Lebensversicherung oder ETF! Julia ist 20 Jahre alt …

… und hat gerade Ihre Traumausbildung als Krankenpflegerin beendet. Sie ist sehr smart, charmant und hat diverse Ziele im Kopf. Sie weiß genau, was sie will, ist sehr genügsam und ein cleveres Mädchen. Vor kurzem hat sich sich überlegt, dass Sie nach erfolgreich bestandener Ausbildung 100€ im Monat auf die Seite legen möchte. Da sie noch bei Ihren Eltern wohnt und ein wenig zur Miete beisteuert, sind Ihre monatlichen Fixkosten sehr gering. Frage: ETF oder Lebensversicherung? Sie ist schlau und weiß, dass der Zinseszins Wunder bewirkt. Julia hat sich in sämtlichen Finanzblogs umgehört und den allgemeinen Tenor vernommen, ihr Geld in ETFs anzulegen und vom langfristigen Anstieg der Aktienmärkte zu profitieren.

Auf gehts Julia

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit
Sie bespart ab nun 2 ETFs mit jeweils 50€ monatlich. Mit 30 ist Julia bereits in einer deutlich höheren Gehaltsklasse. Da sie mittlerweile Stationsleiterin im Krankenhaus ist und durch Ihre disziplinierte und fleißige Arbeitsweise ein deutlich höheres Gehalt bekommt, erhöht sie ihre Sparrate auf 200€ monatlich. Dies ist trotz eigener schicker Wohnung und einem Auto definitiv noch im Rahmen des Machbaren. Mit 40 Jahren erhöht sie den Sparplan auf 300€ und mit 50 Jahren auf 400€. Mit 60 Jahren beschließt sie, von Ihren Kapitaleinkünften zu Leben und verabschiedet sich in die Rente!

ETF oder Lebensversicherung! Steffen ist ein Lebemann …

… ein junger Akademiker, der mit 25 Jahren seinen Master mit Bravour bestanden hat und bekommt sofort einen Consulting-Job, bei dem er sehr gut verdient. Er gönnt sich eine schicke Drei-Zimmerwohnung und einen schönen Mittelklassewagen. Steffen braucht nicht auf das Geld schauen, er geht oft essen, lädt Freunde zu Partys ein und gibt an einem  Wochenende schon mal 200€ aus. Mit 30 Jahren überlegt er einen Finanzplan zu erstellen.

Sein Freund Jens, mit dem er Tennis spielt, ist bei einem großen Versicherungsunternehmen tätig und erzählt ihm, dass man für eine Lebensversicherung immerhin noch 1,25% garantierten Zinssatz bekommt. In einer Phase der Niedrigzinspolitik bei 0% immerhin etwas. Die Lebensversicherung schließt er mit 100€ monatlich ab. Zudem ist Steffen im Internet immer auf den Finanzblogger-Seiten unterwegs und ist hier auch auf ETFs gestoßen. Er entscheidet sich auch für einen Sparplan in der Höhe von 100€. Diesen erhöht er im Alter von 40 Jahren dank seines rapiden gestiegenen Gehalts auf 300€. Mit 50 Jahren erhöht er sogar auf 500€ im Monat.

ETF oder Lebensversicherung! Wer von beiden steht besser da im Alter von 60 Jahren?

Wie in den nachfolgenden Grafiken gezeigt wird, ist Julia im Alter von 60 Jahren bei einer angenommenen Rendite von 6-8% zwischen 375.000€ und knapp 600.000€ schwer. Bei einer eher unwahrscheinlichen Rendite von 10% hätte sie knapp die Millionen Marke geknackt. Steffen, der deutlich besser verdient, aber erst später mit dem Sparen anfängt, kommt trotz seiner deutlich höheren Sparleistung nicht an Julias Vermögen heran. Er kommt bei Annahme der obigen Rendite und zusammen mit ETF und Lebensversicherung auf rund 275.000€ respektive 360.000€. Bei der Annahme von 10% Rendite landet er bei einem Vermögen von knapp 450.000€.

Die meisten Diskussionen speziell zum Thema Geld (Kosten der Geldanlage) enden am Schluss mit den Fragen: Wieviel Rendite bringt die Anlage, mit welchen Produkten kann ich in welchem Zeitraum welchen Gewinn erwirtschaften? Es geht schlicht und einfach um den Anlageerfolg. Wie immer halt! Die viel wichtigere Frage jedoch ist, wieviel kostet eigentlich das Produkt, welches ich für meine Altersvorsorge etc. gewählt habe, stehen die Kosten auch im Verhältnis zum Nutzen, den das Produkt stiftet? Am meisten Versteckspiel bei den Kosten gibt es bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen. Dies trifft die Mehrheit der Deutschen, die vornehmlich in solchen Produkten engagiert sind. LEIDER!

