Börsen Kennzahlen: Bei der Bewertung von Aktien gibt es verschiedene Methoden und unzählige Börsen kennzahlen, die man heranziehen kann. Die Königsdisziplin ist die Fundamentalanalyse. Bei dieser Methode müssen Geschäftsberichte der vergangenen Jahre des jeweiligen Aktienunternehmens minutiös analysiert werden. Dies benötigt eine Menge Fachwissen und Know-How im Bereich der Bilanzanalyse und Unternehmensbewertung. Ich werde im Folgenden auf 3 verschiedene und einfach verständliche Kennzahlen eingehen. Diese sollten einen ersten Anhaltspunkt für den Börsenneuling geben.
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Börsen kennzahlen

  1. KGV: Das Kurs Gewinn Verhältnis (KGV) misst das Verhältnis von Aktienkurs und Gewinn pro Aktie. Ein Beispiel: Aktie A hat einen aktuellen Aktienkurs von 20€ und hatte ein Gewinn von 2€ je Aktie. Ergo ist das KGV 20€ / 2€ = 10. Diese Zahl besagt, dass die Aktie 10 Jahre bräuchte, um mit dem Gewinn den kompletten Wert des Unternehmens zu erwirtschaften. Je kleiner das KGV, umso besser und lukrativer wirtschaftet das Unternehmen. Das KGV kann von Jahr zu Jahr sehr schwanken und ist daher kein alleiniger Grund, eine Aktie zu kaufen. Je niedriger das KGV, umso günstiger erscheint der Aktienkurs. Der Gewinn pro Aktie ist dabei gerade bei kleinen Firmen sehr schwankend.

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  1. KBV: Das Kurs Buchwert Verhältnis (KBV) misst das Verhältnis zwischen Aktienkurs und Buchwert pro Aktie. Der Buchwert ist hierbei der Wert des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals. Grob erklärt ist es die Summe der Vermögensgegenstände abzüglich der Verbindlichkeiten und abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände (z.B. Patente). Der Buchwert wird auch Liquidationswert genannt, der im Falle eines Verkaufs des Unternehmens als Wert erzielt würde. Ein Kurs-Buchwert Verhältnis von über 1 bedeutet, dass das Unternehmen am Markt einen höheren Wert beigemessen wird als der reine Substanzwert. Dies kann sich dadurch ergeben, dass das Unternehmen über werthaltige immaterielle Vermögensgegenstände wie einen starken Markennamen verfügt. Sucht der Fundamentalanalyst nach günstig bewerteten Aktien, gilt die Faustformel, auf ein KBV zu achten, das gegen 1 tendiert oder sogar darunter liegt. Eine alleinige Konzentration auf diese Kennzahl ist aber auch nicht ratsam, da ein KBV von unter 1 nicht gleich einen Schnäppchenpreis widerspiegelt.

Börsen kennzahlen

  1. KCV: Das Kurs Cashflow Verhältnis (KCV) misst das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem Cashflow pro Aktie. Dabei gibt es verschiedene Arten von Cash-Flows, auf die ich aber hier nicht näher eingehen kann. Der Cash-Flow ist auch nicht identisch mit dem Gewinn. Er berücksichtigt im Gegensatz zum Gewinn nur die zahlungswirksamen Vorgänge. Beispielsweise sind Abschreibungen als Aufwand deklariert, aber keine zahlungswirksamen Auszahlungen. Deshalb werden sie beim Cashflow nicht berücksichtigt. Er gibt an, wieviel Geld ein Unternehmen zur sofortigen Verfügung in der Kasse hat. Somit hat diese Kennzahl weniger Schwächen und kann weniger stark beeinflusst werden als das KGV. Je niedriger das KCV, umso günstiger ist die Aktie. Unternehmen mit einem KCV von unter 10 sind sehr attraktiv und sollten näher analysiert werden. Allerdings ist dies nur wieder eine von vielen ersten Richtgrößen, die zur Anlageentscheidung beitragen sollte.

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Fazit

Das war ein erster Einblick in die drei ersten Zielgrößen zur Bewertung von Aktien. Die richtige Fundamentalanalyse baut auf deutlich mehr Kennzahlen auf und beurteilt auch nicht monetäre Losgrößen wie Marktführerschaft, Wettbewerbsposition  etc. eines Unternehmens. Dies quantitativ zu messen, erfordert weitere Branchenexpertise und Erfahrung. Ein erster grober Überblick sollte aber mit diesen Kennzahlen gegeben sein. Eine Beurteilung einer Aktie, ob für den Kauf oder Verkauf, darf aber niemals nur von diesen erwähnten Kennzahlen abhängig gemacht werden. Eine tiefere Fundamentalanalyse auf Basis der Geschäftsberichte ist unumgänglich.

