Zinseszins

Ein viel zu oft unterschätzter Effekt ist der Zinseszins, welcher sich erst nach Jahren so richtig entfaltet. Das achte Weltwunder ist der Zinseszins. Hier ein Beispiel anhand eines monatlichen Sparplans von 100€, der sich über die Jahre hin mit durchschnittlich 7% Rendite entwickelt. Die 7% Rendite ist eine vertretbare Größe, welche auf realen Werten aus der Vergangenheit beruht und sich langfristig an der Börse erwirtschaften lässt.

  • Nach 10 Jahren kommen Sie auf 17.200€. Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 17.000€
  • Nach 20 Jahren: 51.000€. Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 45.000€
  • Nach 30 Jahren: 117.000€ . Abzüglich  Steuern und Kosten bleiben rund 95.000€
  • Nach 40 Jahren: 248.000€. Abzüglich  Steuern und Kosten bleiben rund 175.000€
  • Nach 50 Jahren: 506.000€ . Abzüglich Steuern und Kosten bleiben rund 308.000€

Wie man erkennen kann, hat man mit einem Sparplan von lediglich 100€ im Monat nach 50 Jahren ein passables Vermögen angespart, aber man darf sich nur nicht vom Aktionismus verleiten lassen.

Zinseszins? Seien Sie faul!

Zuviel Aktionismus verursacht Kosten und bringt auf Dauer nichts. Leichter gesagt als getan bei der täglichen Beeinflussung durch sämtliche Reize der Außenwelt. Verfolgen Sie eine einfache Strategie mit geringen Kosten und langem Atem, behalten Sie die Ausdauer und eine langweilige Strategie, denn sie ist oft die erfolgreichste. Siehe folgenden Artikel: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/nachdenkenswert-warum-99-prozent-aller-boersengeschaefte-eigentlich-sinnlos-sind_H2029856210_195583/

Der womöglich reichste Kunde bei der Bank ist häufig der ertragsärmste Kunde für die Bank. Sprich, im Optimalfall kaufen Sie immer nur und verkaufen nie Ihre Aktienanteile, aber durch Transaktionen entstehen immer Kosten, woran die Bank verdient. Ihr Bankberater kommt deshalb immer wieder mit neuen “sensationellen” und “Neuerungen” in seiner Produktpalette. Geködert werden die meisten Privatanleger mit Phrasen, wie  beispielsweise “Steuern sparen”.

Fazit – Zinseszins

Der langweiligste, aber effizienteste Weg, um erfolgreich zu agieren, ist es, stur monatlich in ETF-Sparpläne zu investieren. Ein großer Vorteil dabei ist, sich nicht von der täglichen Hektik an der Börse ablenken lassen zu müssen, und man hat mehr Zeit und weniger Stress als bei der Selektion von Einzeltiteln. Der Zinseszins spielt auf Dauer zu Ihren Gunsten und lässt Sie sorgenfrei in die Zukunft blicken.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

 

2 Kommentare
  1. Jan
    Jan sagte:

    Hallo Florian,

    sehr richtig, eine alte Börsenweisheit lautet: “Hin und Her macht Taschen leer”. Häufiges hin und her sprigen und das wilde Kaufen und Verkaufen von Titeln ist in vielen Fällen, besonders für Privatanleger, nicht sinnvoll. Der Zinseszinseffekt hat über Jahre hinweg eine beeindruckende Wirkung.
    Dazu kommt in Deutschland, nach Einführung der Abgeltungssteuer der sog. Steuerstundungseffekt. Wer heute eine Aktie mit einem Gewinn von 1.000 Euro verkauft, muss gleichzeitig Steuern auf diese 1.000 Euro zahlen. Würde der Wert weiter gehalten, könnte der Zinseszinseffekt auch weiterhin auf die vollen 1.000 Euro wirken. Erst bei Verkauf in ein paar Jahren fällt dann die Steuer an.
    Aber, nicht falsch verstehen, ich würde meine Entscheidung Halten/Verkaufen nicht von der Steuer abhängig machen sondern vom Unternehmen, es handelt sich nur um einen zusätzlichen Effekt.

    Schöner Blog, VG

    Jan

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    • Florian
      Florian sagte:

      Hallo Jan,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. So sieht es aus die ganze Steuerthematik ist alles nur eine Illusion, damit man zu Aktionismus getrieben wird, was letztendlich der Bank wieder Geld beschert. Buy and hold bei substanziell starken Unternehmen heißt die Devise.

      Antworten

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