Kosten entscheidend bei der Geldanlage – Kostenarten

Hier finden sich in den unverständlich und ausführlich formulierten AGBs sehr viele Kostenarten, welche in verschleiertem Juristendeutsch, sodass es niemand verstehen kann, erläutert werden. Ein Kauderwelsch und Kraus für den Normalbürger. Diese ziehen sich oftmals auf über 60 Seiten in kleinster Schriftgröße hin. Auch sind die Sätze so formuliert, dass sogar hochbegabte Sprachexperten Sie nicht en detail entlarven können, was natürlich gewollt und Teil einer Masche der Versicherungsbranche ist. Keine Chance dies zu verstehen.

Ich möchte hier verschiedene Kostenarten aufzählen und dann zeigen, wie sie sich summieren.

  • Abschlusskosten
  • Provisionen
  • Verwaltungskosten
  • Depotgebühren
  • Kontoführungsgebühren
  • Risikokosten
  • Finanzierungskosten
  • Kosten für Garantien
  • Managementgebühren
  • Performance Fee
  • Transaktionskosten

Kosten bei der Geldanlage entscheidend

Eine überaus weitreichende Verschleierung von Kosten und diese sind in all den oben erwähnten Produkten enthalten. Aus Verbrauchersicht ist dies natürlich nicht nachvollziehbar. Immer wieder sollen Produkte transparenter für den Verbraucher gemacht werden, aber diesbezüglich tut sich relativ wenig. Rechnet man diese Kosten in Summe zusammen, landet man zwischen 3-4% p.a vom Anlagebetrag und wenn man eine Inflation noch on top draufrechnet, muss man mindestens 4-5% an Rendite erwirtschaften, um keinen realen Kaufkraftverlust zu erleiden.

Was kommt noch?

Zudem ist die Laufzeit solcher Produkte meist bindend über einen längeren Zeitraum von 10,20 oder mehr Jahren. Wird dieser vorher beendet, fallen nochmals Stornogebühren an. Somit machen die meisten Anleger mit diesen Produkten keine Gewinne, sondern verlieren meistens und werden sprichwörtlich abgezockt.

Einfachere, flexiblere und kostengünstigere Produkte gibt es heutzutage eine Menge.  Allein 1-2% an Kosteneinsparung pro Jahr bringt auf 20-30 Jahre Anlagehorizont eine Einsparung von etlichen zehntausend Euro. Am Aktienmarkt partizipieren die meisten fondsgebundenen Versicherungen, doch den teuren Mantel der Versicherungen braucht man nicht. Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Aufi gehts.
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Finanzen selbst in die Hand nehmen – Das ZARAS Prinzip für eine erfolgreiche Geldanlage

“Mein Buch Finanzen selbst in die Hand nehmen ist auf Amazon erhältlich”

Hallo liebe Leser von Boerseneinmaleins,

heute ist es endlich soweit, mein Buch “Finanzen selbst in die Hand nehmen – Das ZARAS Prinzip für eine erfolgreiche Geldanlage” geht auf Amazon online. Nach knapp 2 Jahren Projektarbeit ist es soweit. Zuerst als gedruckte Version, wobei ich die kindle Version auch noch in den nächsten Tagen anbieten werde.
Ich habe hochkarätige Vorredner Fürsprecher für mein Buch gewinnen können, wie Vorworte von dem Bestsellerautor & Investmentpunk Gerald Hörhan als auch Bestsellerautor & Finanzexperte Marc Friedrich. Anbei ein kleiner Auszug vom Inhaltsverzeichnis und viel Spaß beim Bestellen, Lesen und vorab meine guten Wünsche für ein frohes Fest und erfolgreiche Vermögensbildung. Hier klicken:  Finanzen selbst in die Hand nehmen – Das ZARAS Prinzip

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So, ich habe jetzt mal eine Sonderaktion für 9,99€ die Printversion für die nächsten 2 Wochen eingestellt (also knapp 25% Rabatt, statt den normalen 12,99€) und die kindle Version wird morgen für  4,99€ zur Verfügung stehen. Viel Spaß damit und ich freue mich auf Rezensionen und Feedback.

Finanzen selbst in die Hand nehmen – Wozu dieses Buch?

1 Klassische Sparer – der sichere Weg in die Altersarmut 12
2 Die Lebensversicherung lohnt sich nicht mehr 15
3 Auch Riester rechnet sich nicht 19
4 Bausparverträge – nichts mehr für Häuslebauer 22
4.1  Deutschland ist kein Aktionärsland. 25
5  Mit Geduld und ohne Höhenangst 32
6 Was ist eigentlich eine Aktie? 42
7  Was ist ein Aktienfonds? 45
7.1  Versteckte Kosten bei Fonds 46
7.1.1  Wenn Fonds behäbig werden. 50
7.1.2  Das Leiden des Herrn Mustermann. 65
7.2   An Aktien führt kein Weg vorbei 69
7.3   Besuch im Bankpalast 71
8  Wenn Medien auf Panik machen. 74
8.1  Die Macht der Dividende. 77
9 Die gesetzliche Rente wird mager 82