Immer wieder lese ich von der pauschalen Formel, wie hoch die Aktienquote letztendlich sein muss. Viele angebliche „Experten“ und Medien preisen die obige Formel sehr an. Ein 30-jähriger müsste demnach 70%, ein 40-jähriger 60% usw. an Aktien besitzen. Je älter man wird, umso weiter reduziert sich der Aktienanteil. Wer nach diesem Strickmuster vorgeht, verschenkt in meinen Augen potenzielle Rendite. Viel wichtiger ist folgende Fragestellung:
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Aktienquote

In welche Anlageklasse sollte denn der andere Part angelegt werden? Immobilien, Anleihen, Festgeld, Tagesgeld, Bausparverträge, Lebens- oder Rentenversicherungen? Die meisten dieser Anlageklassen sind sehr unrentabel geworden in der derzeitigen Nullzinsphase. An dieser Situation wird sich auch zukünftig nichts großartig ändern. Was bietet sich dann an? Die Gelder müssen umgeschichtet werden. Aktien sind dabei die erste Wahl für den langfristigen Vermögensaufbau. Früher gab es sichere Geldanlagen wie Bundesschatzbriefe, die eine 6% Verzinsung brachten. Heutzutage muss man in das Risiko „Aktien“ gehen, um überhaupt eine angemessene Rendite zu erzielen.

Im Folgenden zeige ich die Nachteile auf, die entstehen, wenn man die Formel Aktienquote = 100-Alter verfolgt:

  • Es entstehen extrem hohe Transaktionskosten, wenn man sein Portfolio jedes Jahr an diese Formel anpassen muss.
  • Es fehlen größtenteils die alternativen Anlageklassen zur Umschichtung.
  • Die Überwachung ist sehr aufwendig.
  • Jede Person hat andere Wünsche, Prämissen, Lebensumstände und Risikoaffinität, sodass solche pauschalen Aussagen eher für Verwirrung sorgen.

Dies sind nur wenige Punkte, die ich auf Anhieb aufgelistet habe. Es gibt noch unzählige weitere. Leider lässt die Qualität der Finanzartikel in den entsprechenden Medien speziell in Deutschland immer mehr nach. Außer Sie stammen von mir ;). Dann ist es natürlich authentisch, sachlich und objektiv geschildert.

Es wird nur noch nach pauschalen, reißerischen und polemischen Themen diskutiert. Diese werden dann meistens in der Tiefe nicht ausführlich erläutert, sondern oberflächlich angekratzt. Ein Beispiel ist hierbei der „Chart of Doom“, welcher Ende Februar charttechnische Parallelen mit einem aktuellen Chart aufwies. Daraus werden dann Aussagen über zukünftige Börsenentwicklungen abgeleitet. Eine sehr unseriöse Vorgehensweise, die unnötige Hysterie für den unwissenden Leser verursacht. So ein Schmarrn in meinen Augen.
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So entstehen emotionale Reize beim Leser, die ihn auffordern sollen, Handlungen vorzunehmen, sprich Transaktionen. Ergo entstehen für den Kunden wieder Kosten und falsche Entscheidungen. Die Bank verdient daran immens mit. Es ist dagegen wichtig, eine Strategie zu haben, an der man permanent festhält und sich nicht ablenken lässt in seiner Meinung. Fatale Fehler bei der Geldanlage zu treffen, kostet Unsummen an Geld. Allein die deutschen Privatanleger verbrennen jedes Jahr Milliarden von Euro durch falsche Entscheidungen bei Ihrer Geldanlage und die Aufklärungsarbeit muss sich weiter verbessern.

Beste Grüße und auf gute Investments

Euer Florian

 

 

Retrozessionen wird im Fachjargon der Bankenbranche auch als Kickbackzahlungen und Kickbacks bezeichnet. Ich möchte in meinem heutigen Beitrag näher darauf eingehen. Die meisten kennen dieses Wort nicht, aber es ist wichtig, denn es geht um Kosten, die fast jeder Privatanleger von Investmentfonds zahlt. Nun zu den Details:

Retrozessionen sind Zuwendungen, die eine Fondsgesellschaft oder sonstiger Finanzanbieter an seinen Vertrieb als „Belohnung“ zahlt, damit dieser weiter einen Anreiz hat, die entsprechenden Produkte den Kunden zu offerieren. Diese Zuwendungen liegen prozentual zwischen 0,2%-0,7% jährlich, gemessen an der Höhe des Anlagebetrags. Ganz schön happig.

Beispiel: Ein Privatanleger legt einmalig 10.000€ in einem Fonds an. Nehmen wir weiterhin an, die Kickbacks betragen 0,5%, also 50€. Ergo bekommt der Vermittler oder die Vermittlergesellschaft jedes Jahr 50€ dafür, dass sie das entsprechende Produkt (beispielsweise einen Fonds) in Höhe von 10.000€ verkauft haben. Diese Kickbackzahlungen wurden in der Vergangenheit oftmals nicht transparent gemacht. Sowas aber auch, ganz untypisch.

Was sind Kickbacks – Umdenken gefordert

In Zukunft wird zumindest in diesem Bereich Transparenz für den Anleger geschaffen. Gemäß einem neuen Gesetz müssen die Retrozessionen dem Kunden zukünftig ausgeschüttet werden. Damit soll auch verhindert werden, dass die Vertriebsgesellschaften oftmals nur Fonds mit hohen Retrozessionen verkaufen. Damit wurde in der Vergangenheit viel Geld verdient. Leider sind diese Kickbackzahlungen nur ein kleiner Teil der gesamten Kostenquote von Fonds. Weit höhere Kosten fallen beim Ausgabeaufschlag und anderen Faktoren an, die zu einer jährlichen Gesamtkostenquote führen, die man eigentlich unterbinden müsste. Aber soweit ist man noch lange nicht. Die Transparenz ist noch nicht gegeben. Verschleierung noch von allen Seiten gegeben.

