Das Schicksal der Privatanleger

Privatanleger: Eine Hauptursache der Missgeschicke von Börsenneulingen und “Das Schicksal der meisten Privatanleger” ist die falsche Gewichtung von aktuellen Informationen über ein Unternehmen. Die Meinung der Analysten wird oft als alleiniger Maßstab genommen. Das ist das schlimme an der Sache. Man sollte aber zwischen zweierlei Dingen unterscheiden, die Erwartungen des Marktes und die objektive Sicht der Dinge. Hierzu zwei Beispiele:

Das Schicksal der meisten Privatanleger

    • Eine Aktie steigert ihren Gewinn um 20% gegenüber dem Vorquartal. Die Analysten gingen aber von einer Gewinnsteigerung von 30% zum Vorquartal aus. Was passiert? Die Aktie fällt, lediglich aufgrund der nicht erfüllten allgemeinen Erwartungshaltung, obwohl ein Plus von 20% ein überaus gutes Ergebnis ist. Sowas aber auch.
    • Eine Aktie befindet sich in einer schwierigen Phase und hat einen Verlust von 40% gegenüber dem Vorjahr eingefahren. Die Analysten hatten aber einen noch höheren Verlust von 70% erwartet, sodass die Aktie, trotz dieser augenscheinlich schlechten Nachricht, deutlich im Wert steigt. Aha, so ist das.

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Wie Sie an diesen Beispielen erkennen können, ist für viele Anleger die Erwartungshaltung der Analysten zu einer Aktie auf Quartalssicht entscheidend. Das ist falsch, denn die Meldungen der Analysten sind nur eine Meinung unter anderen. Und meistens nur sehr kurzfristig gedacht. Keine Langfristigkeit.

In der Praxis – Das Schicksal der meisten Privatanleger

Werden die Erwartungen nicht oder nicht ausreichend erfüllt, wird die Aktie sofort abgestraft. Werden die Erwartungen übertroffen, gibt es häufig ein Kursfeuerwerk. Dabei hat es keinerlei Relevanz, ob die Aktie die negativen oder positiven Erwartungen übertrifft. Sie wird in beiden Fällen steigen. Ergo, wenn die Aktie die negative oder positive Erwartungshaltung nicht erfüllt, wird diese an dem Tag der Veröffentlichung im Aktienkurs fallen.

Börsenanfänger suchen sich einen Anker, um die Information über ihre Aktien zu messen. Da die Banken und Analysehäuser vorab vor Unternehmensmeldungen immer Prognosen und Analysen abgeben, liegt es nahe, sich an diesen zu orientieren. Das ist für viele Börsenexperten nicht begreiflich. Viele dieser Prognosen sind sehr kurzatmig, auf lange Frist gesehen, spielen sie keine Rolle.  Wirklich brauchbare Bewertungen orientieren sich an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und der fundamentalen Ausgangssituation des jeweiligen Unternehmens. Und diese Bewertungen sollte man beachten.

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