Schwankungen Börse: Ein oft negativ wirkender Begriff sind die Schwankungen an der Börse. Dabei sind diese in der Realität und auf lange Frist gesehen eher von Vorteil. In der folgenden Grafik sind die verschiedenen Anlagehorizonte und deren Volatilitäten zu unterschiedlichen Zeitpunkten dargestellt. Die Daten habe ich vom Deutschen Aktieninstitut und ausgewertet.
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Schwankungen an der Börse sind eine Chance, kein Risiko
Das beste Börsenjahr beim DAX ging einher mit einem Plus von sagenhaften 84%, das schlechteste mit einem Minus von 44%. Im Zweijahreszeitraum schnitt der DAX immer noch mit grandiosen 44% ab, der schlechteste Zeitraum im 2 Jahres-Rhythmus verzeichnete ein Minus von 33%. Nach 5 Jahren war der schlechteste Zeitraum durch ein Minus von 9% gekennzeichnet, der beste Zeitraum mit einem Plus von 30%. Nach 10 Jahren gab es beim DAX lediglich ein Zeitraum der negativ war mit -2%. Der beste 10 Jahres-Zeitraum ging einher mit einer durchschnittlichen Rendite von 16%, p.a. wohlgemerkt. Nach 20 Jahren Beobachtungszeitraum gab es keine negativen Renditen mehr beim DAX. Der schlechteste Zeitraum erwirtschaftete lediglich 1%, aber der beste 20 Jahreszeitraum hingegen 15%.

Schwankungen Börse – Ausdauer, Geduld und Disziplin an der Börse

Gut zu erkennen ist die abnehmende Volatilität im Laufe der Jahre und Jahrzehnte, wobei auch mit zunehmendem Anlagehorizont die Wahrscheinlichkeit steigt, positive Renditen zu erwirtschaften. Im Gegenzug sinkt die Wahrscheinlichkeit, negative Renditen zu erzielen von Jahr zu Jahr deutlich. Ausdauer, Geduld und Disziplin sind daher oberstes Gebot in volatilen Märkten. Der Fokus sollte immer auf die Langfristigkeit (im Optimalfall, das Investieren über Dekaden) ausgerichtet sein. Innehalten und Schwankungen durchzustehen ist letztendlich der Preis, der gezahlt wird, um langfristig entlohnt zu werden, wobei die „Behavioral Finance“, besser gesagt die Verhaltenspsychologie eine entscheidende Rolle spielt.

Schwankungen Börse – Fazit

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Es ist und bleibt eine mentale Sache, denn in einer immer kurzatmigeren Zeit wird es natürlich für den Privatanleger schwieriger, nicht in Aktionismus zu verfallen. Dies ist und bleibt die Königsdisziplin beim Investieren. Die erfolgreichsten Anleger verfolgen oftmals die Buy & Hold Strategie und verkaufen Ihre Aktien oder ETFs nicht. Liegenlassen, Schlaftablette nehmen und schlafen, war einst schon eine alte Börsenweisheit des Altmeisters Kostolany.

Auf gute Investments

Allzeithoch möglich an den Börsen?

Die Aktienmärkte haben sich seit dem Brexit-Einbruch am Montag wie erwartet recht schnell erholt. Der DAX steht bei derzeit 10.700 Punkten. Von seinem Allzeithoch ist er zwar noch gute 1.500 Punkte entfernt, aber neue Angriffe auf die Bestmarken sind durchaus nicht unrealistisch. Die amerikanischen Börsen sind uns ein wenig voraus. Hier wurden bei sämtlichen Indizes neue Rekorde gebrochen. Mit einer global ausgerichteten Strategie hat man wieder einmal von den neuen Rekorden profitiert. Der Home Bias ist in Deutschland zu sehr verankert. Es wird grundsätzlich immer nur der DAX als Indikator genommen. Viele Banken haben das Geld Ihrer Kunden zu einseitig angelegt und hinken im Performancevergleich anderen Marktteilnehmern deutlich hinterher. Das ist oftmals das Dilemma der deutschen Anleger. Ein Phänomen, das aber auch in anderen Ländern zu beobachten ist. Die Depots sehen teilweise aus wie zusammengewürfelt. Eine klare Struktur geschweige denn Tendenz der Ausrichtung ist nicht erkenntlich. Ein Dilemma, was viele in einen phlegmatischen Zustand versetzt.
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Allzeithoch möglich an den Börsen – Was passiert weiterhin?