In der Praxis werden diese leider von Vermittlerseite immer noch gnadenlos und ohne Rücksicht auf den unwissenden Privatanleger in Rechnung gestellt. Hier wird ein Umdenken stattfinden müssen. Wieso?

Auch weil sich der Anleger angesichts der Niedrigzinspolitik zwangsläufig vermehrt mit Aktien auseinandersetzen muss, um überhaupt noch eine gewisse Rendite einfahren zu können. Andere Produkte werfen ja keine Rendite mehr ab.

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Immer noch werden die „bewährten“ Vorsorgeprodukte wie Lebensversicherungen, Fonds und Rentenversicherungen angepriesen und verkauft. Doch sie bewahren nicht vor einer anstehenden Altersarmut. Im nächsten Beitrag habe ich einen Testdummie mit einem Vermögensberater gestartet. Die Ergebnisse muss ich diese Woche aufbereiten. Vorab: Sie sind erschreckend, wenn man die Kostenquote sieht.

Zum aktuellen Börsengeschehen: Der DAX hat die Woche sehr stark am Markt eingebüßt. Schlechte Zahlen aus Amerika, der weiterhin fallende Ölpreis und die China Problematik, werden auch in den nächsten Woche die Märkte in Atem halten. Die Volatilität wird weiterhin sehr hoch bleiben. Mit monatlichen ETF Sparplänen kann man gelassen bleiben und sich freuen, mehr Anteile kaufen zu können.

Im April 2015 habe ich den Blog boerseneinmaleins gestartet. Seitdem habe ich im regelmäßigen Turnus bis heute immerhin 35 Beiträge online gestellt. Anfänglich wurden die Beiträge freitags veröffentlicht, mittlerweile versuche ich sonntagabends mit einem neuen Thema online zu gehen. Nebenher realisierte ich im ablaufenden Jahr mein Buchprojekt „Vorsorgemodell 4.0“ über die Amazon Tochter Createspace – es gib es auch als Ebook im kindle-Format. Das war zusätzlich recht aufwendig, da Createspace nur auf Englisch ist und ich viel Formatierungsbedarf hatte, bis letztendlich der Text brauchbar zu verwenden war J.

Das Ebook über kindle war auch nicht leichter als gedacht, da mir wegen der bestehenden Formatierung der Text komplett zerschossen wurde. Nach etlichen Stunden an Arbeit bin ich froh, dass es geklappt hat und das Buch nun online zu einem sehr fairen Preis erhältlich ist. Wobei ich Amazon wirklich loben muss, da die einzelnen Schritte zur Buchveröffentlichung bis ins kleinste Detail geregelt sind und keine Frage offen bleibt. Das Kundenportal beantwortet sogar am 24.12. Emails. Wirklich beeindruckend, dieser Konzern. Das Buchprojekt hat mich knapp zwei Jahre von der Projektaufnahme bis zur Veröffentlichung regelmäßig in Anspruch genommen. Für das Lektorat und das Coverdesign holte ich zwei Spezialisten mir ins Boot, auf die ich mich immer verlassen kann.

Was lief gut?

Die Besucherzahlen sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen, sodass ich mittlerweile rund 200 Besucher am Tag habe und Anfragen auch via Email erhalte, wobei ich diese nächstes Jahr auch gerne mal für einen Blogbeitrag zum Anlass nehmen werde -als Diskussionsgrundlage. Das war ein guter Start, auf dem sich aufbauen lässt.

Ich konnte auch Gastbeiträge für meinen Blog gewinnen, etwa von Gerald Hörhan, Matthias Weik, Marc Friedrich und Hermann Kutzer. Das sind alles sehr bodenständige Persönlichkeiten und Koryphäen auf Ihrem Gebiet. Dies möchte ich 2016 fortführen und auch einmal andere Blogger dazu ermutigen, bei mir auf dem Blog zu schreiben – über interessante Themen und Erfahrungen im eigenen Aktien- oder Finanzbereich. Ich versuche trotzdem, weiterhin meinem Motto treu zu bleiben und keine Werbung zuzulassen. Werbung wirkt für mich penetrant und lästig. Außer der unter dem Gastbeitrag veröffentlichten Kurzvita des Autors und vielleicht ein, oder zwei ausgehenden Links ist nichts weiter angedacht.

Was lief schlecht?

Die Kommentare lassen noch etwas zu wünschen übrig, vermutlich muss ich noch authentischer rüberkommen. Dabei freue ich mich auf Lob, konstruktive Kritik und Anregungen.

Trotzdem bin ich zufrieden und weiß, dass ich noch viele interessante Themen aufgreifen kann, direkt vom Frankfurter Finanzplatz aus. Ich werde die Artikel auch ein wenig hinsichtlich SEO optimieren. Damit wird der Blog für die Suchmaschinen interessanter und hoffentlich bei Google weiter vorne platziert. Übertreiben will ich es damit aber nicht, weil darunter die Struktur der Artikel leiden kann. Wie machen das andere?

