Klartext Politik und Börse: Nach BREXIT und TRUMP geht es auf der europäischen Bühne weiter mit der Präsidentschaftswahl in Österreich und dem Referendum in Italien. Ich möchte nicht zu sehr auf die Konstellationen und politischen Bewegungen eingehen. Vielmehr möchte ich die möglichen Auswirkungen auf die Börsen, die wirtschaftliche Situationen und die weiteren Belastungen und Herausforderungen für Europa schildern. Der Brexit war für die Börse ein kurzzeitiges Beben. Der Trump Erfolg riss den DAX kurzzeitig ein paar Prozentpunkte nach unten, im Tagesverlauf schloss er schon wieder im Plus. Der Gewöhnungseffekt scheint voranzuschreiten. Die Geschwindigkeit der Aufholjagd hatte mich an diesem Tag sehr beeindruckt.

Wir starteten deutlich im Minus zum Börsenauftakt um 9 Uhr, hatten am Schluss über 500 Punkte aufgeholt und endeten mit einem deutlichen Plus. Das Sprichwort „politische Börsen haben kurze Beine“ wurde hier in schnellster Zeit vollzogen. Nun haben wir weitere Konfliktpotenziale, wie die andauernde Bankenkrise in Italien und deren faulen Kredite. Das mögliche ITALEXIT bei entsprechendem Ausgang des Referendums rückt somit immer näher. Hierdurch könnte sich die politische Situation in Europa weiter verschärfen. Einer meiner Mentoren Marc Friedrich hat sich mit diesem Thema ausgiebig befasst. Die Problematik Europa wird sich weiterentwickeln und im nächsten Jahr 2017 auch hier wieder präsent werden. Dann folgen weitere Wahlen in Frankreich und in Deutschland.

Klartext Politik und Börse – Papiergeld als Auslaufmodell?

Die Bewertungen der Börsen in Europa sind moderat, in den USA mittlerweile sehr sportlich. Gold ist wieder unter 1200$ die Unze und scheint aber in physischer Form derzeit immer beliebter zu werden! ZU RECHT: Die Staatsverschuldungen steigen weiter in immer drastischere Höhen. Papiergeld scheint ein Auslaufmodell zu sein. Die Alternativen zur Sachwerten sind derzeit völlig uninteressant und werden in naher Zukunft auch nicht mehr lukrativ werden. Somit wird der deutsche Bürger weiter enteignet. Die Sparvermögen der Deutschen liegen nämlich in den schlecht verzinsten Anlageformen überhaupt.

Die Euphorie Trump hat sich bis dato ausgezahlt. Die ersten Steuererleichterungen für die Amerikaner stehen ins Haus, wobei die Steuererleichterungen vornehmlich die Superreichen begünstigen. Einer durchschnittlichen Familie bringen die Steuererleichterungen vielleicht zwei weitere Monatsessen bei MC Donalds. Sozusagen ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Ungerechtigkeit der Besteuerung zieht weiter ihre Fäden. In Indien wurden völlig überraschend 500er und 1000er Rupien Scheine über Nacht als wertlos deklariert. Ist dies ein Vorgeschmack auf unsere hinlänglich bereits geführte Diskussion in Europa über die Bargeldabschaffung? Hierzu kann ich folgendes Buch meines Namensvetter Florian Homm empfehlen.

Klartext Politik und Börse – Fazit

Es bleibt weitestgehend spannend und die politischen Themen beherrschen weiterhin die nächsten Wochen an der Börse. Ob es eine Jahresendrallye gibt wage ich nicht zu prognostizieren. Wer einen langen Atem hat, eine perfekte Strategie maßgeschneidert auf sich zugeschnitten, macht sich auch keine Gedanken über die Kursentwicklungen über Tage, Wochen oder Monate. Er kauft stoisch und regelmäßig qualitativ hochwertige Aktien und ETFs. Zudem sieht er Schwankungen als Chance und nicht wie allgemein propagiert als Gefahr an. Bleiben Sie besonnen und führen Sie keinen unnötigen Aktionismus ein. Eine ausgewogene Strategie und die Zeit über Jahre und Jahrzehnte sind der Garant für den Erfolg an der Börse. Die unnötigen Diskussionen über die Entwicklung der Performance Ihres Depots und der Vergleich mit verschiedenen Benchmarks stiften nur Unruhe und verursachen, dass die Ratio abgelenkt wird.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Auf gute Investments.

