Kapitalmarkt: Die Banken sind dabei, eine Gebühr für das Geldabheben einzuführen. Bis zu 2€ kann es pro Abhebung kosten. Unerheblich ist dabei die Summe, die ausgezahlt wird. Bei kleineren Geldbeträgen ist dies durchaus ein beachtlicher Wert oder eine „Strafzahlung“, wie ich es nenne. Die Lage am Kapitalmarkt spitzt sich zu.  Außerdem sind die ersten Onlinebanken dabei, Negativzinsen auf das Verrechnungskonto einzuführen, unabhängig von der Höhe.

Die Lage am Kapitalmarkt spitzt sich zu!

Derweil ist die „offizielle“ Inflationsrate im März leicht zurückgegangen auf 1,6% von 2,2% im Vormonat. Wieso ich die offizielle Inflationsrate in Anführungszeichen setze? Der zugrundeliegende Warenkorb ist nämlich nicht sonderlich repräsentativ im Vergleich zum tatsächlichen Warenkorb eines Otto Normalverbrauchers. Die gefühlte und echte Inflation liegt bei weitem höher und ist deutlich spürbar. Somit geht die Geldentwertung stetig voran und wird auch jetzt auch langsam spürbar bei der Bevölkerung. Im Gegenzug steigen die Aktienmärkte weiter nach oben. Das Desaster mit dem Nervengasangriff in Syrien tangierte die Börse nur kurzzeitig. Neue Alltime Highs erreichten wir beim TecDAX und MDAX Ende letzter Woche.

Wie stehen die weiteren Signale?

Ich war das Wochenende auf der Invest in Stuttgart und konnte mir einige Vorträge anhören. Von DOW Jones bei 25.000 Punkten bis hin zum DAX bei 17.000 Punkten war alles dabei. Tendenziell sind alle weiterhin positiv, was mich ein wenig stört. Nach der Gaußschen Glockenkurve ist diese positive Verteilung und Konzentrierung ein schlechtes Indiz. Eine gesunde Korrektur ist längst überfällig. Einige mir bekannte renommierte Fondsmanager haben Ihre Cashquote weiter erhöht und sind somit vorsichtiger geworden. Ein gesundes Chance/Risiko Verhältnis ist meines Erachtens nicht mehr groß gegeben.

Leider gibt es aus geschichtlicher Sicht kein nennenswertes vergleichbares Ereignis in solch einer Konstellation wie wir sie derzeit vorfinden. Ein weiteres schlechtes Omen sind die „verflixten 7er Jahre“ wie es 2017 wieder mal sein könnte. In Jahren mit der Endzahl 7 verlor der Dow Jones seit der statistischen Auswertung von 1897 um durchschnittlich rund 22%. Nur ein Fluch oder ein Segen, stellt sich hierbei die Frage?

Ich möchte keine Prophezeiungen oder gar die Kristallkugel hervorholen. Es ist jedoch an der Zeit, Gewinne aus Aktien mittlerweile ein wenig zu realisieren und in defensivere Vehikel umzuschichten. Eine durchdachte Absicherungsstrategie scheint in der jetzigen Situation gar nicht schlecht zu sein. Zudem kann man diese als Beimischung in ein ausgewogenes Depot kontinuierlich ausbauen.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Börsentag München: Am Samstag war ich zum ersten Mal auf dem Börsentag in München, eine der größten Privatanlegermessen in Deutschland. Ich traf mich am Morgen mit meinen Bloggerkollegen Alex und Florian, danach ging es gleich weiter mit meinem ersten Interview, bei dem ich mein aktuelles Buch „Arm durch (private) Altersvorsorge“ vorstellte und andere Fragen meines Namensvetters Florian beantwortete. Das Video dazu wird bald auf Youtube erscheinen und ich werde es zusätzlich auf meinem Blog veröffentlichen.