10  ETF – Der Sparplan. 86
10.1  Wie lege ich 50€ monatlich am besten an? 94
10.2    Wie lege ich 100€ monatlich am besten an? 99
10.3    Wie lege ich 150€ monatlich am besten an? 105
10.4    Wie lege ich 200€ monatlich am besten an? 107
10.5   Wie lege ich 250€ monatlich am besten an? 109
11  Das ZARAS-Prinzip. 112
11.1  Z wie Zeit 113
11.2   A wie Ausdauer 119
11.3   R wie Rationalität 120
11.4   A wie Aktien. 122
11.5   S wie Sparen. 124
12  Vorsicht bei „Vermögensberatern“ 126
13 Die Bank um die Ecke stirbt aus 133
14  Das Bankgeschäft verändert sich rasant 134
15  Ein Trend namens Fintech. 136
16  Sind Robo Advisor die Zukunft im Bankensektor? 137

Aktien, Fonds kaufen oder ETFs kaufen? Was eignet sich am besten für den langfristigen Vermögensaufbau? Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Es hängt von mehreren Faktoren ab, am meisten vom Startkapital, das man zur Verfügung hat. Zudem ist es entscheidend, wie viel Finanzwissen man selbst mitbringt. Außerdem muss man psychisch stabil sein, um dem Auf und Ab an den Märkten gewachsen zu sein.

Aktien kaufen

Aktien kann man bei jeder Onlinebank kaufen und verkaufen. Dabei ist es wichtig, auf verschiedene Dinge zu achten. Eine Aktie zum Gegenwert von unter 500€ zu kaufen macht wenig Sinn, da die Transaktionskosten bei Kauf und Verkauf mitgerechnet werden müssen. So fallen je nach Bank und Börsenplatz mindestens 10€ kumuliert für den Kauf und Verkauf einer Aktie an. Das sind schon mal 2% an Spesen für Handelskosten. Zudem braucht man vorab eine richtige Strategie, welche Aktien man kauft.

Außerdem stellt sich die Frage, wie viele Aktien muss ich für ein gut strukturiertes und global ausgerichtetes Depot eigentlich haben? All diese Fragen, machen es Otto Normalverbraucher schwer, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es gibt viele Fehler, die der Laie machen kann: den falschen Handelsplatz ohne Umsätze wählen, eine Order ohne Limit oder ein Kauf im Ausland mit zusätzlichen Kosten. Ergo sind Aktien eher etwas für Spezialisten und Börsenfortgeschrittene mit einem üppigen Startkapital und einigen Jahren an Erfahrung am Aktienmarkt.

Fonds kaufen

Fonds gibt es in mehreren Varianten. Aktienfonds beinhalten, wie es der Name schon sagt, Aktien. Mischfonds beinhalten Aktien und Anleihen gemischt. Fonds kann man per einmaligen Betrag kaufen oder auch per monatlichen, quartalsweisen oder halbjährlichen Sparplänen – meist schon ab 25€. Aufpassen muss man, wenn man keine Onlinebank hat. Die meisten Sparkassen und Volksbanken bieten die Fonds zwar an, aber man bezahlt häufig einen so genannten Ausgabeaufschlag (Agio gleich Aufgeld), der bis zu 7% der investieren Summe betragen sein kann. Er soll die Vertriebskosten der jeweiligen Kapitalgesellschaft des entsprechenden Fonds decken. In meinen Augen eine unverschämt hohe Summe. Aber die meisten Onlinebanken bieten Rabatte von bis zu 100% auf den Ausgabeaufschlag, sodass dieser wegfällt. On top kommen weitere Kosten für Verwaltung, Fondsmanager, Fondsbuchhaltung etc. hinzu. Diese variieren je nach Fonds zwischen 1 und 3% pro Jahr auf die Anlagesumme.

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ETFs kaufen

ETFs sind Fonds, die ohne Fondsmanager auskommen- deshalb sind diese Fonds mit deutlich weniger Kosten verbunden. Ein ETF bildet beispielsweise einen Index ab wie den DAX – also einen wichtigen Teil des gesamten Aktienmarkts. Jetzt kommt bestimmt die Frage, ob Fonds mit Fondsmanagern nicht bessere Ergebnisse erzielen? Nun, viele Untersuchungen zeigen, dass lediglich 10%  der Fondsmanager langfristig den Markt schlagen. Wer soich in ETFs engagiert, verfolgt eine unaufgeregte, passive Strategie mit wenig Kosten, die zwischen 0,2% und 1% pro Jahr liegen. ETFs kann man außerdem schon mit monatlich 25€ besparen, ganz bequem per Lastschrift.

Abschließend lässt sich sagen, dass erst ab einer gewissen Depotgröße eine Mischung aus Aktien und ETFs Sinn macht. Ansonsten sind Aktienfonds, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in meinen Augen als Anlageform überflüssig, vor allem wegen ihrer der horrenden Kosten. Wenn Sie sich kontinuierlich etwas Vermögen aufbauen wollen, rate ich dazu, fünf bis sieben verschiedene ETFs mit einer globalen Strategie per monatlichen Beträgen zu besparen.