Die Schleusen der EZB, den Markt weiterhin mit Geld zu fluten, sind immer noch geöffnet. Die Negativzinsen werden sich weiter ins Negative bewegen, sodass viele ihre Ersparnisse umschichten werden. Immer noch schlummern etliche Billionen Euro auf unrentablen Tagesgeldkonten oder auf dem Sparbuch. Das Geldvermögen der deutschen Haushalte liegt bei über 5 Billionen Euro. Trotz dieser Geldschwemme kommt die gewünschte Zielinflation von 2% nicht in Reichweite. Die Ölpreise stagnieren immer noch auf niedrigem Niveau, was dem Konsumenten jeden Monat eine deutliche Kostenersparnis an der Zapfsäule beschert. Das Geld, was „über“ bleibt wird sofort in Konsum umgewandelt.

In der Bredouille

Große Pensionsfonds etc. müssen Ihre Strategien neu überdenken, da die großen verwalteten Summen jetzt Negativzinsen abwerfen. Die Versicherungsbranche steht auch vor einem gewaltigen Problem. Einerseits müssen die Altverträge mit hohen „garantierten“ Zinsen bedient werden, andererseits können sie selbst das Geld, welches mündelsicher angelegt werden muss, nicht mehr verzinsen. Im Umkehrschluss entsteht eine Lücke und die Reserven der Versicherer müssen angegangen werden, um diese Forderungen zu bedienen. Geht die Spirale mit den Negativzinsen weiter nach unten, wird die Situation noch brenzliger und aussichtsloser.
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Umschichtungen sind darüber hinaus zwangsläufig notwendig. Der Begriff Crack-up-Boom kommt dabei immer häufiger zum Einsatz. Zu neudeutsch auch Katastrophenhausse genannt. Dieser Begriff meint einen steigenden Aktienmarkt, welcher sich nicht daraus speist, dass die Konjunktur- und Firmenaussichten sich dramatisch verbessern, sondern dass das Geld aufgrund der Alternativlosigkeit in den Aktienmarkt fließt. Dies führt dann zu einem Nachfrageüberschuss, welcher die Aktienmärkte fulminant nach oben steigen lässt. Dieses Szenario wäre in der Langfristperspektive denkbar, sollte der Glauben in den Euro dramatisch an Wert verlieren. Anzeichen hierfür gibt es schon lange. Dies bleibt jedoch vorerst ein Gedankenspiel und man mag gespannt sein, wie sich Europa weiterentwickeln wird.

Finanzieller Plan: Eine genaue, langfristige Planung ist beim Vermögensaufbau oder der Vermögenssicherung etc. unabdingbar. Wer keinen finanziellen Plan hat, wird als Kunde enttäuscht von einem Vermögensverwalter zum anderen wechseln, sein Depot wird verkauft und neu strukturiert.

Leider sehe ich auch bei vielen Privatanlegern im älteren Semester keine eindeutige Strategie. Das ist nicht gut und wird später mal teuer werden.
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Sie waren bis dato in den Händen des Bankers gefangen und haben ihn machen lassen. Dies ist schade, denn wenn man seit Anfang null Struktur im Depot hat, kann dies zu einem langfristigen Fiasko werden und man bezahlt Unsummen an Lehrgeld. Doch wenn man in jungen Jahren eine Strategie herausgearbeitet hat, sollte man dieser vertrauen und im besten Fall Jahrzehnte lang durchstehen. Das ist dann vom Erfolg gekrönt.

Finanzen selbst in die Hand nehmen heißt die Devise.

Finanzieller Plan ist ein MUSS!

Um eine Strategie für sich zu erarbeiten, ist ein wenig Aufwand von Nöten. Wobei?

Es gibt gute Bücher zu lesen, die sich mit Vermögensaufbau beschäftigen. Wie ich durch meine praktische Arbeit mitbekomme, werden von den Banken grundsätzlich keine Strategien angeboten, sondern lediglich hauseigene teure Produkte mit einem hohen Kostenfaktor, einem schönen Namen und oftmals einem gekauften „Prädikatsmerkmal“, welches das Produkt von den anderen unterscheidet.