Ziele für 2016

In Frankfurt herrscht zurzeit ein richtiger Hype von FinTech Unternehmen, von denen ich Anfragen bekomme, auch mal ein Artikel über sie zu veröffentlichen. Dies ist ein ziemlich spannender Bereich und der Begriff „Robo Advisor“ wird hier oftmals verwendet. Beruflich bin ich auch auf vielen Veranstaltungen rund um das Thema Social Media und Fintechs. Diese werden zukünftig eine richtige Gefahr für die Banken darstellen. Ich will auch ein bis zwei Fintech Unternehmen und Startups einen Gastbeitrag schreiben lassen, solange die Eigenwerbung gering bleibt. 2016 möchte ich auch spezifische Themen aus meinem Berufsleben als Portfoliomanager näher erörtern. Ich denke, das wird spannend und dürfte die Leser interessieren. Vielleicht ergeben sich ja dann mehr Kommentare und Spielräume, um fruchtbare Diskussionen zu erzeugen.

Kooperationen mit Blogger Kolleginnen und Kollegen

2015 habe ich meine weiteren Bloggerfreunde total vernachlässigt. Ich hatte sie zwar auf dem Schirm und beobachtet, aber bislang ergaben sich noch keinen konkreten Synergien und Kooperationen. Dies möchte ich offensiver angehen und freue mich über jeden anderen Blogger, der mir schreibt. Viele haben sich prächtig entwickelt, wie meine Blogger Kollegin Alexandra von „Sauerkraut und Zaster“, die mich mit Ihrem Tempo und Ihrem Engagement fasziniert. Rico von „erfolgreich-sparen“ Tim von „timschaefermedia“ Jürgen vom „ETF Blog“, Daniel von „Finanzrocker“, Albert von „Finanzwesir“, Jan von „Smart und Reich“ haben ebenfalls wunderbare und erfolgreiche Blogs, von denen ich noch viel lernen kann und ich bisher nur sporadisch oder gar keinen Kontakt hatte. Ich hoffe, auch mit diesen in Kontakt zu kommen. Weitere Blogger Kollegen können sich natürlich ebenfalls bei mir melden.

Neue Technologien in 2016

Zu den Themen des nächsten Jahres gehören beispielsweise Podcast und Email. Das ist für mich noch Neuland, doch ich werde mich mit diesem Gebiet demnächst auseinandersetzen. Da ich für 2016 kein Buchprojekt geplant habe, bleibt mir hierfür auch mehr Zeit.

Eine Bitte zum Schluss: wenn Ihr spezielle Wünsche und Themenvorschläge habt, dann meldet Euch gerne.

Ich wünsche allein einen guten Rutsch und verbleibe mit lieben Grüßen.
Euer Florian Müller

Social Trading “Wikifolio”

Diese Dienstleister bieten Online Plattformen an, auf deren Portal, Privatinvestoren öffentlich für alle Kunden zugänglich Ihre Strategien nachverfolgen und darin investieren können.  Jeder Privatkunde oder Interessent kann sich anmelden und ein Konto eröffnen. Es kann in ein breites Spektrum von Aktien, Fonds, Zertifikaten und weiteren Produkten investiert werden.  Wie geht es genau vonstatten mit dem Prozess?

Nach einer Registrierung kann man direkt starten und in die jeweiligen Anlagestrategien der einzelnen Investoren und Trader folgen und die Transaktionen aus der Vergangenheit beobachten. Die Transparenz ist grandios und sehr vielschichtig.

Um selber damit Geld zu verdienen, wird es allerdings schwierig.Wieso denn das jetzt? Es gibt aber Ausnahmen. Diesen möchte ich heute vorstellen. Er wird über seine Erfahrung mit Wikifolio berichten. Er ist einer der besten Trader auf der Plattform. Viel Spaß und gute Erkenntnisse. Gerne auch am Schluss Fragen und Anregungen. Würde mich freuen.

Wikifolio ist eine sogenannte Social Trading Plattform. Darunter können Personen (hier Trader genannt – ich halte mich eher für einen Value Anleger J) seit dem Start Mitte 2012 kostenlos ein Musterdepot (hier wikifolio) anlegen. Alle Käufe und Verkäufe werden dort sehr transparent angezeigt, wenn ein wikifolio für die Öffentlichkeit publiziert wurde. Die Performance und spezielle Kennzahlen werden immer aktuell angezeigt. Zusätzlich kann der Trader sich und seine Anlagestrategie vorstellen. Verstanden!

Das gab es allerdings schon immer!

Das wirklich Neue ist, dass man die Performance des geführten wikifolios in einem Zertifikat abbildet. Das Zertifikat wird von der Firma Lang & Schwarz AG an die Börse emittiert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dann kann das Zertifikat / wikifolio bei allen führenden Banken /Onlinebrokern gehandelt werden. Soviel zur Einführung. Weiter geht es im Programm. PS: Lang & Schwarz ist übrigens der einzige Broker. Also nicht wie bei Aktien etc. das an mehreren Börsenplätzen Kurse gestellt werden. Lang & Schwarz hat das Monopol.

Wie investiere ich in ein wikifolio?