Zum zweiten Mal im diesen Jahr werden Anleger böse überrascht. Nach dem BREXIT-Desaster in Großbritannien nun eine Überraschung in der US Wahl. Die Umfrageergebnisse im Vorfeld sind reine Makulatur gewesen und kein Indiz für den Wahltag, so ließ Trump schon verlauten. Er behielt recht und hat die Präsidentschaftswahl für sich entschieden. Das Endergebnis scheint endgültig zu sein, da mit Pennsylvania Trump nicht mehr einholbar ist. Die Emotionalität und Volatilität an den Märkten ist wie erwartet schon wieder da. Die Märkte reagieren mit einem saftigen Minus, wobei es so starke Verwerfungen wie beim BREXIT nicht annähernd zu geben scheint. Gold und Silber stark im Plus, der Euro/$ stark im Plus und der DAX um die 10.000 Punkte.

Parallelen zum Brexit

Auch dieses unerwartete Ergebnis scheint die Anleger nervös zu stimmen, wobei sich die Verluste derzeit noch in Grenzen halten. Man erinnere sich an den schwarzen Montag nach dem BREXIT-Entscheid: Der DAX startete dort vorbörslich um knapp 1000 Punkte tiefer, bei 9500 Punkten. Aktuell sind wir davon aber weit entfernt. Somit heißt es mal wieder: Bitte die Kirche im Dorf lassen. Aktionismus ist an dieser Stelle wieder einmal unnötig, denn politische Börsen haben immer kurze Beine.

Die Börse nach der US Wahl

Beide Kandidaten, Hillary Clinton und Donald Trump, haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Viele Skandale und Aussetzer kursierten im Internet. Die vermeintliche Sicherheit ist somit in den USA vorbei. Die Börse muss nun mit der Gemütslage eines Trump und dessen teilweise kontroversen und oftmals diffusen Aussagen klarkommen. Hasstiraden gegen Mexikaner und eine feindselige Art gegen andere Bevölkerungsgruppen machen ihn brandgefährlich. Protektionismus und Zölle sind laut seinen Aussagen wieder im Gespräch. Ich empfehle ein interessantes Video meines Mentoren Gerald Hörhan zur US Wahl. Das polarisierende Thema wird aber medial in ein paar Wochen keinen mehr interessieren und an der Börse wird es wieder an der Tagesordnung sein, sich an den makro- und mikroökonomischen Themen zu orientieren, auf die Art: Business as usual.

Man mag gespannt sein, wie sich Trump in der Außenpolitik mit den anderen Ländern verstehen wird. Ich sehe ein gutes Gespann und Parallelen zwischen Putin und Trump. Die Unsicherheit bleibt auf jeden Fall bestehen, da er eine sehr impulsive Gemütslage hat. Die Kontinuität wäre mit Hillary Clinton gegeben gewesen. So oder so, müssen wir gespannt sein, was Trump nun fabriziert. Auf eine ruhige Hand und gute Investments. Ihr Florian Müller

Fonds von Experten: Diese Woche machte ein dominantes Wirtschaftsthema die Runde. Die Vorzeige „Börsen – Experten“ Max Otte und Dirk Müller wurden mit ihren Fonds gegenüber dem MSCI World verglichen. Anbei der dementsprechende Artikel. Wie daraus zu erkennen ist, konnte keiner nicht mal annähernd den Vergleichsfonds, den MSCI World, schlagen. Bei weitem noch viel schlimmer, die beste Performance im 3 Jahreszeitraum beim PI Global Value Fonds war 1,3% p.a. Hätte man stupide in den globalen MSCI World Index investiert, hätte man im selben Zeitraum eine Rendite von 13,8% p.a. gemacht.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

In den letzten zwei Jahren waren einerseits der PI Global Value sowie der Max Otte Vermögensbildungsfonds miserabel. Mit einer Performance von -6,9% bzw. -6,7% konnten sie im Vergleich zum MSCI World, der 10,2% erreichte, nicht annähernd mithalten. Im Zeitraum von einem Jahr hinken die beiden Fonds von Max Otte sowie der Fonds von Dirk Müller auch deutlicher hinterher. Ein Performance Vergleich über 1 Jahr halte ich jedoch persönlich für nicht aussagekräftig, da man frühestens nach 3 Jahren, eher 5 Jahren ein Resumé ziehen sollte.