Ich werde auch immer im Privatumfeld nach heißen Tipps gefragt. Ich antworte mit Fragen wie „Wie sieht dein Risikoprofil aus? Deine Intention? Wie ist dein Anlagehorizont? Hast du Erfahrung am Aktienmarkt?“ –  dies ist nur ein Bruchteil der Fragen, danach werde ich meist sehr schief angeschaut. Gut, dann sollen sich die Interessenten ihre heißen Tipps bitte bei den einschlägig ausgewiesenen Analysten der Banken holen. Eine langfristige Strategie aus Aktien und ETF ist das Non Plus Ultra. Man muss die Disziplin besitzen an dieser Strategie auch über Jahre festzuhalten.

Das Thema ist viel zu wichtig, um es nach einem harten Tennismatch am Stammtisch nebenher zu durchleuchten. Außerdem liegt es den meisten nicht. Es gibt wenige Privatanleger, die für die Börse geschaffen sind. Die Emotionen haben die Wenigsten unter Kontrolle. Hieraus ergeben sich schlimme Fehlentscheidungen, nicht nur an der Börse. Auch in anderen Bereichen wie Beziehung, Job etc. ist es fatal sich von Emotionen leiten zu lassen. Ganz rational abzuwägen ist eine Disziplinfrage und kann nach und nach erlernt werden. Es ist aber ein harter Weg dorthin. Also Vollgas geben.

Finanzieller Plan ist ein Muss

Die meisten Privatanleger sind zu ungeduldig und setzen nicht auf den Langfristaspekt. Als Portfoliomanager habe ich mir oft anhören müssen, dass Aktionismus am Aktienmarkt vom Kunden positiv empfunden wird, wohingegen es Vorwürfe gibt, wenn ein paar Monate keine Transaktionen stattfinden. Geduld, Disziplin, Ausdauer, Aktien und Sparen ist oberstes Gebot. Nach diesen Grundsätzen sollte strikt gehandelt werden. Dann ist man immer auf der Siegerstraße.  Somit bekommt man gleich den richtigen Umgang mit Geld und den natürlichen Schwankungen.

Die Einstellung ist sehr wichtig

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Ich bin dagegen immun. Ich hatte bereits in jungen Jahren, mit 25 Jahren, sehr viel Verantwortung für viel Geld. Damals bei Prof. Otte waren es knapp 80 Millionen € an Kundengeldern, gebündelt in einem Fonds. Bei der unabhängigen Vermögensverwaltung, für die ich zuletzt arbeitete, wurden Kundengelder in Höhe von knapp 1 Milliarde Euro betreut. Hier war ich als ausführendes Organ mit sämtlichen Depotbanken in Verbindung, um die Transaktionen bei entsprechenden Käufen und Verkäufen durchzuführen. Auch hier muss man hochkonzentriert sein. Ein Zahlendreher oder eine Null zu viel und es kann ein Super Gau werden.

Finanzieller Plan ist ein Muss – Award

Noch etwas in eigenem Interesse. Ich bin für den Comdirect Finanzblog Award nominiert worden und freue mich über eine Abstimmung zu meinem Blog. Nachfolgend der Link zur Abstimmung: http://bit.ly/2aLSkjq Besten Dank und auf gute Investments.

Viele Grüße und auf gute Investments

Euer Florian

PS: Meine Bücher auf Amazon gibt es hier.

Wieso steigt die Börse eigentlich langfristig immer?

Wieso steigt die Börse langfristig immer. Ich werde immer mehr gefragt, wieso ich so optimistisch gegenüber Aktien bin und jedem nur rate, nicht zu versuchen, den Aktienmarkt zu timen. Der beste Zeitpunkt zu investieren lautet nach meinem Credo immer „JETZT“! Auch im mittleren Alter, sprich, wenn Sie zwischen 50 und 60 Jahren sein sollten, hat man immer noch eine hohe Lebenserwartung. Diese Zeit kann man immer noch rentabel nutzen, um sich am Aktienmarkt mit hohen Quoten zu engagieren. Gerne zeige ich dazu immer wieder die Grafik des Renditedreiecks vom Deutschen Aktieninstitut auf https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/2015-12-31%20DAX-Rendite-Dreieck%2050%20Jahre%20Web.pdf

