September 12

Fonds von Experten am Abgrund?

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Fonds von Experten am Abgrund?

Fonds von Experten: Diese Woche machte ein dominantes Wirtschaftsthema die Runde. Die Vorzeige „Börsen – Experten“ Max Otte und Dirk Müller wurden mit ihren Fonds gegenüber dem MSCI World verglichen. Anbei der dementsprechende Artikel. Wie daraus zu erkennen ist, konnte keiner nicht mal annähernd den Vergleichsfonds, den MSCI World, schlagen. Bei weitem noch viel schlimmer, die beste Performance im 3 Jahreszeitraum beim PI Global Value Fonds war 1,3% p.a. Hätte man stupide in den globalen MSCI World Index investiert, hätte man im selben Zeitraum eine Rendite von 13,8% p.a. gemacht.
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In den letzten zwei Jahren waren einerseits der PI Global Value sowie der Max Otte Vermögensbildungsfonds miserabel. Mit einer Performance von -6,9% bzw. -6,7% konnten sie im Vergleich zum MSCI World, der 10,2% erreichte, nicht annähernd mithalten. Im Zeitraum von einem Jahr hinken die beiden Fonds von Max Otte sowie der Fonds von Dirk Müller auch deutlicher hinterher. Ein Performance Vergleich über 1 Jahr halte ich jedoch persönlich für nicht aussagekräftig, da man frühestens nach 3 Jahren, eher 5 Jahren ein Resumé ziehen sollte.

Fonds von Experten – One Man-Playern weiterhin schlecht

Trotzdem: die aktiv gemanagten Fonds von One Man-Playern, in deren Fonds dank der Medien viel Geld floss, bleiben weiterhin unterirdisch schlecht. Woran das liegt? Die fachliche Kompetenz möchte ich nicht leugnen, jedoch ist es wie immer eine Marketing-Falle, in die viele Privatanleger tappen. Die beiden Personen stehen im medialen Fokus, halten hoch dotierte Vorträge und sind ständig on Tour.

Prof. Max Otte, bei dem ich selbst gelernt habe und dem ich viel zu verdanken habe, bringt einen eigenen Börsenbrief heraus. Er hält 50-60 Vorträge im Jahr, schreibt Bücher und sagt, er investiere wöchentlich 5-10 Stunden in die Aktienanalyse, um seinen Fonds zu managen. Wo soll da die Zeit bleiben, Unternehmen detailgetreu zu analysieren a la Warren Buffett. Dirk Müller hat Profis, welche sich um seinen Fonds kümmern. Da es hier nur um die Einjahres-Performance geht, finde ich den Vergleich noch nicht aussagekräftig genug. Trotzdem stelle ich die Behauptung auf, dass keiner von beiden nach 5 Jahren auch nur annähernd an die Performance eines stinknormalen MSCI World ETF gelangen wird.
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Fonds von Experten – Wieso?

Weil sie derzeit nach einem, respektive drei Jahren schon soweit hinterherhinken, dass ich keinerlei Chance sehe, diesen Renditespread aufzuholen. Zudem sind die Kosten der zwei aktiv gemanagten Fonds von Prof. Otte und der Fonds von Dirk Müller zu teuer. Mindestens 1% zahlt man mehr für diese Fonds als für einen ETF. Und so reihen sich die beiden in ein weiteres Kapitel der so hochgelobten „Profis“ ein, welche zum Scheitern verurteilt sind. Erst vor vier Monaten musste Stefan Risse, der ehemalige N-TV Reporter, seinen Fonds schließen. Hier erlitten viele Privatanleger Verluste von bis zu 50%. Fundamental sind die Aktienpositionen in den Fonds solide, doch es bewahrheitet sich meine schon oftmals zitierte Prognose.

Es gelingt nur sehr, sehr wenigen Fondsmanagern, den Markt zu schlagen. Meistens sind es dann auch jene Fondsmanager, die medial nicht in Erscheinung treten, da sie sich voll und ganz auf ein Thema fokussieren. Und dieses lautet, Grundsolide Recherche und Arbeit als Fondsmanager. Dazu zähle ich:

  • ein Analystenteam, welches sich tagein tagaus mit Bilanzen und Recherche beschäftigt
  • das sich mit den Investor Relations-Abteilungen oder CFOs der jeweiligen Unternehmen austauscht
  • die aktuelle Lage des Unternehmens im regelmäßigen Turnus bewertet

Einen Tausendsassa, der seine narzisstischen Prägungen zur Schau stellen möchte und nebenbei horrendes Geld dadurch verdient, zähle ich nicht dazu.

Man mag gespannt sein

… wie sich die weitere Zukunft der Fonds entwickelt. Das Fondsvolumen steigt kontinuierlich weiter, sodass viele Privatanleger weiter auf den fahrenden Zug springen. Eine global ausgerichtete ETF Strategie mit einem langfristigen Horizont von mindestens fünf Jahren, werden die wenigsten Fondsmanager schlagen können. Auch die beiden oben erwähnten „Koryphäen“ nicht.

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Florian

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