Fonds von Experten – One Man-Playern weiterhin schlecht

Trotzdem: die aktiv gemanagten Fonds von One Man-Playern, in deren Fonds dank der Medien viel Geld floss, bleiben weiterhin unterirdisch schlecht. Woran das liegt? Die fachliche Kompetenz möchte ich nicht leugnen, jedoch ist es wie immer eine Marketing-Falle, in die viele Privatanleger tappen. Die beiden Personen stehen im medialen Fokus, halten hoch dotierte Vorträge und sind ständig on Tour.

Prof. Max Otte, bei dem ich selbst gelernt habe und dem ich viel zu verdanken habe, bringt einen eigenen Börsenbrief heraus. Er hält 50-60 Vorträge im Jahr, schreibt Bücher und sagt, er investiere wöchentlich 5-10 Stunden in die Aktienanalyse, um seinen Fonds zu managen. Wo soll da die Zeit bleiben, Unternehmen detailgetreu zu analysieren a la Warren Buffett. Dirk Müller hat Profis, welche sich um seinen Fonds kümmern. Da es hier nur um die Einjahres-Performance geht, finde ich den Vergleich noch nicht aussagekräftig genug. Trotzdem stelle ich die Behauptung auf, dass keiner von beiden nach 5 Jahren auch nur annähernd an die Performance eines stinknormalen MSCI World ETF gelangen wird.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Fonds von Experten – Wieso?

Weil sie derzeit nach einem, respektive drei Jahren schon soweit hinterherhinken, dass ich keinerlei Chance sehe, diesen Renditespread aufzuholen. Zudem sind die Kosten der zwei aktiv gemanagten Fonds von Prof. Otte und der Fonds von Dirk Müller zu teuer. Mindestens 1% zahlt man mehr für diese Fonds als für einen ETF. Und so reihen sich die beiden in ein weiteres Kapitel der so hochgelobten „Profis“ ein, welche zum Scheitern verurteilt sind. Erst vor vier Monaten musste Stefan Risse, der ehemalige N-TV Reporter, seinen Fonds schließen. Hier erlitten viele Privatanleger Verluste von bis zu 50%. Fundamental sind die Aktienpositionen in den Fonds solide, doch es bewahrheitet sich meine schon oftmals zitierte Prognose.

Es gelingt nur sehr, sehr wenigen Fondsmanagern, den Markt zu schlagen. Meistens sind es dann auch jene Fondsmanager, die medial nicht in Erscheinung treten, da sie sich voll und ganz auf ein Thema fokussieren. Und dieses lautet, Grundsolide Recherche und Arbeit als Fondsmanager. Dazu zähle ich:

  • ein Analystenteam, welches sich tagein tagaus mit Bilanzen und Recherche beschäftigt
  • das sich mit den Investor Relations-Abteilungen oder CFOs der jeweiligen Unternehmen austauscht
  • die aktuelle Lage des Unternehmens im regelmäßigen Turnus bewertet

Einen Tausendsassa, der seine narzisstischen Prägungen zur Schau stellen möchte und nebenbei horrendes Geld dadurch verdient, zähle ich nicht dazu.

Man mag gespannt sein

… wie sich die weitere Zukunft der Fonds entwickelt. Das Fondsvolumen steigt kontinuierlich weiter, sodass viele Privatanleger weiter auf den fahrenden Zug springen. Eine global ausgerichtete ETF Strategie mit einem langfristigen Horizont von mindestens fünf Jahren, werden die wenigsten Fondsmanager schlagen können. Auch die beiden oben erwähnten „Koryphäen“ nicht.

Aussterben der Bankfilialen – Die Folgen

Aussterben der Bankfilialen: Auch in meinem kleinen Heimatdorf muss nun die örtliche Sparkasse Ihre Pforten schließen. Nebenbei in der Kreisstadt wird die Filiale der Deutschen Bank geschlossen. Kunden müssen nun einen deutlich weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Nachdem ich montags noch in der Sparkasse Geld am Schalter abgehoben hatte, fragte ich die Dame neugierig, wohin sie denn versetzt würde.

Eine gewisse Nervosität und Leere machte sich in Ihrem Gesicht breit. Sie wird mit Ihren anderen drei Kollegen in die Sparkassen Filiale nebenan verlegt und wir werden uns dann auf den Füßen stehen. Dies wird nur eine vorübergehende Lösung sein, sagte sie zu mir. Was für ein Satz. Weiter im Kontext.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Aussterben der Bankfilialen – Stufe 1

Die Spuren der Niedrigzinspolitik halten in den kleinen ländlichen Gebieten schon Einhalt. Es wird einfach zu wenig Geld verdient. Sehr schlimm die ganze Sache. Um dem entgegen zu wirken, fängt die Postbank als eine der ersten Banken damit an, Ihre Kunden eine höhere monatliche Kontogebühr aufzuzwingen. Auch in München soll es die erste Sparkasse geben, die von ihren Kunden mit einem monatlichen Geldeingang von unter 1750€ 5 € im Monat an Gebühren verlangt.