Wieso steigt die Börse langfristig immer – Realistische Renditen an der Börse

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Langfristige Renditen von 7-8% sind durchaus realistisch und ab einen Zeitraum von 15-20 Jahren fast immer erreichbar gewesen. Dies hängt an Folgendem: Der DAX beinhaltet die 30 größten Unternehmen in Deutschland, der MDAX die 50 nachfolgenden Unternehmen nach dem DAX. Diese werden anhand verschiedener Kennzahlen im regelmäßigen Turnus gerankt und danach eingestuft. Hier gibt es ein Selektionsverfahren, sodass wirtschaftliche gute Unternehmen nach oben gelangen und schlechte Unternehmen nach unten fallen in einen kleineren Index. Es erfolgt eine natürliche Auslese. Ergo hat dies zur Folge, dass der Index die wirtschaftlich guten Unternehmen, ich nenne den DAX jetzt mal Warenkorb, behält und die schlechten Unternehmen absondert. Und die Aktienkurse wirtschaftlich guter Unternehmen steigen langfristig überdurchschnittlich, was zur guten Rendite führt, ungeachtet aller natürlichen Schwankungen zwischendurch.

Also sollte jeder sofort investieren und nicht lange zögern. Die Frage nach dem Markttiming ist im Endeffekt eine unnötige Diskussion. Man sollte nicht auf viele so genannte Experten hören. Ich habe bisher keinen Fondsmanager kennengelernt, welcher langfristig mit eigenem Markttiming eine Outperformance erzeugen konnte, also über dem Durchschnitt lag. Ein gutes Sprichwort eines erfolgreichen Managers lautete einst: „Time in the market is more important than timing the market“ (John Templeton)

Dies habe ich verstanden und auch persönlich verinnerlicht. Viele Anfänger und Börsenneulinge lassen sich leicht blenden von Faktoren wie niedrigem Kurs an den Börse, Analystenempfehlungen etc. Danach wird dann eine Kaufentscheidung für eine Aktien getroffen. Eine in meinen Augen sehr waghalsige Geschichte, die oftmals auf schlecht recherchierten Informationen beruht.

Wenn wir nicht den Markt timen sollen, brauchen wir dann eine Strategie, um das Geld immer sofort anzulegen, oder?

Die Frage, welche sich hier stellt, ist entweder auf Einzelaktien zu gehen oder eine globale Strategie mit ETFs zu wählen. Hier bin ich ganz klar für die Variante mit den ETFs, da diese langfristig in 90-95% der Fälle den Fondsmanager schlagen. Die meisten Fondsmanager schlagen langfristig den Markt nicht und zudem sind ihre Kosten deutlich höher. Zwei schlagkräftige Argumente, die für die passive Anlagestrategie a la ETF stehen. Aber auch auf dem Gebiet der ETFs kann man als Laie viele Fehler machen und sollte sich daher an einen Profi wenden.

Wieso steigt die Börse langfristig immer?

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Ich bin gerade dabei, ein optimales Portfolio mit einer globalen Ausrichtung mit ETFs aufzubauen. Mit unterschiedlichen Aktien und Anleihequote je nach Risikoprofilierung. Das Charmante bei der ganzen Sache ist, dass oft quartalsweise Ausschüttungen erfolgen und die Abwicklung recht unproblematisch ist. Steht die Strategie erstmal, ist von Zeit zu Zeit eine gewisse Feinadjustierung notwendig, sprich Rebalancing an die ursprünglichen Länder, Branchen etc., eine Diversifikation und Ausrichtung. Ein genaues Beobachten der Märkte etc. ist weiterhin notwendig. Der Portfoliomanager kann so schnell auf marktnahe Informationen reagieren, optimal agieren und notwendige Orders zeitnah über die entsprechende Depotbank platzieren. ETFs stehen für mehr Transparenz, sind kostengünstig und einfach zu handhaben.

 

Wie geht es weiter an der Börse mit der EU, der Schuldenproblematik, dem Finanzkapitalismus?

