Und täglich grüßt ein neues Allzeithoch!

Allzeithoch: Nach der EZB-Entscheidung letzte Woche haben die Börsen nochmals einen kräftigen Schub nach oben bekommen. DAX, MDAX, TECDAX, SDAX und die amerikanischen Indizes wie der S&P 500 und der Dow Jones klettern seither von Tag zu Tag zu neuen Höchstmarken. Die Party kann also weitergehen! Das Anleihekaufprogramm der EZB wird von monatlich 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro ab Januar 2018 reduziert. Ein Ende des QE Programms ist aber noch fraglich. Ursprünglich war es für Ende 2018 vorhergesehen, die Anleihekäufe komplett zurückzufahren.

Allzeithoch

Dies ließ Mario Draghi bei seiner letzten Sitzung aber offen und nannte kein Enddatum. Eine sehr behutsame Vorgehensweise der EZB, die natürlich die Aktienmärkte beflügelt. Im Zuge dessen wird die Verzerrung weitergehen, sprich Aktien oder Immobilien werden auf hohem Niveau verharren oder steigen und die Sparer mit der klassischen Geldanlage werden weiterhin enteignet. Wie verzerrt das Bild ist, zeigen die Kredite auf Pump in den USA.

Und täglich grüßt ein neues Allzeithoch! Wie zu sehen ist, sind auch im Gleichlauf der steigenden Aktienmärkte, insbesondere des S&P 500, die Wertpapierkredite auf über 550 Mrd. $ gestiegen. Eine extreme Verzerrung der aufgeblasenen Bilanzen von FED und EZB. Im Gegenzug steigen in den USA die Zinsen schon wieder, was dazu führt, dass die Kredite zeitlich gesehen eine weitere finanzielle Belastung darstellen werden. Die amerikanische Notenbank FED wird womöglich im Dezember zum vierten Mal in diesem Jahr die Zinsschraube um ein Viertel Prozentpunkt nach oben hieven auf einen Korridor zwischen 1,25 bis 1,5 Prozent. Die Auto-, Studenten- und Kreditkartenschulden sind ebenfalls auf neue Höchstmarken angekommen.

Allzeithoch aber Schulden auf Rekordniveau

Insgesamt stehen die Schulden der Privathaushalte auf Rekordniveau von über 12,8 Billionen $, höher als es 2008 vor der Subprime Krise der Fall war. Im Zuge der Digitalisierung wird es in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu enormen Veränderungen kommen, Stichwort „Amazon Effekt“. Der Einzelhandel und speziell das große Mallsterben in den USA werden dramatische Veränderungen einläuten. Im Finanzbereich rücken derzeit neue innovative Firmen sogenannte Fintechs, Robo Advisor und Finanzblogger ins Licht der Medien. Diese versuchen mit Hochdruck, bestehende Systeme anzuzweifeln und innovative neue Ideen durchzusetzen. Welche Gewinner und Verlierer wird es in diesem Zuge geben?

Diese Fragen werde ich in meinem nächsten Buch „Der Digitale Wandel in der Finanzbranche“ erläutern. Es wird noch vor Weihnachten auf dem Markt erscheinen. Bis dahin bleibt es weiterhin spannend an den Börsen. Die Endjahresrallye könnte kommen, aber spätestens im Jahr 2018 könnte es deutlich volatiler werden. Einige Daten stehen an, wie die italienischen Wahlen im März kommenden Jahres.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

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