Impressionen vom Börsentag in München

Es herrschte schon früh morgens ein reger Andrang von Besuchern. Es hatte für mich den Anschein, dass es doch einige verunsicherte Privatanleger gibt, welche sich informieren wollten und den Vorträgen der Experten lauschten. Generell waren die Stände der Banken in der Überzahl. Der grundsätzliche Tenor klang durchweg positiv, was die Aktienmärkte betraf. Die Inflation steigt und die Börsenkurse steigen. Das Karussell dreht sich weiter. Die ausufernden Schulden weltweit und das billige Geld sind der Treiber der Aktienmärkte sowie des Booms am Immobilienmarkt. Ein separater ausführlicher Bericht zum Börsentag erfolgt in zwei Wochen als Gastartikel.

Weiter im Programm

Ich konnte mit vielen Privatanlegern reden am Samstag. Die meisten haben ein ungutes Gefühl in dem Sinne, dass sie die Anzeichen erkannt haben, allerdings den zeitlichen Faktor nicht einschätzen können, wann wieder ein Bärenmarkt mit sinkenden Kursen startet. Viele trauen der EU keine prosperierende Zukunft zu. Die Papierwerte werden sukzessiv enteignet, die Schulden werden immenser und die Arbeitslosigkeit stagniert im Süden Europas auf desaströsem Niveau. In US-Amerika startet eine junge, gut ausgebildete Generation der 20-30jährigen mit horrenden Schulden ins Arbeitsleben. Diese summieren sich nach dem Studium auf 50.000$-100.000$. Zeitgleich sind jedoch die Reallöhne nicht gestiegen, sodass die meisten eine herbe Enttäuschung erleben werden. Viele müssen dann lange die Kredite monatlich abstottern, sie müssen erstmal auf die eigene Wohnung verzichten und leben noch im Haushalt ihrer Eltern.

Neue Geschäftszweige entstehen

Die Rückbesinnung auf tatsächliche, reelle Werten hält nach und nach auch in der Finanzwelt Einzug. Speziell der physische Erwerb von Gold und anderen Edelmetallen ist wieder gefragt. Hier war eine rege Nachfrage am Börsentag vorhanden. Viele sehnen sich nach der Transparenz und wollen nicht mehr nur konsumieren. Sie machen sich Gedanken über die Dinge. Eindeutig sieht man das in der Lebensmittelbranche. Hier entstehen in den Regionen einheimische Hofläden, die qualitativ hochwertige Produkte aus eigenem Anbau oder Viehzucht anbieten. Zwar teurer als beim Discounter, aber mit einem Nachweis, was das Produkt beinhaltet oder wo es herkommt. Diese erfreuen sich immer mehr Beliebtheit und stärken zudem die regionale Verbundenheit. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Wirtschaft auch regional profitiert und das Geld in heimischen Gefilden bleibt. Die Angebotspalette steigt kontinuierlich und ein komplett neuer Geschäftszweig ist entstanden.

Dieses Phänomen könnte bald auch in der Finanzwelt um sich greifen. Die Intransparenz ist bei den meisten Produkten immer noch immens und nicht nachvollziehbar. Die Zeiten mit hohen Zinsen sind ad acta gelegt und die Perversion des Finanzsystems nimmt immer groteskere Züge an. Eine Rückführung auf beständige Werte sollte deshalb in jedem Portfolio mit dabei sein. Umschichtungen von Papier- in Sachwerte sowieso. Papierversprechungen stellen lediglich eine Forderung dar. Und Forderungen können im schlimmsten Falle gekürzt oder sogar komplett ausfallen. Eine gute Diversifizierung des Portfolios in verschiedene Anlageklassen wie exzellente Aktien, ein paar substanzhaltige ETFs mit einem global diversifizierten Ansatz als Sparplan und ein gewisser Anteil an Edelmetallen ist die Grundvoraussetzung.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Höchststände: Die amerikanische Notenbank hat die Zinsen diese Woche um 0,25% auf 0,75% erhöht. Als Randnotiz zur heilen Welt in Amerika: Die prosperierende Wirtschaft ist ein Hauptgrund für die Erhöhung der Zinsen. Die Märkte steigen. Der Dow Jones und der DAX erreichen neue Höchststände. Doch dies ist alles eine Farce vor dem Hintergrund, dass es bei den wenigsten Amerikanern im Geldbeutel ersichtlich ist. Wie in meinem letzten Artikel schon erwähnt, sind Auto- und Bildungskredite auf einem Rekordhoch. Die Pumpgesellschaft wächst weiter und der Konsum wird mit billigem Geld vorangetrieben. Die tatsächliche Arbeitslosenquote der Amerikaner liegt bei über 10%, allein über 50 Millionen Amerikaner leben tagtäglich von Essensmarken.