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Die Zertifikate werden von der Firma Lang & Schwarz AG an die Börse gebracht. Anleger können diese dann bei allen führenden Banken und Brokern, die Zugang zur Börse Stuttgart haben, börsentäglich kaufen und verkaufen. Verstehe ich. Der Anleger erwirbt ein Zertifikat von einer deutschen Wertpapierhandelsbank, die der deutschen Finanzaufsicht (BAFIN) unterliegt. Der Trader erhält nie direkt Gelder der Anleger!

Was geschieht, wenn man Geld in ein wikifolio investiert?

Investiert man in ein wikifolio, das an die Börse als Zertifikat emittiert wurde, wird dessen Wertentwicklung ab diesem Zeitpunkt auf das investierte Geld (Zertifikat) übertragen. Also nicht wie bei Aktien oder Fonds. Steigt z.B. der Kurs um 10 Prozent, freut sich der Anleger über 10 Prozent Rendite beim Zertifikat. Der Anleger kann börsentäglich kaufen / verkaufen und so jederzeit aus einem Zertifikat aussteigen. Es gibt keinen Ausgabeaufschlag wie bei Fonds oft üblich. Es können beliebige Beträge investiert werden. Also sind die Kosten sehr gering und im Verhältnis zu anderen Produkten top. Das hört sich ja sehr gut an und klingt nach einem top Portal. Wo ist der Haken?

Was kostet ein wikifolio und wer verdient wo, was?

Für den Trader ist das Aufsetzen kostenlos. Wird das Zertifikat an die Börse gebracht, entstehen Kosten für den Anleger, der das Zertifikat kauft. Auf die „normalen“ Ordergebühren der Bank / Broker möchte ich hier nicht weiter eingehen. Erzielt das Zertifikat eine positive Rendite, zahlt der Anleger eine Erfolgsprämie (zwischen 5 und 30 Prozent der erzielten Rendite). Das ist mal ein Wort, aber in der Branche mittlerweile üblich.

Der Anleger gibt somit nur im Erfolgsfall einen Teil der Rendite ab. Die Erfolgsgebühr wird nach dem High-Watermark-Prinzip berechnet und fällt somit nur für neue Höchststände an. Okay, High-Watermark ganz einfach erklärt.

Zusätzlich wird die Gebühr von 0,95% p.a. vom gesamten eingesetzten Kapital, als Zertifikate-Gebühr abgezogen. Die Betreiber von wikifolio erhalten einen Teil der Erfolgsgebühr (50%-100%). Die Person, die das wikifolio betreut, verdient auch einen Teil (0-50%) der Erfolgsgebühr. Im Erfolgsfall kann es durchaus  zu einer WIN-WIN-WIN Situation kommen. Das Gute ist, am meisten wird verdient, wenn auch der Anleger am meisten verdient. Kennen sie das von ihrer Bank? Nein, natürlich nicht.

Vor- und Nachteile

Die Vor- und Nachteile möchte ich aus verschiedenen Sichtweisen betrachten. Einmal aus der Sicht der Person, die das wikifolio betreut, im folgenden der Trader und aus der Sicht eines Anlegers, der in ein wikifolio investiert. Sozusagen wie ein Fondsmanager. Ganz genau. Die Selektion der Einzeltitel wird von einer Person gemanagt.

Vorteile für den Trader:

  • Kostenfreie Möglichkeit, seine eigenen Handelsstrategien in einem Zertifikat abzubilden, dass an der Börse emittiert werden kann.
  • Andere Anleger können in das Zertifikat investieren und ein Teil der Gebühren geht an den wikifolio Trader.
  • Keine Transaktionskosten bei Kauf, Verkauf, Umschichtungen im Portfolio (ca. 500 € – 2500 € / Jahr Kostenersparnis bei ca. 100 Order / Jahr a 5000 €).
  • Keine Steuern beim Verkauf im Portfolio.
  • Zusätzliche Handelszeiten am Samstag und Sonntag gegenüber der normalen Börse.

Nachteile für den Trader:

  • Das Anlageuniversum wurde ständig erweitert, ist aber begrenzt.
  • Käufe, Verkäufe erfolgen immer mit (mehr oder weniger) Spread zu den angebotenen Kursen von Lang & Schwarz.
  • Falls der wikifolio Trader in sein eigene Strategie investiert, muss auch er Performancegebühr zahlen und erhält nur einen Teil zurück.

Vorteile für den Anleger:

  • Hohe Motivation des wikifolio Traders, da er nur Geld verdient, wenn auch der Anleger verdient. (Schlagen Sie das einmal Ihrer Bank vor).
  • 100% Transparenz über Käufe, Verkäufe, Portfoliostruktur und Performance.
  • Klares Gebührenmodell, kein Ausgabeaufschlag, keine  Vertriebsprovision, keine versteckten Kosten.
  • Zugang zu unterschiedlichen Handelsstrategien ohne hohe Anlagebeträge.

Nachteile für den Anleger:

  • Der Anleger trägt das Emittentenrisiko. Im Falle einer Pleite des Emittenten würden die Papiere wertlos verfallen (wie bei allen Zertifikaten vs. ETF’s / Fonds).

