzers Bauchgefühl“, www.boerse.de, TM-Börsenverlag, Videokommentar „Kutzers Corner“ auf OnVista), TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Zudem ist er häufiger Gastkommentator in diversen Fernsehsendungen. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag  „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zur Anlegermesse Invest 2013 wurde das Buch „Rettet die Aktie“ der deutschen „Börsendinos“ vorgestellt. Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur.

Vielen Dank für das Interview Herr Kutzer. Weiterhin viel Erfolg und danke.

Auf gute Investments.

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Beste Grüße

Florian

Die derzeitigen heftigen Börsenschwankungen, insbesondere beim DAX, sind nichts Außergewöhnliches. Derzeit ist das vorherrschende Thema nicht mehr China, wie vor 3 Wochen, sondern der Manipulationsskandal um VW. Darunter gelitten haben nicht nur die VW Aktie, welche innerhalb von 2 Tagen knapp 30% an Wert verlor. Sondern auch Automobilkonzerne wie BMW, Daimler und Audi, die im Sog ebenfalls mit  10% Verlust aus dem Handel gingen.

Börsenschwankungen – Differenzierung

Man muss differenziert Analyse betreiben. Auf Einzelwertbasis ist ein Kursverlust von 30% innerhalb so kurzer Zeit sehr außergewöhnlich und nur durch einen externen Effekt wie zum Beispiel einen Skandal auslösbar. Auf Gesamtebene des DAX bezogen, welcher am gestrigen Dienstag auch knapp 4% an Wert verlor, ist dies ein signifikanter Einbruch. Rechnet man die Kursverluste der Automobilbranche (VW, Daimler und BMW) aus dem DAX raus, stünde ein Minus von lediglich 2%  zu Buche. Also eine “normale” Schwankungsbreite oder ein Tagesverlust, der häufiger in einem Jahr vorkommt.

Börsenschwankungen – Bestandsaufnahme

Die ganzen Unruheherde wie die China-Krise oder der VW-Skandal haben den DAX in den letzten 5 Monaten um fast 20% einbrechen lassen. In der Betrachtung Year to date (seit Jahresanfang) liegen wir lediglich rund 5% im Minus. Im Einjahreszeitraum liegen wir gut 0 auf 0, nehmen wir den Zeitraum von 2 Jahren, liegen wir immer noch 15% im Plus und im Fünfjahreszeitraum rund 50% im Plus. Hier ein Chart zum langfristigen DAX-Verlauf der letzten 5 Jahre, wo man deutlich erkennen kann, dass sich kurzfristige Faktoren in einem langfristigen Abbild eher nicht auswirken.

Gelassenheit zahlt sich aus

Eine Betrachtungsweise über einen längeren Zeitraum zeigt die erheblich positivere Performance von Aktien gegenüber anderen Anlageformen und stellt die Vorteile dieser Anlageklasse deutlich heraus. Mit monatlichen Sparplänen in ETFs profitiert man zusätzlich von dem Cost Average Effekt. Dieser wirkt sich langfristig auch positiv auf die Anlage in Aktien aus. Die oberste Prämisse für den Anleger: Die natürlichen Schwankungen an der Börse als Chance sehen und nicht als Risiko. Je früher man mit der Aktienanlage anfängt, umso besser wird das Ergebnis sein aufgrund des längeren Anlagezeitraums. Eine langfristige Rendite von 7-10% ist durchaus erzielbar über einen Horizont von mehreren Dekaden.

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Ein viel zu oft unterschätzter Effekt ist der Zinseszins, welcher sich erst nach Jahren so richtig entfaltet. Das achte Weltwunder ist der Zinseszins. Hier ein Beispiel anhand eines monatlichen Sparplans von 100€, der sich über die Jahre hin mit durchschnittlich 7% Rendite entwickelt. Die 7% Rendite ist eine vertretbare Größe, welche auf realen Werten aus der Vergangenheit beruht und sich langfristig an der Börse erwirtschaften lässt.

  • Nach 10 Jahren kommen Sie auf 17.200€. Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 17.000€
  • Nach 20 Jahren: 51.000€. Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 45.000€
  • Nach 30 Jahren: 117.000€ . Abzüglich  Steuern und Kosten bleiben rund 95.000€
  • Nach 40 Jahren: 248.000€. Abzüglich  Steuern und Kosten bleiben rund 175.000€
  • Nach 50 Jahren: 506.000€ . Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 308.000€

Wie man erkennen kann, hat man mit einem Sparplan von lediglich 100€ im Monat nach 50 Jahren ein passables Vermögen angespart, aber man darf sich nur nicht vom Aktionismus verleiten lassen.