Höchststände beim DAX?

Im Gegensatz zu den amerikanischen Unternehmen, die auf immensen Cashreserven in Höhe von mehreren, teilweise sogar hunderten Milliarden $ sitzen und nicht wissen, wohin mit dem Geld. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. Trotzdem wird eine heile Welt nach außen hin suggeriert. Der Aufschwung in Amerika kommt den reichen Millionären und Milliardären zugute in Form von Zins- und Dividendeneinnahmen. Der Rest versucht, sich jeden Monat mit mehreren Jobs über Wasser zu halten.

Sonderbelastungen in Höhe von ein paar Hundert $ wie beispielsweise eine kaputte Waschmaschine etc. stellen für die meisten Amerikaner eine enorme Herausforderung dar. Nun gut, weiter im Programm. Direkt nach der Zinsentscheidung hat der Euro gegenüber dem Dollar aufgewertet und der Goldpreis ist um mehr als 2% gestiegen. Der DAX konnte seine Wegrichtung gen Norden weiter ausbauen. Wir stehen jetzt aktuell bei 12.100 Punkten und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir die Höchststände von April 2015 erreichen. Kurzzeitige Unruhe könnten die Wahlen Ende April in Frankreich mit sich bringen. Dort ist bei weitem noch nicht geklärt, wer hier gewinnt. Überraschungspotenziale und Schwarze Schwäne lauern genug um den Globus. Die Partystimmung an den Börsen ist bei weitem noch nicht da. Somit ergibt sich auf kurzfristige Sicht weiteres Potenzial für den DAX um neue Höchststände zu erreichen.

Europa steht Amerika in nichts nach!

Das Bild in Europa ist nämlich so verheerend, dass die EZB unter Mario Draghi keine Möglichkeiten hat, die Zinsen zu erhöhen. FED und EZB laufen eigentlich mit einer zeitlichen Verzögerung von ein bis zwei Jahren immer im Einklang. Doch den südeuropäischen Staaten wie Spanien, Portugal, Italien und Griechenland geht es weiterhin hundsmiserabel. Eine stagnierende Wirtschaft und eine unvorstellbar hohe Jugendarbeitslosigkeit lassen viele Köpfe weiterhin hängen. Die klugen Köpfe verlassen in Massen aus Perspektivlosigkeit das Land. Die Lage hat sich seit dem Jahr 2009 leicht verbessert, doch findet das Wachstum auf sehr niedrigem Niveau statt. Im Gegenzug nimmt die Inflation wieder zu und führt dazu, dass wir sukzessive enteignet werden. Die Target 2 Salden werden im Sommer die 1 Billionen € Marke nach oben durchbrechen. Dies sind in meinen Augen Forderungen, die uneinholbar verloren sind. Hier eine detaillierte Erklärung.

Eine weitere Senkung der Negativzinsen auch für Kleinsparer in Richtung -2% bis -4% ist durchaus über mittelfristige Sicht realistisch. Etliche Banken, auch Onlinebanken, bereiten dies gerade vor und einige haben es bereits eingeführt. Derzeit ist es noch nicht so spürbar, weil es in Etappen von sich geht, um die Menschen dahingehend zu sensibilisieren und den Gewöhnungseffekt zu schaffen. Auf Dauer wird diese Spirale jedoch nicht gut gehen. Die deutschen Sparer werden geschröpft und das Geld wird umverteilt.