Dies ist erst der Beginn eines sich dramatisch veränderndes Systems. Noch hört sich das relativ wenig an, irgendwann wird es dann zur Normalität, dass Banken monatliche Gebühren verlangen. Also ein Kraus was dort passiert. Es wird zukünftig auch nicht besser. Die Welt wird geopolitisch immer mehr konfus. Weiter im Kontext.

Aussterben der Bankfilialen – Was kommt in der Stufe 2

Als nächster Schritt erfolgt dann die Abschaffung des Bargelds. Die 500 Euro Scheine werden zuerst abgeschafft, danach die 200, 100 und so weiter. Hat man die Menschen erst einmal akklimatisiert demgegenüber, wird es zwangsläufig irgendwann so kommen. Der Hintergrund ist aber nicht der, gegen Schwarzgeldgeschäfte vorzugehen, sondern die komplette Macht über den mündigen Bürger zu haben.

Bargeld geht weiter?

Wenn man kein Bargeld abheben kann, könnten die Negativzinsen weiter nach unten gehen und somit zu einer Verschärfung der Geldentwertung führen. Was ist, wenn die Gebühren, irgendwann auf 10€ angehoben werden oder auf 20€ im Monat? Oder man bekommt auf seine 10.000€ auf dem Tagesgeldkonto jeden Monat 10€ abgezogen, anstatt was zu bekommen? Dies ist alles ein realistisches Szenario für die Zukunft. Zudem kann man schnell den Menschen den Geldhahn zudrehen. Außerdem ist das Tafelgeschäft runtergeschraubt worden auf 10.000€. Sprich Gold- und Silberkauf ist anonym nur bis zu diesem Betrag nur noch möglich. Das ist ein erster Schritt. Weitere Beschränkungen sind hier durchaus möglich. Die Zukunft wird digital.

Aussterben der Bankfilialen – Was folgt in Stufe 3

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit
Dann könnten Zwangsabgaben eingerichtet werden, denen sich kein Kunde verweigern könnte. Andererseits kann man ungeliebte Straffällige oder sonst irgendwie auffallende Personen schnell den Saft abdrehen, da jegliche Handlungsmacht mit dem Bargeldverbot einhergeht. Dies wäre eine schlimme Kontrollinstanz, welche den meisten Bürgern gar nicht so bewusst ist. Jede Abbuchung könnte genauestens analysiert werden, jede Bestellung bei Amazon durchleuchtet, welche dann anhand Ihres Algorithmus berechnen können, was Sie als Kunde als nächsten Artikel brauchen! Eine gruselige Zukunft in meinen Augen und zurecht gläsern….

Fazit

Ich möchte jetzt nicht weiter in die Zukunft blicken. Eines steht fest, die Zeiten werden rauer und manipulativer. Klare Gedanken zu fassen, wird durch die mediale Streuung immer schwieriger. Sich auch mal in sein Inneres hineinversetzen und auf sein Herz zu hören und sich dabei nicht ablenken lassen von der stetigen Reizüberflutung bleibt in meinen Augen die größte Herausforderung der Zukunft. Ansonsten wird die Manipulation der falschen Werte vermehrt Einzug halten.

Filialsterben Banken: Die Deutsche Bank schließt derzeit etliche Filialen, die unrentabel sind. Sowas aber auch. Auch die Sparkassen und Volksbanken beginnen mit der Selektierung ungünstiger Standorte. Wieso? Ein Manko, was mir auch in der Hochfinanz in Frankfurt auffällt. Es fehlt hinten und vorne an kreativen und innovativen digitalen Lösungen in sämtlichen Bereichen der Beratung. Hier ist akuter Handlungsbedarf.

Wieso?

