Mai 30

Wie geht es weiter an der Börse?

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Wie geht es weiter an der Börse?

Wie geht es weiter an der Börse mit der EU, der Schuldenproblematik, dem Finanzkapitalismus?

Wie geht es weiter an der Börse. Fragen über Fragen, welche nicht einfach in einem einzelnen Blogbeitrag detailliert erläutert werden können. Deshalb habe ich mich am Wochenende mit dem neuen Buch einer meiner Mentoren, Marc Friedrich, auseinandergesetzt. Die Spiegel-Bestsellerautoren Friedrich&Weik hatten mir ein kostenloses Exemplar seines neuen Werkes gesandt. Der Titel lautet „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“. 

Was steht dort drin?

In den knapp über 300 Seiten des Buches werden epochale und geschichtliche Hintergründe zum bestehenden Geldsystem, dem Kondratjew-Zyklus und die derzeitige Schuldenthematik der EU ausführlich beschrieben. Wichtige Fragestellungen, die dabei hinterfragt werden, sind folgende:

  • Zerstört der Turbokapitalismus unser System?
  • Wie lange dauert das überbordende Konsumverhalten noch an?
  • Haben die amerikanischen Technologieunternehmen zu viel Macht?
  • Wie weit kann die weltweite Schuldenuhr noch strapaziert werden?
  • Wie stark klafft die Schere zwischen Arm und Reich noch auseinander?
  • Wohin reichen die Verstrickungen von Großkonzernen und deren Geflechte?
  • Wie mag die Welt zukünftig aussehen, wenn die Digitalisierung in dem Tempo voranschreitet wie bisher

Im nachfolgenden mein Statement zu dem Buch. Weiterhin auch die Schlussfolgerung dadurch.

Wie geht es weiter an der Börse – Viele neue Erkenntnisse durch das Buch

Die Ehrlichkeit und die Authentizität der beiden Autoren kommt dabei, wie in den vorangegangenen Büchern, sehr deutlich zum Vorschein.  Die Quintessenz lautet weiterhin, dass die EU bei dem Projekt EURO gescheitert ist und die Problematik nur weiter in die Zukunft ausgelagert wird – mit dramatischeren Folgen. Die Injektion der Geldspritzen seitens der EZB wird schon bald zum Erliegen kommen. Was ich persönlich sehr gut finde ist, dass nicht nur die bekannten Themen angesprochen werden, sondern vielmehr am Schluss des Buches konkrete Lösungsansätze der beiden Ökonomen aufgezeigt werden. Einige Beispiele anbei:

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

  • sofortiger Stopp des EZB Anleihekaufprogramms
  • strukturierte Auflösung des EURO
  • Einführung nationaler Währungen

Als Kenner der Thematik war mir vieles bekannt; interessante Auswertungen, Verstrickungen und Verflechtungen, Steuerparadiese, Bevorzugung von Großkonzernen wurden detailliert aufgezeigt sowie Machtverhältnisse zwischen Staaten und Konzernen in einer Europakarte plastisch verglichen. Das künstliche Aufblähen der Geldmenge führte seit der Finanzkrise 2008 zu noch mehr Schulden, zu höheren Boni für Banker und einem gigantischen Handel an sonstigen Derivaten; sogenannten OTC Geschäften (Wetten, die abseits eines geregelten Marktes laufen, wie beispielsweise die Börse).

Diese Geschäfte belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von 650 Billionen Euro. Eine immense Summe, die kaum vorstellbar und überhaupt nicht greifbar ist. Allein die Deutsche Bank hat in ihrer Bilanz diesen Posten mit 55 Billionen Euro stehen. Das ist das knapp 20-fache des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland. Sprich, die gesamtwirtschaftliche Leistung von Deutschland ist ein Klacks gegen diese Wetten. Es hat sich also nichts Wesentliches verbessert. Noch schlimmer, die Geschäfte und Machenschaften sind schon wieder im größeren Umfang vorhanden, als vor der Finanzkrise. Zudem werden die nächsten geldpolitischen Schritte weitaus heftigere Folgen mit sich ziehen, so Weik und Friedrich.

Wie geht es weiter an der Börse – Resümee

Ein spannendes und lesenswertes Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann. Durch dieses Buch konnte ich neue Eindrücke gewinnen und neues Wissen generieren. Es fehlt mir aus Sicht eines Privatanlegers lediglich die Aussage, in was ich investieren sollte, wenn die Immobilien- und Aktienmärkte überteuert sind und sich dort erste Blasenbildungen abzeichnen, wie im Buch beschrieben. Aber dies ist wohl eher mein subjektiver Eindruck.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

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  • Dazu würde ich auch ihr zweites Buch wärmstens empfehlen „Der Crash ist die Lösung“.

    Zur Diversifikation sind dort etliche, sehr gute Beispiele aufgeführt.

    • Hast du die neuen Bücher auch schon gelesen. Hast aber vollkommen recht. Alles top geschrieben und vieles hat sich „leider“ muss man sagen bewahrheitet von den Prognosen.

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