Zinseszins? Seien Sie faul!

Zuviel Aktionismus verursacht Kosten und bringt auf Dauer nichts. Leichter gesagt als getan bei der täglichen Beeinflussung durch sämtliche Reize der Außenwelt. Verfolgen Sie eine einfache Strategie mit geringen Kosten und langem Atem, behalten Sie die Ausdauer und eine langweilige Strategie, denn sie ist oft die erfolgreichste. Siehe folgenden Artikel: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/nachdenkenswert-warum-99-prozent-aller-boersengeschaefte-eigentlich-sinnlos-sind_H2029856210_195583/

Der womöglich reichste Kunde bei der Bank ist häufig der ertragsärmste Kunde für die Bank. Sprich, im Optimalfall kaufen Sie immer nur und verkaufen nie Ihre Aktienanteile, aber durch Transaktionen entstehen immer Kosten, woran die Bank verdient. Ihr Bankberater kommt deshalb immer wieder mit neuen “sensationellen” und “Neuerungen” in seiner Produktpalette. Geködert werden die meisten Privatanleger mit Phrasen, wie  beispielsweise “Steuern sparen”.

Fazit – Zinseszins

Der langweiligste, aber effizienteste Weg, um erfolgreich zu agieren, ist es, stur monatlich in ETF-Sparpläne zu investieren. Ein großer Vorteil dabei ist, sich nicht von der täglichen Hektik an der Börse ablenken lassen zu müssen, und man hat mehr Zeit und weniger Stress als bei der Selektion von Einzeltiteln. Der Zinseszins spielt auf Dauer zu Ihren Gunsten und lässt Sie sorgenfrei in die Zukunft blicken.

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Die Psychologie als entscheidende Komponente an der Börse

Der emotionale und psychologische Faktor sprich die Psychologie an der Börse spielt bei der Aktienanlage eine enorme Bedeutung. Tagtäglich werden von medialer Seite Horrorszenarien in die Welt transportiert. Die Verhaltenspsychologie spielt hierbei eine wichtige Rolle. Speziell in Deutschland ist die Sensationsgier der Medien enorm hoch, aus dem einzigen Grund, ihre Auflage zu erhöhen. Davon lassen sich die Privatanleger je nach Intensität der Meldung auch leiten, sodass Privatanleger aufgrund dessen oft ihre Anlageentscheidungen treffen.

Wieso?

Der größte Feind ist man sich selbst. Sobald eine Aktie, ein Fonds oder ETF mehr als 10 oder 20% im Kurs sinken, zweifelt man an seiner Entscheidung und ist zutiefst enttäuscht. Viele Anleger, denen es bei großen Beträgen an die Psyche geht oder es den Schlaf raubt, können es dann nicht mehr aushalten und verkaufen, um den Ballast loszuwerden.

Thema: Risiko: Dies ist oftmals ein fataler Fehler, da der langfristige Horizont außer Acht gelassen wird. Kurzfristige Schwankungen gehören nun mal zur Börse dazu. Wenn man die Standhaftigkeit bewahrt und solche Situationen durchsteht, wird man später dafür fürstlich entlohnt. Die Psychologie spielt an der Börse also eine enorme Rolle. Wie auch in anderen Bereichen.

Diversifikation statt Klumpenrisiko an der Börse

Eine Einzeltitelauswahl bei Aktien ist auch ein enormes Risiko, weil man sich sehr gut mit dem entsprechend selektierten Unternehmen auseinandergesetzt haben sollte. Eine breitere Diversifizierung und Strukturierung auf globaler Basis ist hier für die meisten Privatanleger ratsamer, als auf Einzeltitel zu setzen. Hier bieten sich ETFs als eine kostengünstige Variante an. Diese haben im Unterschied zu Fonds deutlich geringere Kosten und sind flexibel handhabbar. Man kann diese wie ein Dauerauftrag bei der Miete einrichten lassen, um somit fürs Alter vorzusorgen. Auch hier ist spielt die Psychologie eine große Rolle. Na sowas aber auch.

Die Psychologie: Der Feind der Deutschen sind die Schwankungen an der Börse

Die natürlichen Schwankungen an der Börse, im Fachjargon auch Volatilität genannt, sind den Deutschen ein Dorn im Auge.

Aber warum?

Wir sind ein Land, das das Thema “Sicherheit” indoktriniert bekommen hat. Dabei ist die oft vorgegaukelte Sicherheit in Wahrheit das Risiko. Lebensversicherungen, Riester oder Rentenversicherungen sind auf lange Frist gesehen viel gefährlicher als ein breit aufgestelltes Aktiendepot. Denn hierbei begibt man sich direkt in die Abhängigkeit von Versicherern, denen man im Zweifelsfall immer hilflos ausgesetzt ist. Die suggerierte Sicherheit der oben erwähnten Versicherungen sind in Wahrheit komplex verschachtelte und intransparente Produkte mit immensen Kosten und ohne jegliche Flexibilität.