Faktencheck

Seit dem Start der Plattform (August 2012), wurden schon über 450 Mio. € investiert. Über die Abflüsse gibt es leider keine offiziellen Informationen. Insgesamt gibt es aktuell über 11000 (Stand Nov. 2015) Strategien. Mehr als 3500 davon sind investierbare wikifolios. Circa 11,5% der investierbaren Wikifolios haben „Real Money“ Status. Tendenz weiter stark steigend. Das heißt:

„Jeder Trader hat natürlich die Möglichkeit, wie jeder Anleger, auch selbst über das entsprechende wikifolio-Zertifikat in sein wikifolio zu investieren. Kann der Trader einmal im Quartal nachweisen, dass er mindestens € 5.000,- in das wikifolio-Zertifikat zu seinem wikifolio investiert hat, so wird dieses wikifolio als „Real Money“, also als „Echtgeld“ wikifolio, gekennzeichnet.“

Warum bin ich auf der Plattform als Trader und Anleger?

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren gerne mit dem Thema Geldanlage und Aktien. Sehr schön. Für andere ist das kein Spaß. Ich habe sehr viele Erfahrungen / Fehler gemacht und meine Ausbildung war sehr teuer (da ich auch viel Lehrgeld bezahlt habe). Oft wurde ich von Freunden und Verwandten um Tipps bezüglich Geldanlage und Aktien gebeten. Wie ich auch. Jetzt ist die Umsetzung mit Hilfe von wikifolio sehr einfach. Je nach Risikoneigung können sie eines meiner Zertifikate bequem über ihre Bank ordern. Daneben genieße ich die weiteren Vorteile, wie z.B. keine Ordergebühren, Steuern beim Kauf/Verkauf. Ich bin seit dem Start dabei und betreue 8 wikifolios. Bei allen von mir betreuten Depots bin ich „Real Money“ Trader und habe somit selber investiert. Jetzt registrieren auf wikifolio.com
In Top-Trader investieren! (Bild, 728x90)

Zum Autor:

PPinvest gehört zu den Top Tradern auf diesem Gebiet. In seinen sieben investierbaren wikifolios verwaltet er ca. 3 Millionen €uro. Sein wikifolio „Magier der Märkte“ gehört zu den größten wikifolios nach Anlagevolumen. Es hat seit seiner Auflegung eine Performance von mehr als 150% erzielt.  Seit Erstemission am 4.02.2014 von 129,9% erreicht. Sein Dachwikifolio „BEST OF PPinvest +“ führt aktuell die Rangliste an und in seinem Blog schreibt er laufend zu diesem Thema.

Was haltet ihr von Wikifolio und anderen Social Trading Plattformen?

Weitere interessante Themen zu Robo Advisor und digitalen Vermögensverwaltern findet sich hier

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Auf gute Investments

Euer Florian

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Stehen Sie meistens vor Ihrem Bankberater und fühlen sich ihm unterlegen? Kontern Sie, indem Sie ihm präzise Fragen zu verschiedenen Themen stellen und hören Sie dabei ganz genau zu, was er antwortet. Mit den folgenden Zehn Fragen an Bankberater sollten Sie Ihren Berater unbedingt konfrontieren und eine passende Antwort erhalten:

Zehn Fragen an Bankberater

  1. Wenn Sie mehr als 10% Sollzinsen auf Ihrem Girokonto zahlen und von Zeit zu Zeit im Soll sind, sollten Sie nach günstigeren Konditionen fragen. Die Banken leihen sich das Geld für unter 1% aus. Alles über 10% an Zinsen ist absolut überhöht und meines Erachtens unverschämt.
  2. Fragen Sie ihn nach verschiedenen Vorsorgeprodukten. Wenn er Ihnen nur hauseigene Produkte anbietet, fragen Sie, ob es auch unabhängige Produkte gibt. Die hauseigenen Produkte sind meistens verschachtelt und sehr teuer.
  3. Fragen Sie konkret nach den Kosten verschiedener Produkte und lassen Sie es sich en detail auf einem Block nachvollziehbar erklären. Fragen kostet nichts!
  4. Bevor er Ihnen etwas anbietet, sollte er Ihre finanzielle Lage erfragen, um ein umfassendes Bild zu bekommen. Nur so lässt sich ein spezifisches, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt finden. Ansonsten ist eine Beratung von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
  5. Nennen Sie ihm konkret ein monatlichen Betrag, den Sie zur freien Anlage verwenden würden. Zum Beispiel: Ich würde gern 100€ monatlich langfristig für meine Altersvorsorge anlegen. Was nennt er Ihnen für Produkte?

Zehn Fragen Bankberater

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  1. Unterschreiben Sie niemals beim ersten Bankberatungstermin irgendwelche Unterlagen, sondern nehmen Sie alles mit, schlafen Sie darüber und schauen Sie es sich in Ruhe nochmals detailliert an. Recherchieren Sie und fragen Sie im Freundeskreis nach deren Meinung.
  2. Versteckte Kosten finden Sich oftmals in den AGBs, welche kaum identifizierbar sind! Fragen Sie, ob Sie die Kickbacks (Retrozessionen) ausgezahlt bekommen bei Abschluss eines Fondsprodukts beispielsweise. Diese sind versteckte Kosten und Ihr Berater wird sich wundern, dass Sie dieses Wort kennen und denken, Sie sind ein Profi.
  3. Seien Sie selbstbewusst gegenüber Ihm. Sobald Sie sich unsicher fühlen oder er Sie in die Enge treibt, sollten Sie das Gespräch beenden. Werden Sie gedrängt, ist das womöglich die Provisionsgier des Beraters, der eine ordentliche Summe an Ihnen verdienen will. Fragen Sie ihn doch konkret, was er bekommt an Provision, wenn Sie den Abschluss erwägen, denn bei dieser Frage wird er sehr überrascht schauen.
  4. Fragen Sie nach konkreten Online Angeboten, die Ihre Bank anbietet. Diese sind meistens kostengünstiger
  5. Fragen Sie nach eventuellen Ausgabeaufschlägen die bei Abschluss eines Produkts anfallen, denn diese können oftmals bis zu 5% des angelegten Betrags sein.