Das nächste große Pulverfass steht dann mit den bestehenden Lebens- und Rentenversicherungen an. Hier wird es, sollte die Niedrigzinsphase in Europa weiter andauern, eine sich verschärfende Situation entwickeln. Die Diskrepanz zwischen reeller Renditeerzielung heute und den „Garantie“- Versprechungen von 3,5%-4% bei Abschluss dieser Policen in den 90er Jahren, ist sehr groß. Hierzu habe ich ein kostenloses E-Paper mit 50 Seiten entworfen, welches man auf meiner Seite bei Eintragung in den Newsletter kostenlos erhält.

Fazit

In Summe wird uns eingeredet, es gehe uns toll und die Wirtschaft brumme. In der Realität kommt das lediglich den oberen Zehntausend zu Gute. Der Rest wird mehr und mehr fallen gelassen. Es wird sich zwangsläufig so einstellen wie in Amerika. Alles von dort schwappt mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung zu uns. Es drohen mehrere Jobs bei stagnierenden oder sinkenden Reallöhnen. Die nächste industrielle Revolution in Form der „Digitalisierung“ wird diesen Prozess noch beschleunigen. In 5 bis 10 Jahren werden viele einfache Tätigkeiten aufgrund der Automatisierung und Robotisierung nicht mehr gebraucht. Dies betrifft dann einfache Tätigkeiten, die kostengünstiger outgesourct werden können. Ergo rollt damit eine weitere große Arbeitslosenwelle auf uns zu. Positionieren Sie sich jetzt richtig und werten Sie die Informationen gut aus. Eine gezielte Vorausschau im Berufs- und Privatleben kann Gold wert sein.

Gerne kommentieren und Schreiben!

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

In den Finanzmedien wird wenig über die bevorstehende außergewöhnliche Börsenwoche berichtet. Recht obskur vor dem Hintergrund, dass weitreichende politische Entscheidungen anstehen. Der DAX und Dow Jones steigen im Gleichschritt peu a peu weiter nach oben. Allein der Dow Jones hat sich seit 2009 mehr als verdreifacht. Die Droge des billigen Geldes wirkt weiter. Zudem wird die von Trump angekündigte Steuersenkung weiter gefeiert und unterstützt die Aufwärtsbewegung.

Börsenwoche – Weitere Themen !

Die US-Bildungskredite sind mittlerweile auf ein schwindelerregendes Niveau angestiegen. Über 1,3 Billion $ in Summe. Dies ist eine Verdreifachung in den letzten 10 Jahren. Dieser Wert übersteigt sogar die gesamten Kreditkartenschulden der Amerikaner. Über 40 Millionen College- Absolventen starten meist mit horrenden Schulden ins Arbeitsleben. Da die Löhne stagnieren und die Kreditzinsen belasten, sind viele in einer Schuldenfalle angekommen. Wie sollen diejenigen sich überhaupt eine eigene Existenz aufbauen? Die Schuldenlast ist so erdrückend, dass viele sich dagegen sträuben, die Schulden abzubezahlen.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Ein weiterer kritischer Punkt sind die angestiegenen Autokredite. Dieser Wert hat auch einen neuen Rekordstand erreicht und untermauert die Tatsache, dass es um das Privatwohl der Amerikaner nicht gut aussieht. Die Überschuldung nimmt nicht nur im privaten Sektor ungewohnte Höhen an. Nein, am 15.03. steht mal wieder eine Bankrotterklärung der amerikanischen Regierung an. Eine spannende Börsenwoche. Am Mittwoch läuft die vorübergehende Aussetzung der Schuldenobergrenze aus. Das Limit wurde damals nicht angehoben sondern lediglich um 2 Jahre nach hinten verschoben. Diesen Mittwoch läuft diese Frist nun endgültig ab. Eine Staatspleite und eine Bankrotterklärung der amerikanischen Regierung ist somit vorprogrammiert, wenn nichts kurzfristig geschieht.

Börsenwoche steht an!