Viele Großbanken stecken zwar Unsummen an Geld in das Thema “Digitalisierung”, jedoch haben einige eine uralte Technik und Infrastruktur und bekommen dieses Problem nicht gelöst. Es wird viel outgesourct an renommierte Unternehmensberatung, die sich für unverschämte Stundensätze der Thematik annehmen sollen. Wieso es nicht vorwärtsgeht, hat mit vielen Parametern zu tun. Einerseits hemmt eine starre und unflexible Hierarchie, andererseits gibt es keine klare Strategie und Vorstellung, wie man sich medial präsentiert. Also keine Kreativität. Ist man denn etwas anderes gewohnt. Klare Antwort: Nein.

Zudem werden viele Bereiche immer noch viel zu intransparent geführt. Wie immer. Der Privatkunde ist im Zeitalter der digitalen Welt immer aufgeklärter und lässt sich nicht mehr so einfach mit Standardprodukten der Bank abspeisen. Man ist aufgeklärt. Hier ein interessanter Artikel, wie immer noch mit einfachen Mitteln versucht wird, die Kunden im wahrsten Sinne des Wortes mit kostspieligen Produkten zu ködern: Die Rente im Selbstversuch. Ein sehr gutes Beispiel.

Filialsterben Banken – Wie die Zukunft des digitalen Banking aussehen könnte!


Ein weiteres Filialsterben der Banken wird stattfinden. Die neue Generation will mit einfachen, klaren und transparenten Kostenstrukturen bedient werden, was seitens der renommierten großen Banken bei weitem nicht abgedeckt werden kann. Eine App, Übersicht auf dem Tablet, Online Entwicklungen, aktuelle Performanceübersichten, Benchmarkvergleich und tagesaktuelle Kurse sind nur wenige Beispiele, welche an und für sich keine Probleme darstellen sollten, es jedoch sind.

Des Weiteren wird immer noch nicht offen mit dem Kunden umgegangen, was dieser zunehmend kritischer betrachtet. Viele sehen die Interessenskonflikte der Banken, die Produkte nur Ihrer Partnerunternehmen offerieren können und somit die Objektivität der Beratung nicht gegeben ist. Es braucht authentische Berater, die ungebunden und frei in der Fülle an Produkten den Kunden nach bestem Wissen und Gewissen beraten.

Ein Fazit

In den nächsten 5 Jahren wird sich vieles in der Branche ändern. Wer jetzt nicht aktiv handelt, wird gnadenlos von der Bildoberfläche verschwinden.  Eine realistische Prognose. Inwiefern? Die Fintechs stehen schon mit ihren innovativen Konzepten in Lauerstellung. Inwieweit diese ein komplettes Bankenrepertoire ablösen können, bleibt fraglich. Jedoch werden sie in Teilbereichen Kooperationen mit Banken eingehen und vielleicht sogar im digitalen Banking eine Vorreiterstellung einnehmen. Wir werden sehen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Weiter im Programm

Für große Vermögen stellt die Robo Advice Anlage vermutlich kein Thema dar. Hier wird die Vermögensverwaltung weiterhin einen vertrauensvollen Ansprechpartner rund um das betreute Vermögen brauchen. Zu wichtig und sensibel sind die Themen, um dies einem Roboter, sprich Algorithmus zu vertrauen. Stichwort: Finanzen selbst in die Hand nehmen. Oder?

Weitere Bücher von mir auf Amazon.

Viel Spaß

Ihr Florian Müller

Die vergangene Woche war mal wieder ein Highlight. Ich denke, die Welt wird immer manipulativer und skurriler in all ihren Facetten. An den Börsen in den USA wurden neue Allzeithöchststände markiert. Der DAX konnte mit einem deutlichen Wochenplus aus dem Handel gehen. Im Central Park in New York geistern tausende von Personen wie Zombies umher, welche von der Pokemon- Manie erwischt worden sind. Zur selben Zeit wird Nizza zum Ort eines grauenvollen Terroranschlags. In der Türkei ereignet sich ein Putschversuch und tausende Personen werden festgenommen. Die Kontraste in der Welt werden für mein Empfinden immer obskurer.
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Pokemon Manie

Das BREXIT-Thema ist, wie ich in einem vorhergehenden Artikel geschrieben habe, schon wieder ad acta gelegt und längst an den Börsen vergessen. Das alte Sprichwort „politische Börsen haben kurze Beine“ trifft auch hier mal wieder vollkommen zu. Ich wurde auch persönlich am besagten Tag, als der DAX vorbörslich mit 1000 Punkten im Minus startete ab 8 Uhr via Whatsapp und Telefonaten in meiner Routine durcheinander gebracht. Nachdem ich daraufhin erstmal joggen ging, um klare Gedanken zu fassen, brachte ich folgenden Artikel raus. der brexit ist da – schwarzer freitag an der boerse/ um die Gemüter zu beruhigen. Danach führte ich ein paar Telefonate mit Privatanlegern. Ich war im ersten Moment auch nicht sonderlich nervös angesichts des dramatischen Kursverlustes an diesem Tag.