Zehn Fragen an Bankberater – Fazit

Es gibt noch unzählige weitere Faktoren und Parameter, die man berücksichtigen sollte. Authentizität und Fairness sowie Respekt im Gespräch mit dem Bankberater sind dabei oberstes Gebot und eigentlich selbstverständlich. Begegnen Sie Ihrem Bankberater auf Augenhöhe und unterschreiben Sie nicht voreilig vorgeschlagene Produkte und achten Sie auf die Transparenz und das Verhalten Ihres Gegenübers. Mit den 10 Fragen sollten Sie für den Ersttermin gut gerüstet sein.

Viel Erfolg !

Mit einem Freistellungsauftrag können Sie sich bis zu einer gewissen Grenze von Steuern und Sozialabgaben befreien. Jeder Ledige kann jährlich bis zu einer Grenze von 801€ Gewinne auf Kapitalvermögen (im engeren Sinne Aktien und Immobilien) unversteuert einbehalten. Bei Verheirateten beträgt die Freistellung das Doppelte, also 1602€.

Praxisbeispiel für die Frage: Was ist ein Freistellungsauftrag?

Realisiert man beispielsweise einen Gewinn aus Aktiengeschäften in Höhe von 1000€ in einem Jahr, fallen nur auf die Differenz 1000€ – 801€ = 199€ Steuern an, sofern man einen Freistellungsauftrag bei der dementsprechenden Bank eingerichtet hat. Auf diesen zu versteuernden Betrag von 199€ fallen 25% Abgeltungssteuer (49,75€), sowie 5,5% Solidaritätszuschlag auf den Betrag der Abgeltungssteuer (rund 2,74€) an. Zu guter letzt kommt noch die Kirchensteuer obendrauf mit 9% (rund 4,48€) auf den Abgeltungssteuerbetrag. In den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg sind es 8% (3,98€). Ist man aus der Kirche ausgetreten, fällt selbstverständlich keine Kirchensteuer an, dies muss man aber der Bank dann auch dementsprechend mitteilen. Alle Steuern aufaddiert, haben wir eine Steuerbelastung von ungefähr 57€, bei Ausschöpfung des vollen Freistellungsauftrages in Höhe von 801€. Für die 1000€ realisierten Gewinn ist die Steuerbelastung mit 57€ also sehr gering.

Nehmen wir nun dasselbe Beispiel, aber diesmal ohne die Einrichtung eines Freistellungsauftrages.

Praxisbeispiel ohne Freistellungsauftrag

Wir haben ebenfalls einen Gewinn aus Aktiengeschäften in Höhe von 1000€, aber diesmal ohne Freistellungsauftrag. Ergo werden für die vollen 1000€ die 25% Abgeltungssteuer + 5,5% Solidaritätszuschlag +8%(9%) Kirchensteuer fällig. Somit haben wir eine steuerliche Gesamtbelastung in Höhe von 250€ Abgeltungssteuer + 13,75€ Solidaritätszuschlag + 20€ (in Bayern und Baden Württemberg) respektive 22,5€ in den anderen Bundesländern. Summiert ergibt sich eine steuerliche Gesamtbelastung in Höhe von rund 285€.

Fazit

Ein Freistellungsauftrag bringt eine Ersparnis bei einem Gewinn von 1000€ in Höhe von (285€-57€) 228€. Diesen Freistellungsauftrag bei einer Onlinebank einzurichten, ist nicht besonders schwer. Man findet ihn meistens unter der Rubrik Steuern und dann einem separaten Reiter mit dem Namen Freistellungsauftrag. Falls man die Rubrik nicht findet, kann man immer noch die kostenlose Hotline der entsprechenden Bank zur Rate ziehen. Bei einem Engagement in Aktien ist es wichtig, diesen Freistellungauftrag vorab einzurichten. Man kann ihn auch auf mehrere Banken verteilen, jedoch darf er bei Ledigen die Summe von 801€ sowie bei Verheirateten 1602€ nicht überschreiten.

Hier kostengünstig ein Depot abschließen, Freistellungauftrag einrichten und Sparplan einrichten:

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Bei der Auswahl, welche Onlinebank ist die richtige, stellt sich immer wieder diese Frage?

Es gibt unzählige Anbieter, welche man für seine Börsengeschäfte nimmt, sind eines der wichtigsten Kriterien die Kosten für das Konto, das Depot und die Transaktionskosten bei eventuellen Börsengeschäften. Es gibt eine Vielzahl von Onlinebanken und die Zahl nimmt stetig zu. Im Gegensatz zu Hausbanken kann man dort sehr schnell ein Konto einrichten, was oft deutlich günstiger ist. Sie müssen bei den meisten Onlinebanken keine Kontoführungsgebühren zahlen, die monatlichen Bearbeitungsgebühren fallen größtenteils auch weg.