Zudem stehen am Mittwoch die Wahlen in den Niederlanden an. Hier ist von den Meinungsforschungsinstituten zwar eindeutig keine Mehrheit für die PVV und damit Geert Wilders abzusehen, leider hat dies wenig Aussagekraft. Wie in den USA und Großbritannien gesehen letztes Jahr, kann man sich auf die Umfrageergebnisse wenig stützen. Ein Überraschungspotenzial bezüglich Wilders halte ich für durchaus realistisch. Sollte zudem die Notenbank in Amerika die FED die Zinsschraube nach oben drehen, wäre dies eine Doppelbelastung für die amerikanische Wirtschaft.

Das Sprichwort „Politische Börsen haben kurze Beine“ sollte sich auch hier wiederfinden. Es kann kurzzeitig zu heftigen Schwankungen kommen, sollten nicht erwartete Ereignisse eintreffen. Für noch mehr Spannung sollten aber die Wahlen in Frankreich Ende April sorgen. Abseits von den politischen Themen stehen auch ansonsten unruhige Zeiten bevor. Das Jahr 2017 wird an den Börsen deutlich volatiler, mit Überraschungen nach unten ist durchaus zu rechnen.

Diese Annahme beruht auf dem völlig überbewerteten amerikanischen Aktienmarkt, dessen Indikatoren, speziell das Shiller KGV sowie der Buffett Indikator nahe den langjährigen Höchstständen tendieren. Die Übertreibung der fundamentalen Daten kann sich immer noch ein wenig verzögern. Das Problem ist nur – das Rückschlagpotenzial wird später umso heftiger. Der europäische Aktienmarkt ist tendenziell nicht überteuert und in meinen Augen fair bewertet.

Börsenwoche – Andere Anlageklassen nicht mehr lukrativ und renditeträchtig

Die Inflation hat sich im Februar gegenüber dem Januar weiter erhöht und liegt bei 2,2%. Bei der derzeitigen Chance/Risiko-Verteilung sehe ich derzeit ungefähr ein Verhältnis von 20/60, welches mich sehr beunruhigt. In einer Hausse, der Übertreibungsphase, dem sogenannten Crack-up-Boom, stelle ich mir noch ein Upside Potenzial von 20% der Aktienmärkte vor.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Vielleicht erleben wir sogar wieder einen regelrechten Aktienboom wie im Jahr 2000. Dann kann es noch in der Spitze deutlich nach oben gehen. Nach unten jedoch ist die Schere deutlich größer. Hier gehe ich von einer Upside Range von 60% aus. Wann dieser Fall eintritt, ob nächste Woche, in einem Jahr oder erst 2020, wage ich nicht zu schätzen. Eines ist jedoch sicher: Ein 1:3 Verhältnis ist keine schlechte Wette. Die reale Enteignung nimmt aber immer spürbarer Formen an. Es bleibt immer weniger übrig, und das gesparte Geld wird weiter unrentabel angelegt. Zeit, die Dinge anzupacken.

Treffen Sie jetzt gezielte Vorkehrungen und Maßnahmen.
Ihr

Florian Müller

Strafzölle und Donald Trump wurde diese Woche als Präsident offiziell vereidigt. Eines seiner primären Ziele ist der Protektionismus und damit verbunden die Stärkung der eigenen Wirtschaft. Die angekündigten Strafzölle in Höhe von 35% lassen nichts Gutes erahnen. Das zweitgrößte Werk von VW ist in Mexiko, BMW ist auch wie Daimler gerade dabei, dort große Werke zu eröffnen. Welche Folgen hätten so hohe Strafzölle auf den Export deutscher Automobile in die USA?

Strafzölle – Wie geht es weiter

Sollte dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, würde ein großer Absatzmarkt drastisch an Wert verlieren, was für die einheimischen Automobilkonzerne wohl einen deutlichen Umsatzrückgang nach sich ziehen würde. Etliche tausend Jobs wären direkt und indirekt betroffen und würden auf der Kippe stehen. Denn nicht nur die Automobilkonzerne, auch die Zuliefererindustrie würde dadurch tangiert. Nüchtern betrachtet ist dieses Szenario nicht irrelevant und höchst gefährlich. Der stärkste Wirtschaftszweig Deutschland wäre somit getroffen und die Folgen bis dato nicht überschaubar.