Es bewahrheitet sich immer öfters als man denkt, dass unter emotionalen Reizen falsche Entscheidungen getroffen werden. Kühlen Kopf zu bewahren, ist in so einer Situation schwer. Aber rationale Abwägung ist die sinnvollste Methode, um nicht in unnötigen und oftmals teuren Aktionismus zu verfallen.

Nichtsdestotrotz wird angesichts der weiterhin erwarteten Niedrigzinspolitik der EZB und der FED, das Geld von Tages- und Festgeldkonten hin zu Immobilien, Aktien und Rohstoffen verschoben. Eine weitere Verschärfung und Ausdehnung der Niedrigzinsen ist geplant und wird diese Umwälzung bzw. Verschiebung von Geld in Sachwerte noch verschärfen. Die Verlierer sind indes die Billionen von Euro an Sparkapital der Deutschen, welche in unrentablen Lebens- und Rentenversicherungen gebunden ist und peu a peu an Wert verliert.

Gewinner der letzten 5 Jahre sind Sachwertbesitzer. Die Zahl der Personen in Deutschland, welche mittlerweile von Zinsen, Kapital- sowie Mieteinkünften Ihren Lebensunterhalt bestreiten können, ist um über 50% angestiegen. Siehe hierzu folgenden interessanten Artikel: zahl-der-rentiers-in-deutschland-waechst-stark/. Im Gegenzug steigt die Armut, insbesondere die Altersarmut, ständig an. Die Schere zwischen Arm und Reich wird sich weiter ausdehnen und bald auch amerikanische Verhältnisse annehmen, wenn die deutsche Aktienkultur nicht langsam besser wird.

Pokemon Manie – Was erwartet uns nun an den Börsen?

Was uns diese Woche an den Börsen erwartet, weiß ich nicht. Vielleicht 5% nach unten, womöglich 5% nach oben. Das alles stört mich nicht, da ich eine langfristig ausgelegte Strategie habe. Daran halte ich fest mit einem klaren Ziel vor Augen. Dadurch nehme ich Schwankungen nicht mehr sonderlich wahr und ehrlich gesagt interessieren diese mich auch nicht mehr großartig. So kann ich immer ganz entspannt nach vorne schauen und mir meine Gedanken machen. In diesem Sinne, warten wir ab, was uns die Woche bringt.

BREXIT: Seit Tagen verliert der DAX kontinuierlich an Wert. Wie damals mit der Griechenland Krise ist das derzeitige mediale Thema BREXIT in aller Munde. Es kam seither in Europa zu einem Abverkauf an den Märkten. Doch diese Woche steigt der DAX wieder empor auf über 10.000 Punkte. Viele Anleger sind wieder hastig ausgestiegen – leider. So schnell es nach unten geht, so schnell kann es wie am Montag gesehen auch wieder nach oben gehen. Um eine angemessene Rendite zu erzielen, ist es nötig, in solchen volatilen Phasen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht emotional leiten zu lassen.
OnVista Bank - Premium-Plus-Aktion

Langfristig steigt die Börse trotz BREXIT

Globale Krisenherde wird es immer geben und die Medien werden immer wieder mit ihrer Sensationsgier ein neues tragisches Thema finden. Wer einen langen Atem hat und sich seiner Strategie bewusst ist und daran Jahre oder Jahrzehnte festhält, wird nicht so leicht vom erfolgreichen Weg abkommen. Beharrlichkeit zahlt sich immer aus. Auch ratierliche Sparpläne sind ein klasse Instrument, um in fallenden Märkten mehr Anteile zu kaufen und vom Cost Average Effekt zu profitieren. Langfristig steigt die Börse (natürlich unter mal mehr, mal weniger heftigen Schwankungen) immer. Dazu braucht man nicht hellzusehen, sondern auf die Fakten und historischen Daten des DAX Renditedreiecks oder die Entwicklung des S&P 500 aus Amerika zu schauen. Vielleicht steigt auch Gold bald wieder?