Wie geht es weiter an der Börse. Fragen über Fragen, welche nicht einfach in einem einzelnen Blogbeitrag detailliert erläutert werden können. Deshalb habe ich mich am Wochenende mit dem neuen Buch einer meiner Mentoren, Marc Friedrich, auseinandergesetzt. Die Spiegel-Bestsellerautoren Friedrich&Weik hatten mir ein kostenloses Exemplar seines neuen Werkes gesandt. Der Titel lautet „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“. 

Was steht dort drin?

In den knapp über 300 Seiten des Buches werden epochale und geschichtliche Hintergründe zum bestehenden Geldsystem, dem Kondratjew-Zyklus und die derzeitige Schuldenthematik der EU ausführlich beschrieben. Wichtige Fragestellungen, die dabei hinterfragt werden, sind folgende:

  • Zerstört der Turbokapitalismus unser System?
  • Wie lange dauert das überbordende Konsumverhalten noch an?
  • Haben die amerikanischen Technologieunternehmen zu viel Macht?
  • Wie weit kann die weltweite Schuldenuhr noch strapaziert werden?
  • Wie stark klafft die Schere zwischen Arm und Reich noch auseinander?
  • Wohin reichen die Verstrickungen von Großkonzernen und deren Geflechte?
  • Wie mag die Welt zukünftig aussehen, wenn die Digitalisierung in dem Tempo voranschreitet wie bisher

Im nachfolgenden mein Statement zu dem Buch. Weiterhin auch die Schlussfolgerung dadurch.

Wie geht es weiter an der Börse – Viele neue Erkenntnisse durch das Buch

Die Ehrlichkeit und die Authentizität der beiden Autoren kommt dabei, wie in den vorangegangenen Büchern, sehr deutlich zum Vorschein.  Die Quintessenz lautet weiterhin, dass die EU bei dem Projekt EURO gescheitert ist und die Problematik nur weiter in die Zukunft ausgelagert wird – mit dramatischeren Folgen. Die Injektion der Geldspritzen seitens der EZB wird schon bald zum Erliegen kommen. Was ich persönlich sehr gut finde ist, dass nicht nur die bekannten Themen angesprochen werden, sondern vielmehr am Schluss des Buches konkrete Lösungsansätze der beiden Ökonomen aufgezeigt werden. Einige Beispiele anbei:

    OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

      • sofortiger Stopp des EZB Anleihekaufprogramms
      • strukturierte Auflösung des EURO
      • Einführung nationaler Währungen

      Als Kenner der Thematik war mir vieles bekannt; interessante Auswertungen, Verstrickungen und Verflechtungen, Steuerparadiese, Bevorzugung von Großkonzernen wurden detailliert aufgezeigt sowie Machtverhältnisse zwischen Staaten und Konzernen in einer Europakarte plastisch verglichen. Das künstliche Aufblähen der Geldmenge führte seit der Finanzkrise 2008 zu noch mehr Schulden, zu höheren Boni für Banker und einem gigantischen Handel an sonstigen Derivaten; sogenannten OTC Geschäften (Wetten, die abseits eines geregelten Marktes laufen, wie beispielsweise die Börse).

      Diese Geschäfte belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von 650 Billionen Euro. Eine immense Summe, die kaum vorstellbar und überhaupt nicht greifbar ist. Allein die Deutsche Bank hat in ihrer Bilanz diesen Posten mit 55 Billionen Euro stehen. Das ist das knapp 20-fache des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland. Sprich, die gesamtwirtschaftliche Leistung von Deutschland ist ein Klacks gegen diese Wetten. Es hat sich also nichts Wesentliches verbessert. Noch schlimmer, die Geschäfte und Machenschaften sind schon wieder im größeren Umfang vorhanden, als vor der Finanzkrise. Zudem werden die nächsten geldpolitischen Schritte weitaus heftigere Folgen mit sich ziehen, so Weik und Friedrich.

      Wie geht es weiter an der Börse – Resümee

      Ein spannendes und lesenswertes Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann. Durch dieses Buch konnte ich neue Eindrücke gewinnen und neues Wissen generieren. Es fehlt mir aus Sicht eines Privatanlegers lediglich die Aussage, in was ich investieren sollte, wenn die Immobilien- und Aktienmärkte überteuert sind und sich dort erste Blasenbildungen abzeichnen, wie im Buch beschrieben. Aber dies ist wohl eher mein subjektiver Eindruck.

      OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

      Was bringt das nächste Börsenjahr! Der Dax beendete das Börsenjahr 2015 mit knapp 10% im Plus. Trotz der ganzen Unruheherde rund um den Globus ist dies ein passables Ergebnis. Der Dax-Tiefststand lag bei unter 9400 Punkten und im April 2015 standen wir bei über 12300 Punkten. Eine Spanne der Volatilität von knapp 3000 Punkten. Klingt viel, ist es aber nicht. Rein prozentual sind dies rund 25% Schwankungsbreite. Im langfristigen Mittel liegen wir hier deutlich unter dem Mittelwert der letzten 50 Jahre von rund 40%. Seit dem Tiefststand von Mitte 2011 bei einem Stand von knapp 5000 Punkten hat der DAX somit über 100% Gewinn erzielen können. Aktuell stehen wir bei rund 10.600 Punkten.

      Vorsicht Momentaufnahme

      Auch wenn ich immer wieder die steigenden Märkte betone und deren positiven Entwicklung schildere, muss ich erwähnen, dass in den letzten Jahren die Börse durch das billige Geld der Notenbanken mit viel Liquidität gepusht worden ist. Wir befinden uns immer noch in einem intakten Bullenmarkt, der seit knapp 5 Jahren in Deutschland anhält. Irgendwann wird sich die Situation wieder ändern. Wann dies sein wird, steht in den Sternen. Eine Prognose, wann wir wieder fallende Kurse oder sogar einen Bärenmarkt sehen werden, wage ich nicht.

      Zinserhöhung

      Schauen wir über den großen Teich nach Amerika. Dort wurde Mitte Dezember von der FED (der Zentralbank Amerikas) die erste Zinserhöhung nach fast 10 Jahren eingeleitet. In Europa haben wir noch keine Anzeichen seitens der EZB, dass Zinsen wieder steigen. Die Konjunktur ist derweil nicht so stark wie in den USA. Ergo werden die Kredite für Unternehmen wieder teurer, was die Investitionstätigkeit der Unternehmen und private Kredite von Privatpersonen hemmt und somit die Wirtschaft abwürgt. Dies ist Konsens der Medien. Doch ist dies wirklich so, dass fallende Zinsen mit steigenden Aktienmärkten und steigende Zinsen mit fallenden Märkten einhergehen? Leider kann man dies nicht so pauschal wie in von den Medien propagiert sagen. Es gab auch Jahre, in den steigende Zinsen mit steigenden Aktienmärkte einhergingen – nämlich von 2004-2006.

      Wie wird das Börsenjahr 2016

      In China brodelt die Küche, der Russland Konflikt mit der Ukraine und der westlichen Welt verschärft sich. Im Gegenzug sorgt der niedrige Ölpreis für Einsparungen für Unternehmen und Privatpersonen, die diese in Konsum umwälzen könnten. Die Bewertungen am Aktienmarkt speziell in Deutschland sind nicht übertrieben. Somit ein perfekter Nährboden für weiter steigende Kurse ? Wir müssen uns überraschen lassen. Es ist denkbar, dass das Börsenjahr 2016 weitaus volatiler wird als 2015. Doch wo letztendlich der DAX am Ende 2016 stehen wird, ist lediglich eine Momentaufnahme. Viel wichtiger ist es, dass man eine langfristige Strategie hat, mit der man erfolgreich über Jahre oder sogar Jahrzehnte agieren kann.

      Hierzu kann ich mein Buch “Finanzen selbst in die Hand nehmen – Das ZARAS Prinzip für eine erfolgreiche Geldanlage” empfehlen.

      Ein Plädoyer aus der Wissenschaft

      Leider sinkt die Zahl der Aktionäre an Deutschlands Börse stetig, wenn man den Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) glauben mag. Aktien sind ein Teufelszeug, obwohl da war doch was. Wieso steigt die Börse langfristig immer. Gute Frage, aber erst einmal zurück zu der schlechten Aktionärskultur in Deutschland. Dies ist aus zweierlei Sicht ein Dilemma. Einerseits wird die Versorgungslücke für zukünftige Rentner im Alter höher, sodass ein immer höheres Finanzpolster gebraucht wird, um seinen Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Zweitens führt bei dem Vermögensaufbau nichts an Aktien langfristig vorbei.