Welche Onlinebank ist die richtige / Die Eröffnung

Die größten und zugleich auch am Bildschirm am Einfachsten zu handhabenden Onlinebanken sind die Comdirect, die Consors Bank oder die ING-Diba. Sie müssen lediglich die Konto- und Depoteröffnungsunterlagen bei der entsprechenden Onlinebank aufrufen, ausdrucken und ausfüllen. Damit gehen Sie zur Post, wo über ein so genanntes Postident-Verfahren der Postmitarbeiter anhand des Personalausweises Ihre Identität überprüft. Danach gehen die ausgefüllten Unterlagen an die Onlinebank. Nach spätestens einer Woche sollte ein Brief zurückkommen, mit der Konto- und Depotnummer sowie einer TAN- Liste für Orderaufträge. Damit sind Konto sowie Depot eröffnet, Sie können gleich starten. Bei vielen Banken bekommt man zusätzlich noch eine Eröffnungsprämie, teilweise bis 100€ oder mehr, geschenkt. In regelmäßigen Abständen gibt es neue Angebote.

Die Qual der Wahl

Für welche Onlinebank Sie sich entscheiden, hängt von dem Ziel ab, das Sie verfolgen. Die Onlinebanken geben sich von Seiten der Kosten betrachtet nicht sonderlich viel. Im Gegensatz zu einer Hausbank sind sie wesentlich günstiger und bei etwaigen Problemen steht Ihnen oft eine kostenlose Hotline bis 22 Uhr zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht, diese auch anzurufen, denn sie beantworten auch sämtliche Fragen rund um Ihr Konto und Depot.

Schritt 1

Sobald Sie sich für eine Bank entschieden haben und Ihre Unterlagen haben, machen Sie sich erstmal mit der Nutzeroberfläche der Bank vertraut und gehen Sie einzelne Menüpunkte durch. Danach überweisen Sie Ihr erstes Geld auf das neue Konto. Wenn dies funktioniert hat, können Sie sich der Geldanlage widmen, was ich in den nächsten Schritten erläutern werde – es geht um Sparplan einrichten, Freistellungsaufträge etc..

 

Hier einige Anbieter, die ich bedenkenlos empfehlen kann:

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Was oft als “Grauen” wahrgenommen wird, sind die täglichen Schwankungen an der Börse. Die falsche Einstellung zu den Schwankungen an der Börse werde ich im folgenden Beitrag beleuchten. Im Fachjargon wird dies als Volatilität bezeichnet. In den Medien werden diese immer als Hiobsbotschaften verbreitet, vornehmlich wenn der Markt stark nach unten einbricht. Steigt beispielsweise der DAX, wie letzte Woche gesehen um knapp 800 Punkte, wird dies nicht sonderlich kommuniziert seitens der Medien. Ergo entsteht für den Laien ein Gefühl der Angst, was das Thema Börse und Aktien betrifft.

Normale Schwankungen an der Börse

Ausschläge nach unten oder Korrekturen an der Börse werden viel emotionaler und drastischer empfunden als steigende Kurse nach oben. Somit entstehen immer Vorurteile und Berührungsängste gegenüber der Börse. Es wird als etwas Schlimmes betrachtet, wie Roulette im Casino, an dessen Rad sich nur Gauner und Wohlhabende bereichern. Dadurch entsteht ein völlig falscher Eindruck von der Börse im Allgemeinen.

Die “gefühlte und die tatsächliche Volatilität” weichen erheblich voneinander ab

Gefühlt, nehmen wir Menschen Negativmeldungen doppelt so stark wahr wie positive Meldungen. An der Börse wird deshalb oft der Fehler gemacht, dass man an Verlusten zu lange festhält und Gewinner- Aktien zu früh verkauft. Eine solide, langfristig aufgestellte Strategie mit einem breit diversifizierten Portfolio reduziert nicht nur die Schwankungsbreite, sondern federt auch die Volatilität ab. Zudem muss ein Gespür für “normale” tägliche Schwankungen vom Privatanleger entwickelt werden, um sich nicht beirren zu lassen. Man benötigt sozusagen einen Anker, woran man sich orientieren und festhalten kann. Dies benötigt Zeit und Erfahrung und kann nicht von heute auf morgen erlernt werden. Leider kehren viele Privatanleger der Börse den Rücken, sobald sie Verluste an Aktien realisiert haben. Infolgedessen wendet man sich enttäuscht von der Börse ab, anstatt seine Fehler zu analysieren und an sich zu arbeiten.

Volatilität ist was Positives

Verinnerlichen Sie, wenn das nächste Mal eine Krisenmeldung kommt, dass so etwas auch seine schönen Seiten hat und drehen Sie den Spieß einfach mal um. Denken Sie konträr zur allgemeinen Marktstimmung und Sie werden erfolgreich agieren. Seien Sie skeptisch, wenn allesamt euphorisch klingen. Mit dieser Einstellung wird man langfristig sehr erfolgreich sein. Schwankungen sind der Aufpreis, den man in Kauf nehmen muss, um zukünftig hohe Renditen einzufahren.

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