Wer in jungen Jahren schon die Stärke hat und sein Depot kontinuierlich wachsen sieht, kommt auch später mit Tagesschwankungen, welche sich im drei-, viere oder fünfstelligen Bereich bewegen, deutlich besser zurecht. Man sollte sowieso faul sein und maximal ein bis zweimal im Jahr überhaupt in das Depot schauen. Die Hektik entsteht oft erst dadurch, dass man sich verrückt machen lässt. Psychologisch betrachtet, besteht dann die Gefahr, in unnötigen Aktionismus zu verfallen und Fehlentscheidungen zu treffen. Diese sind dann meistens fatal und nicht wieder gut zu machen. Wer am Donnerstag bei einem DAX Stand von unter 9500 ausgestiegen ist, versäumt es jetzt in der Aufwärtsbewegung womöglich, nach oben mit zu partizipieren.

BREXIT Etwas in eigener Sache!

OnVista Bank - Premium-Plus-Aktion
Ab kommenden Sonntag werde ich zusammen mit anderen Finanzbloggern eine kostenlose Freebieaktion starten. Hier werden viele elementare Dinge wie Powerpoint-Präsentationen und Ebooks mit enormem Wissen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Aktion wird zwei Wochen dauern. Ich werde in meinem nächsten Artikel detaillierter darauf eingehen. Nur so viel vorab: Von mir wird es eine kritische Betrachtung zu fondsgebunden Lebens- und Rentenversicherung als PDF geben, sobald man sich in die Email Liste eingetragen hat. Ich werde weiterhin keine kommerziellen Angebote wahrnehmen und bleibe somit in keinem Interessenskonflikt, was mir sehr wichtig ist. Ich schreibe weiterhin objektiv, ohne eine monetäre Intention dahinter.

Die Welt, in der wir leben, wird immer absurder. So haben wir seit geraumer Zeit eine Nullzinspolitik und damit einhergehend keine Verzinsung mehr für Sparguthaben und Tages- und Festgeldkonten, nun steht uns nun womöglich die nächste Stufe der künstlichen Wiederbelebung der Konjunktur ins Haus. Das Helikoptergeld! Was an einen US-Kriegsfilm erinnert, bei der viele Apache-Hubschrauber den Himmel verdunkeln und Geld regnen lassen, stellt sich nüchtern betrachtet aber als eine recht unspektakuläre Sache dar.

Die EZB könnte mittels Helikoptergeld jedem EU Bürger einfach einen Betrag X, sagen wir 2000€, überweisen. Mit dem Geld sollen dann die Bürger konsumieren gehen. Ergo sollen die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnen und die Wachstumsraten wieder moderat steigen. Sollte dies immer noch nicht funktionieren, könnte man weitere Gelder überweisen, bis die Wirtschaft endlich angeregt wird. Dieses künstliche Aufheizen der EZB wäre eine der letzten Stufen zur Wiederbelebung des Patienten Europas.

Obwohl Kredite für Privatpersonen derzeit sehr günstig sind, ist die Nachfrage gering. Angesichts einer unsicheren Zukunft vermeiden viele Bürger es, sich zu verschulden. Auch ist die wirtschaftliche Situation in vielen Teilen Südeuropas weiterhin katastrophal. Speziell die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen (zwischen 15-24 Jahren) liegt in Griechenland, Spanien und Kroatien weiterhin bei über 40%. Diese Statistik ist aus dem Bericht von Februar 2016. Siehe nachfolgende Grafik:
Europa

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74795/umfrage/jugendarbeitslosigkeit-in-europa/

Zum Hintergrund der möglichen Helikoptergeld – Aktion

Die permanente Senkung der Leitzinsen ist für diejenigen gut, welche sich verschulden möchten, sei es aufgrund eines Immobilienkaufs, der Renovierung oder Instandhaltung einer Immobilie. Hingegen sind die klassischen deutschen Sparformen wie Tagesgeld, Festgeld, die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen sowie das Sparbuch mittlerweile ein Auslaufmodell. Keine Zinsen und hohe Kosten vernichten auf dramatische Weise das konservativ angelegte Sparguthaben der deutschen Bevölkerung. Im Fachjargon nennt man dies die kalte Enteignung.

Eine Lösung wäre die Anlage in alternative Investments wie Aktien oder ETFs, die den Deutschen allerdings bisweilen nicht gut in Erinnerung sind. Hier sträubt sich der sicherheitsorientierte Deutsche, dass er keine Garantien etc. bekommt wie beispielsweise bei Lebensversicherungen. Wobei man dazu sagen muss, dass diese Garantie bei Lebensversicherungen mittlerweile in einer Illusion verpufft ist. Zudem nimmt die Verschuldung der Staaten weiterhin zu, sodass dieser bösartige Kreislauf immer noch nicht geschlossen wurde.