Kostengünstige ETF Sparpläne kann man beispielsweise hier abschließen:

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Florian

Vermögensberatung erklärt

Es gibt viele Anbieter von Vermögensberatung, darunter ein paar Big Player, die fast ausschließlich Bankprodukte verkaufen und an den Mann oder die Frau bringen wollen. Die Mitarbeiter von Vermögensberatungen (Vermögensberater) werden fast ausschließlich von den Provisionen der Produkte bezahlt, die sie verkaufen. Das Fixum des Gehalts der Mitarbeiter ist meistens sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. Sie bekommen Zielvorgaben von ihren Chefs, wieviel Umsatz oder welches Produkt besonders ertragreich für die Unternehmung ist und werden nur anhand verkaufter Verträge gemessen und entlohnt. Sie sind weitestgehend betrachtet unterwegs im Auftrag der vermeintlichen „Samariter“ der großen Bank- und Versicherungskonzerne. Immer unter dem Deckmantel, wir sichern Sie für Ihr Alter ab, oder wir wissen, wo man die höchsten Renditen erwirtschaftet. Der Name „Vermögensberatung“ deklariert ja an für sich die Prämisse, Sie bzw. Ihr Vermögen zu planen und Sie dazu zu beraten.

Vermögensberatung und eine kostengünstige Beratung?

Eine objektive, sachliche und zudem kostengünstige Beratung ist fast vollkommen ausgeschlossen. Da es erstens meistens keine günstigen Produkte in dem Produktportfolio einer Vermögensberatung gibt. Zweitens würde kein Mitarbeiter mehr großartig daran verdienen, wenn das Produkt günstig ist. Die Bank muss Geld verdienen, die Vermögensberatung muss Geld verdienen und deren jeweilige Mitarbeiter. Dies kostet natürlich immens viel Geld, was sich im Kleingedruckten der jeweilig vertriebenen Produkte widerfindet.

Quintessenz

Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn diese Produkte, die die jeweilige Vermögensberatung versucht an den Kunden oder Interessenten zu bringen, oftmals Kosten im hohen einstelligen Prozentbereich der angelegten Summe aufweist. Natürlich kann es auch vorkommen, dass 10% und mehr an Kosten entstehen, was Ihnen natürlich kein Vertriebsmitarbeiter der jeweiligen Vermögensberatung klar und transparent kommunizieren wird im Gespräch, sobald er ein Produkt für Sie anpreist.

Sie werden konfrontiert mit sehr ansprechenden und extrem marketingtechnisch ausgefallenen Namen der Produktpalette. Es fallen immer wieder Namen der Produkte wie: Premium, Extra, Select, Spezial, Top oder Garantie.

Dies soll die Exklusivität des entsprechenden Produkts widerspiegeln und Sie im Glauben lassen, etwas Besonderes zu besitzen, was nicht jeder hat. Das ist leider nur der Mantel oder die Fassade, hinter der sich ein ausgeklügeltes Konzept mit einem enormen Kostenapparat versteckt.

Fazit

Um sich von der Fassade zu lösen, muss man sich nur mal vollumfänglich zu Gemüte führen, welche Kosten hinter einem Geldanlageinstitut vereinnahmt werden. Diese Kosten sind so horrend, dass diese zwangsläufig der Kunde bezahlen muss. Werbung, Marketing, Vertrieb, teure Dienstautos, Kundenevents in Luxushotels, Veranstaltungen, Seminare, Stromkosten für die Marmorprachtbauten in den Großstädten. Summa summarum ein immenser Kostenberg.

Und wo steht das?

Dies wird aber in unüberschaubaren AGBs der Produkte nicht angesprochen. Der Kunde tappt in die Falle sobald er den Vertrag abschließt. Dann ist es meistens jedoch zu spät. Drum prüfe wer sich ewig bindet. Auch in finanziellen Fragen sollte man immer genaue Prüfungen vornehmen. Am Ende kostet eine Stunde unsorgfältiges recherchieren womöglich tausende von Euros. Dies ist den meisten Privatanlegern allerdings nicht bewusst.

Lieber sein Geld selbst in die Hand nehmen. Wie das geht, erkläre ich dir in meinem Buch “Finanzen selbst in die Hand nehmen

Hier findest du eine kostengünstige Onlinebank zur Depoteröffnung.