Nüchtern betrachtet muss man die Entwicklung erstmal abwarten und mit gewissen Kalkül bewerten. Wenn die Preise der Automobile sinken, um die Strafzölle nicht an den Endkunden weiterzugeben, würde das die Margen der deutschen Automobilkonzerne erheblich verringern. Was letztendlich kommt, ob ein Strafzoll das letzte Wort ist, bleibt abzuwarten. Trotzdem birgt diese Unberechenbarkeit ein deutliches Gefahrenpotenzial, welches nicht zu unterschätzen ist. Es bleibt definitiv spannend und man sollte die Entwicklung mit Argus Augen weiter beobachten.

Strafzölle – In eigener Sache

Ich habe ein neues Buch geschrieben, das die dramatische Entwicklung der privaten Vorsorge aufzeigt. Das Buch „Finanzen selbst in die Hand nehmen“ kann man mittlerweile schon als ebook bestellen. Die Printversion wird Mitte Februar auf den Markt kommen, für einen fairen Preis. Offizieller Verkaufsstart des ebooks ist der dritte Februar diesen Jahres. Hier zeige ich auf, was alles schief läuft bei Millionen von Bürgern und welche Gefahren die derzeitig offerierten Produkte von Seiten des Staates mit sich bringen. Zudem zeige ich Alternativen auf, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre und wünsche zudem eine erfolgreiche Börsenwoche.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Zinserhöhung: Janet Yellen, die oberste Hüterin der US-Geldpolitik (FED), hat letzte Woche die Leitzinsen um 0,25% erhöht. Weitere Zinserhöhungen sind zumindest in den USA geplant. Der amerikanische $ hat gegenüber dem € aufgewertet und liegt nicht mehr weit von der Parität entfernt. Um den € wieder aufzuwerten, müsste die EZB mit ihrer Zinspolitik zeitverzögert nachkommen. Inwieweit dies geschieht, bleibt reine Spekulation und Mario Draghi, der Währungshüter der EZB, hatte Ende letzter Woche angedeutet, das Anleihezinsprogramm bis Ende 2017 zu verlängern. Es ist lediglich eine Reduzierung des Anleihekaufprogramms von derzeit 80 Mrd.€ auf 60 Mrd. € ab März 2017 vorgesehen.

Kurze Erklärung hierzu: Die europäische Wirtschaft zieht nicht wie gewünscht an. Die Inflation steigt zwar, aber nicht in dem Maße wie von der EZB avisiert (2% Ziel). Darüber hinaus sind bei einer weiteren Flaute der Wirtschaft und Inflation noch drastischere Schritte der EZB möglich, um die Konjunktur anzukurbeln. Helikoptergeld nur mal als Stichwort erwähnt. Geht die Party an der Börse infolge der völlig verzerrten Geldpolitik also weiter in 2017?

Zinserhöhung der FED – Aktienmärkte in den USA und Deutschland steigen


Der Dow Jones in Amerika steht kurz vor dem Durchbrechen der psychologischen Marke von 20.000 Punkten. Der DAX steht bei knapp 11.500 Punkten und markiert damit ein neues Jahreshoch für 2016. Die Bewertungen speziell in den USA sind mittlerweile recht sportlich. Das Shiller KGV (gewichteter KGV der letzten 10 Jahre) ist derzeit auf historischem Niveau und steht knapp bei 28. Als Vergleich: das langjährige Allzeithoch aus dem Jahr 2000 zur New Economy Blase war 44. Während der Finanzkrise im Jahre 2008/09 betrug dieser Wert 27. Zur Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 lag der Wert bei knapp 33. Nach der Gaußschen Glockenkurve zu urteilen, befinden wir uns unter der letzten 5% der gesamten historischen Vergangenheitswerte. Es stellt sozusagen ein Extremwert dar, welcher selten in der vergangenen Datenmenge erreicht wurde!

Die Verschuldungen der einzelnen Staatshaushalte wächst weiter rasant. Trump hat eine massive Steuersenkung geplant, was die amerikanische Gesellschaft entlasten soll. Ein schönes Programm, um der Konjunktur und dem Konsum weiter Auftrieb zu geben. Dies sind positive Grundtreiber für die Entwicklung der Märkte in 2017?

Zinserhöhung der FED – Vertrauen in Euro durch BREXIT angeschlagen


Von makroökonomischer Seite ist mit einem moderaten Wachstum in Europa zu rechnen. In den USA steht die wirtschaftliche Entwicklung schon wesentlich besser aus. Es stehen politisch wichtige Entscheidungen in Europa an! Die Niederlande, Frankreich und Deutschland wählen. Das Vertrauen in den Euro ist durch BREXIT und das wo mögliche ITALEXIT angeschlagen. Sollten sich nächstes Jahr weitere Protektionismus-Tendenzen ergeben, könnte Europa nachhaltig geschädigt werden. Eine länger anhaltende Krise könnte einhergehen mit der demografischen Entwicklung und alternden Bevölkerung, die sich sukzessive aus dem Konsumrad verabschiedet. Somit spielt diese Komponente auch nicht mit um weiterhin zu wachsen! Spekulationen hinsichtlich eines Auseinanderdriftens der EU und das Scheitern des Euro halte ich mittlerweile für ein realistisches Szenario!

Die Auswirkungen der Finanzkrise 2008/09 wurden durch die hundsmiserable Politik nicht annähernd beseitigt. Eine Aufarbeitung an den einzelnen Schnittstellen im Bankensektor oder Ursachenforschung wurde nie gemacht. Eine schwere Krise erwarte ich persönlich zwischen den Jahren 2018 und 2020 als ein sehr wahrscheinliches Szenario. Auch eine Währungsreform mit all seinen Auswirkungen halte ich mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 25% für nicht mehr unwahrscheinlich, sollten die dringend benötigten Schritte der Politiker nicht eintreten. Eine nüchterne Betrachtung und ein gewisser Realitätssinn ist Voraussetzung hierfür, ansonsten dürfte uns das ganze EU Konstrukt bald um die Ohren fliegen.

Auf gute Investments

Ihr / Euer Florian

Der Dax startete vorbörslich um 8 Uhr bei 9250 Punkten und einem Minus von über 1000 Punkten oder 10%. Der Goldpreis steigt heftig um knapp 8% in Dollar gerechnet und um über 10% in Euro und das Währungspaar Euro verliert gegenüber dem Dollar um über 3%. Die Medien bei n-tv haben diesen Freitag als Schwarzer Freitag oder auch besser als „Black Friday“ tituliert. Einen solch enormen Kursabschlag gab es noch nie. Panik, Verwirrung sind weit verbreitet, Hysterie wird erzeugt. Aktuell stehen wir bei 9500 Punkten beim DAX und haben uns wieder ein wenig erholt.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Kurze nüchterne und rationale Bestandsaufnahme zu dieser Thematik aus meiner Sicht: 9500 Punkten beim DAX!? Da standen wir auch vor einer Woche! Also hat sich nichts Grundlegendes verändert. Es wird von einem Dominoeffekt und enorme Folgen berichtet. Meines Erachtens ist das wieder mal eine enorme Übertreibung, denn Privatanleger werden aus dem Markt gedrängt und verlassen panikartig die Märkte.

Schwarzer Freitag – Ist Hysterie jetzt angebracht?

Viele institutionelle Kunden mussten heute Morgen aus dem Markt raus und stehen jetzt schon wieder vor dem Problem, wieder in den Markt einzusteigen. Erste Privatanleger sind schon wieder mutig. Wer einen langen Atem hat und einen langen Horizont, für den ergeben sich heute eindeutig Einkaufskurse. Zyklische Werte kommen derzeit enorm unter Druck, vor allem die Automobilkonzerne. Hat sich seit gestern etwas Grundlegendes verändert? Natürlich nicht! Was in Great Britain nun passiert, ob in Sachen WTO und Handelszölle, darüber mag spekuliert werden. Auf diese neue Situation wird man sich aber irgendwann wieder einstellen und in ein paar Monaten werden viele über diesen “Schwarzen Freitag” nur noch schmunzeln. Diejenigen, die jetzt kühlen Kopf bewahren und nicht emotional reagieren, könnten die Gewinner von Morgen sein.