Fazit


Viele Möglichkeiten bleiben der EZB nicht mehr, um den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu bekommen. An der Zinsschraube kann nicht mehr viel nach unten gedreht werden. Eine der letzten, rechtlich auch etwas kritischen Methode wäre der Einsatz des Helikoptergelds. Durch diese außergewöhnliche Geldinjektion würden sich direkte Impulse ergeben können, falls das zur Verfügung gestellte Geld nicht direkt gespart, sondern ein Teil für den Konsum ausgegeben wird. Ob es letztendlich soweit kommt, muss man abwarten. Sicher ist nur, dass es eine reale Option bleibt unter den Umständen, dass es keine weiteren Anregungen seitens der wirtschaftlichen Rahmendaten gibt. In welcher Form und Höhe diese Maßnahmen uns betreffen werden, bleibt genauso offen, wie die genaue Gestaltung der EZB-Maßnahmen. Es bleibt weiterhin sehr spannend und äußerst kritisch.

Wegen der Brisanz der Märkte nachfolgend ein aktueller Marktkommentar zur Börse

Wie von mir Ende 2015 prophezeit, hat die Volatilität im bisherigen Jahresverlauf 2016 die Aktienmärkte kräftig durchgeschüttelt, deswegen der Marktkommentar zur Börse. Bisher ging es jedoch nur in eine Richtung und zwar nach unten. Der DAX notiert bisweilen bei unter 9000 Punkten und hat seit Jahresbeginn rund 1500 Punkte verloren. Beim US-Aktienindex Dow Jones war es sogar der schwächste Jahresauftakt seit über 100 Jahren. Was ist der ausschlaggebende Grund für diesen außergewöhnlichen Rückgang und wie sollte man sich nun als Privatanleger verhalten? Im Folgenden werde ich die positiven und negativen Treiber der Börse abwägen.

Negativ

  • Der dramatische Rückgang des Ölpreises hat sich negativ auf die Börse ausgewirkt. Mit sinkenden Preisen wird die Profitabilität der ölfördernden Unternehmen deutlich schmaler, außerdem werden einzelne ölfördernde Schwellenländer in Mitleidenschaft gezogen
  • In China bleibt die Situation weiterhin unübersichtlich. Die Wirtschaft wächst zwar immer noch, wenn man den Zahlen glauben mag, aber nicht mehr in dem Tempo der vergangenen Jahre.

Positiv

  • Es gibt weiterhin wenig Alternativen zum Aktienmarkt. Festgeld und Tagesgeld haben Zinssätze nahe null Prozent.
  • Die 30 deutschen DAX Konzerne werden dieses Jahr insgesamt über 30 Milliarden € an Dividenden für Aktieninhaber ausschütten. Das gab es noch nie. Ein Indiz für den weiterhin attraktiven Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein Rekord!
  • Ein niedriger Ölpreis ist ein indirektes Konjunkturpaket. Jeder Autofahrer spart mittlerweile bei einer Tankfüllung an der Tankstelle von 50 Liter rund 20€. Dieses Geld wird tendenziell nicht gespart, sondern für den Konsum ausgegeben, was wiederum der Wirtschaft zugutekommt.

Fazit

Viele solide Einzeltitel mit Marktführerschaft und einem vernünftigen Geschäftsmodell haben mittlerweile bei den niedrigen Kursen eine sehr attraktive Dividendenrendite von 5% und mehr. Die Volatilität wird weiterhin hoch bleiben. Nach 5 Jahren steigendem Aktienmarkt ist eine überfällige Verschnaufpause die eingelegt worden. Vom Hoch beim Dax vor 10 Monaten haben wir nun über 3500 Punkte verloren. In Prozent ausgedrückt rund 30%. Der Markt ist derzeit extrem überverkauft und reagiert hochsensibel auf einzelne Marktgeschehnisse rund um den Globus. Der Goldpreis ist im Zuge des Verfalls am Aktienmarkt wieder deutlich gestiegen. Doch nach einer langen Durststrecke mit fallenden Kursen könnte sich an den Börsen wieder eine Trendwende zum Positiven abzeichnen. Es bleibt auf jeden Fall sehr spannend und ereignisreich in naher Zukunft.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit