FOnds kaufen

Aktien, Fonds kaufen oder ETFs kaufen? Was eignet sich am besten für den langfristigen Vermögensaufbau? Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Es hängt von mehreren Faktoren ab, am meisten vom Startkapital, das man zur Verfügung hat. Zudem ist es entscheidend, wie viel Finanzwissen man selbst mitbringt. Außerdem muss man psychisch stabil sein, um dem Auf und Ab an den Märkten gewachsen zu sein.

Aktien kaufen

Aktien kann man bei jeder Onlinebank kaufen und verkaufen. Dabei ist es wichtig, auf verschiedene Dinge zu achten. Eine Aktie zum Gegenwert von unter 500€ zu kaufen macht wenig Sinn, da die Transaktionskosten bei Kauf und Verkauf mitgerechnet werden müssen. So fallen je nach Bank und Börsenplatz mindestens 10€ kumuliert für den Kauf und Verkauf einer Aktie an. Das sind schon mal 2% an Spesen für Handelskosten. Zudem braucht man vorab eine richtige Strategie, welche Aktien man kauft.

Außerdem stellt sich die Frage, wie viele Aktien muss ich für ein gut strukturiertes und global ausgerichtetes Depot eigentlich haben? All diese Fragen, machen es Otto Normalverbraucher schwer, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es gibt viele Fehler, die der Laie machen kann: den falschen Handelsplatz ohne Umsätze wählen, eine Order ohne Limit oder ein Kauf im Ausland mit zusätzlichen Kosten. Ergo sind Aktien eher etwas für Spezialisten und Börsenfortgeschrittene mit einem üppigen Startkapital und einigen Jahren an Erfahrung am Aktienmarkt.

Fonds kaufen

Fonds gibt es in mehreren Varianten. Aktienfonds beinhalten, wie es der Name schon sagt, Aktien. Mischfonds beinhalten Aktien und Anleihen gemischt. Fonds kann man per einmaligen Betrag kaufen oder auch per monatlichen, quartalsweisen oder halbjährlichen Sparplänen – meist schon ab 25€. Aufpassen muss man, wenn man keine Onlinebank hat. Die meisten Sparkassen und Volksbanken bieten die Fonds zwar an, aber man bezahlt häufig einen so genannten Ausgabeaufschlag (Agio gleich Aufgeld), der bis zu 7% der investieren Summe betragen sein kann. Er soll die Vertriebskosten der jeweiligen Kapitalgesellschaft des entsprechenden Fonds decken. In meinen Augen eine unverschämt hohe Summe. Aber die meisten Onlinebanken bieten Rabatte von bis zu 100% auf den Ausgabeaufschlag, sodass dieser wegfällt. On top kommen weitere Kosten für Verwaltung, Fondsmanager, Fondsbuchhaltung etc. hinzu. Diese variieren je nach Fonds zwischen 1 und 3% pro Jahr auf die Anlagesumme.

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ETFs kaufen

ETFs sind Fonds, die ohne Fondsmanager auskommen- deshalb sind diese Fonds mit deutlich weniger Kosten verbunden. Ein ETF bildet beispielsweise einen Index ab wie den DAX – also einen wichtigen Teil des gesamten Aktienmarkts. Jetzt kommt bestimmt die Frage, ob Fonds mit Fondsmanagern nicht bessere Ergebnisse erzielen? Nun, viele Untersuchungen zeigen, dass lediglich 10%  der Fondsmanager langfristig den Markt schlagen. Wer soich in ETFs engagiert, verfolgt eine unaufgeregte, passive Strategie mit wenig Kosten, die zwischen 0,2% und 1% pro Jahr liegen. ETFs kann man außerdem schon mit monatlich 25€ besparen, ganz bequem per Lastschrift.

Abschließend lässt sich sagen, dass erst ab einer gewissen Depotgröße eine Mischung aus Aktien und ETFs Sinn macht. Ansonsten sind Aktienfonds, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in meinen Augen als Anlageform überflüssig, vor allem wegen ihrer der horrenden Kosten. Wenn Sie sich kontinuierlich etwas Vermögen aufbauen wollen, rate ich dazu, fünf bis sieben verschiedene ETFs mit einer globalen Strategie per monatlichen Beträgen zu besparen.

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