Am besten sollte man breit und global mit seinem Portfolio aufgestellt sein und sich nicht verrückt machen lassen. Auch dieser Tag wird vorüber gehen und morgen wird schon wieder alles wieder wie vorher sein. So stay cool and go long..

In diesem Sinne, auf gute Investments

Am Montag gab es einen so genannten “Sell Off”, eine regelrechte Panik und Crash am Aktienmarkt und an den weltweiten Finanzmärkten. Der DAX verlor im Handel teilweise knapp 800 Punkte, rund 7%. Am Schluss stand ein Minus von über 5% zu Buche. Doch schon am Dienstag ging es wieder 5% nach oben. Solche heftige Kursschwankungen gibt es sehr selten, sie kommen aber immer wieder vor. Per se hat sich seit dem letzten Freitag bzw. über das Wochenende hin nichts verändert, die Welt existiert weiterhin mit all ihren Unruheherden überall. Auslöser der Kursstürze war der chinesische Aktienmarkt, welcher seit Wochen deutlich an Wert verliert, in den letzten drei Monaten rund 25 %. Auch die Börse in Japan hat in den letzten Wochen knapp 20% an Wert verloren.

Wieso herrscht Panik und Crash am Aktienmarkt?

Rein emotional betrachtet ist der Kurssturz extrem. Langfristig betrachtet nur ein kurzes Fiasko in einem insgesamt gut laufenden Aktienmarkt. Der japanische Aktienmarkt steht in der Fünf- Jahresbetrachtung mit knapp 100% im Plus, trotz des heftigen Kurseinbruchs. Der chinesische Aktienmarkt liegt im selben Betrachtungszeitraum auch noch mit knapp 10 % im Plus. Trotzdem haben sich die internationalen Märkte anstecken lassen und produzieren ebenfalls Kursabschwünge als Symptom einer allgemeinen Unsicherheit.

Was war der Auslöser? Die Panik und der Crash am Aktienmarkt

Schon lange fördert die Politik der beiden erwähnten Länder eine Aktien-Kultur, sodass zig Milliarden €  an Neugeldern in die Aktienmärkte floss und eine Euphorie auslösten. Zudem werteten die örtlichen Währungen der Yuan/Renminmbi stark gegenüber anderen Währungen wie Dollar und Euro ab. Dies fachte das Feuer zusätzlich an und es entstand ein regelrechter Verkaufsdruck. Dies ließ die anderen Börsen weltweit nicht unbeeindruckt und so fielen sie im Sog der Chinamärkte nach unten.

Falsche Wahrnehmung?

Was als Ausverkauf und Drama in den Medien dargestellt wird, ist oftmals ein gesundes Durchatmen der Börse auf dem weiteren Weg nach oben. Solche Phasen sollten Sie nicht beunruhigen, sondern vielmehr freuen. Lieber einmal kräftig nach unten, um Anlauf für die nächste Bergetappe zu nehmen. Die Welt bleibt weiterhin unberechenbar mit ihren Krisenherden. Dies wird sich auch nie verändern. Doch hat sich die Welt grundlegend seit dem Wochenende verändert, so wie sich die Aktienmärkte an diesem Montagscrash deuten ließen? Die Antwort ist ganz klar: NEIN.

Fazit:

Lassen Sie sich nicht von kurzzeitig heftigen Kursschwankungen beirren. Diese Volatilität kann, wie es der Handel am Dienstag zeigte, auch sehr schnell wieder nach oben ausschlagen. Ein ruhiges Gemüt und rationale Handlungen sind oberstes Gebot an der Börse. Wer am Aktienmarkt emotional entscheidet, schadet nur seiner Geldanlage.

Hier kann man langfristig sehr effektiv ein ETF Sparplan abschließen und dauerhaft und günstig ein Vermögen aufbauen:

OnVista Bank - Premium-Plus-Aktion