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Auf gute Investments

Ihr Florian

Die Psychologie und das Geld spielen eine eminent wichtige Rolle im Leben!

Bei Geldanlagen, ich kann es immer wieder nur betonen, werden die meisten Fehlentscheidungen getroffen. Die Psychologie und das Geld sind immer untrennbar miteinander verbunden. Im Endeffekt steht man sich immer selbst im Wege, da die meisten Entscheidungen nicht nüchtern und rational getroffen werden, sondern unter Einfluss von Emotionen und der Psyche. Sie können sich das am besten so vorstellen: Sie haben auf der linken Schulter einen Engel sitzen und auf der rechten Schulter ein Teufel. Der Teufel kommt jeden Tag mit Schreckensmeldungen zu Ihnen und beeinflusst somit Ihr inneres Gemüt. Er kommt jeden Tag und sagt Ihnen, die Welt ist so schrecklich, verkaufe alles. Der Teufel steht im Konflikt mit dem Engel, der an die Rationalität und den gesunden Menschenverstand appelliert. Er sagt: “Es ist alles halb so schlimm wie es der Teufel an die Wand malt.” Somit stehen sich Engel und Teufel jeden Tag immer im Duell gegenüber.

Die innere Psyche des Geldes

Leider wird der Teufel noch durch unsere Umgebung unterstützt und verstärkt. In dem Sinne, dass unsere Freunde, Bekannten und Verwandten ebenfalls das Weltuntergangsszenario an die Wand malen. Mit folgenden Aussagen wird man häufig konfrontiert als Aktienbesitzer:

  • Wie kann man nur in Aktien spekulieren, man hat im Jahr 2000 beim Crash der Dotcom-Blase gesehen, wo das hinführt
  • Die Finanzkrise hat uns ja gezeigt, dass die Börse nur ein Kasino ist
  • Die Banken verdienen immer, ich schließe lieber eine Lebensversicherung ab

Infolgedessen hat es der Engel schwer, sich gegen die, ich nenne es mal “allgemeine Markthaltung”, zu stemmen. Der Engel ist sozusagen der Schutz vor uns selbst, voreilige Schlüsse zu ziehen und Entscheidungen unter Annahmen zu treffen, die letztendlich keinen Einfluss auf die Entscheidung haben sollten. Ein inneres Spiel, welches von Emotionen und Gefühlen abhängig ist. Die Psychologie und das Geld als Metamorphose.

Selbstbeherrschung – eine Tugend

Leider wird in Deutschland immer alles schlecht geredet. Und am Schluss kommt es häufig dazu, dass der Teufel durch den permanenten Druck, der von ihm ausgeht, Sie als Privatanleger in Ihrer Psyche manipuliert. Man ist dem Druck nicht gewachsen und traut sich nicht an die böse Börse und deren Aktien heran. Es fehlt einem das Selbstbewusstsein, sich damit überhaupt mal auseinanderzusetzen. Unser natürlicher Instinkt wird von außen so verfälscht, dass wir von Anfang an geprägt werden, die Finger von den Kapitalmärkten zu lassen. – Es gibt ja sowieso nur verbrecherische Akteure an der Börse, die Ihnen den Kopf verdrehen. Das stimmt natürlich teilweise, deswegen möchte ich Sie mit meinem neuen Buch dazu bewegen, sich selbst besser kennen zu lernen und Ihre Emotionen kontrollierbar zu machen.

Die meisten können oder wollen jedoch anscheinend nicht Ihr inneres Gemüt kontrollieren. Selbstbeherrschung sollte eine Tugend sein. Disziplin, Ausdauer und Durchhaltevermögen ebenso. Hier ein gutes Beispiel dafür! Nur dadurch lässt sich erklären, wieso die Aktienquote hier in Deutschland so gering ausfällt. Wieso über 50% der deutschen Unternehmen von ausländischen Aktionären bevorzugt werden, fragt sich jedoch keiner. Tendenz steigend!

Was machen die Anderen?

Haben die ausländischen Investoren das Potenzial unserer starken deutschen Wirtschaft erkannt? Wollen sie auch daran partizipieren? Die Antwort lautet schlicht und einfach: JA

Diese haben erkannt wie lukrativ, innovativ und wettbewerbsfähig die deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich agieren. Sie partizipieren an den enormen Dividendenausschüttungen der deutschen Konzerne. Zusätzlich profitieren diese Anleger aus dem Ausland vom Fleiß der deutschen Arbeitnehmer. Diese wirkt sich indirekt auf die Arbeitskraft und im weiteren Sinne auf den Erfolg des Unternehmens aus.

Hier Konto eröffnen und viel Erfolg:

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