      Wieso steigt die Börse langfristig immer?

      Der DAX startete im Jahr 1988 bei 1.000 Punkten. Mittlerweile sind wir bei über 12.000 Punkten angelangt. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von über 9%. Die letzten 8 Jahre Bullenmarkt waren sehr erfolgreich, profitiert haben leider nur die wenigsten Deutschen von diesem fulminanten Anstieg. Natürlich gibt es auch immer wieder Rückschläge zu verkraften, wie insbesondere in den Jahren 2008/2009 oder von 2000-2003. In solchen Phasen, steigen die meisten Privatanleger frustriert aus, weil sie nicht die mentale Fitness haben, um solche Börsenphasen zu überstehen. Der MDAX, der SDAX und der TECDAX haben mittlerweile über 300% Kurssteigerungen erzielen können. Der DAX erzielt über 200% in der derzeitigen Hausse. Dies ist einer der längsten Bullenmärkte überhaupt. Getrieben durch das billige Geld der Notenbanken steigen die Aktien- und Immobilienpreise.

      Ein zeitlich selektiver Prozess

      Die 30 DAX Unternehmen stehen ständig im Wettbewerb mit anderen konkurrierenden Unternehmen derselben Branche. Es findet ein permanenter Kampf um die besten Produkte oder Dienstleistungen statt. Umsatz, Gewinn, Deckungsbeitrag und Free Cashflow gilt es auf der Hard Skill-Seite in der Bilanz und GuV zu steigern. Motivation der Mitarbeiter, Partizipation am Unternehmenserfolg, Förderung der Mitarbeiter durch Schulungen ebenso. Seminare und Fortbildungen sind wichtige Treiber auf der Soft Skill-Seite. Erfüllt ein Konzern nicht mehr die Anforderungen der heutigen Ansprüche oder verpasst den Anschluss an den Fortschritt der Zeit,  wird er sofort an der Börse abgestraft. Infolgedessen passiert es häufig, dass Unternehmen aus dem DAX, die weniger erfolgreich sind, durch innovativere und zukunftsträchtigere Unternehmen ersetzt werden.

      Somit findet ein zeitlich selektiver Prozess statt, der es nur den erfolgreichsten Unternehmen erlaubt, in den DAX aufgenommen zu werden. Dasselbe Spiel ist bei den kleineren Indizes wie MDAX und SDAX der Fall. Einziger Unterschied, ein MDAX Konzern kann in den DAX aufsteigen. Ein DAX Konzern kann in den MDAX gehen. Wiederum kann ein SDAX notiertes Unternehmen in den MDAX aufsteigen. Zeitgleich muss aber in diesem Zuge ein MDAX Unternehmen in den SDAX absteigen.

      Und jetzt? Wieso steigt die Börse langfristig

      Ergo muss der DAX, MDAX und SDAX langfristig steigen, da gute Unternehmen durch schlechte Unternehmen substituiert werden. Unter langfristig versteht man einen Horizont von mindestens 5-15 Jahren. Mittelfristig bedeutet einen Zeitraum von 3-5 Jahren. Kurzzeitige Börseneinbrüche dürfen Sie bei alledem nicht aus der Ruhe bringen und sollten Sie animieren, eher bestehende Positionen aufzustocken, als diese zu Tiefstständen zu verkaufen. Wenn Sie qualitativ hochwertige Unternehmen kaufen, deren Geschäftsmodell auch noch in absehbarer Zeit funktionieren wird, hat sich ja an der grundsätzlichen Haltung zu dem Unternehmen nichts verändert.

      Wo geht die Reise hin?

      Ob der DAX in 5, 10 oder erst in 15 oder 20 Jahren bei 20.000 Punkten steht, wage ich nicht zu vermuten. Aber eins ist sicher, auch die 20.000 Punkte beim DAX werden kommen, natürlich unter zwischenzeitlichen womöglich heftigen Schwankungen nach unten. Danach werden 30.000 Punkte bis hin zu 50.000 Punkte folgen. Das ist keine Scharlatane Vermutung sondern wird irgendwann zur Realität werden.

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