Nachdem die EZB, genauer gesagt Mario Draghi, am Donnerstag die Zinsen weiter ins Minus gedreht hat, steht nun endgültig für jeden Sparer fest, dass es zukünftig keine Rendite ohne Risiko mehr geben wird. Der Strafzins beträgt jetzt -0,3%. Ergo müssen die Banken Geld dafür zahlen, dass sie das Geld bei der EZB parken. Die Zinsen für Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher und Bundesanleihen sind weiter auf ein sehr niedriges Niveau gefallen. Die großen Banken bieten jetzt bei Neuabschluss nur noch zwischen 0,02%-0,05% an Verzinsung beispielsweise für die Anlage von 10.000€ an. Teilweise zahlen manche Online Banken noch bis 1% an Zinsen. Dies liegt trotzdem weiterhin unter der Inflationsrate. Von den Zinsen auf Festgeld, Sparbücher etc. ganz zu schweigen. Diese dümpeln alle nahe der 0% Verzinsung. Der Hauptteil der deutschen Ersparnisse liegt in den vier eben erwähnten Positionen fest, das entspricht ein paar Billionen Euro.
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Rendite ohne Risiko – Die Enteignung schreitet weiter voran

Somit vernichtet der Großteil der deutschen Sparer sein Geld kontinuierlich weiter, da die Inflation weiter über 1% liegt. Die Enteignung der Bürger wird sukzessive fortgeführt unter dem Deckmantel der Ankurbelung der Wirtschaft. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Alternativen

Es bleibt den Großteil der Sparer nichts anderes übrig, als sich mit anderweitigen Alternativen zu beschäftigen. Dabei ist der Aktienmarkt prädestiniert, aber für die meisten Deutschen ist er immer noch ein rotes Tuch. Zu tief sitzt die Finanzkrise in den Köpfen der meisten. Obwohl wir seit nunmehr sechs Jahren eine prächtig laufende Heimatbörse haben, konnte der Großteil der Anleger leider nicht daran partizipieren. Zu groß ist die Unwissenheit über den Verlauf der Börse, über ihre Chancen, in einem langfristigen Kontext gesehen. Doch zukünftig müssen sich die Leute zwangsläufig mit der Börse beschäftigen, um überhaupt eine Chance zu haben, eine ordentliche Verzinsung zu bekommen.

In eigener Sache

Noch dieses Jahr wird mein Buch „Finanzen selbst in die Hand nehmen“ als Ebook und Paperback bei Amazon erscheinen. Das Buch informiert über die Grundlagen eines zielgerichteten Vermögensaufbaus für das Alter. Es wird einige interessante psychologische Ansätze beinhalten und ein von mir entwickeltes Prinzip zur optimalen Verhaltensweise an der Börse. Bald gibt es detaillierte Infos dazu.

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Die täglichen Schwankungen an der Börse sind nicht für jedermann geeignet. Und täglich grüßt das Murmeltier. Es erfordert einerseits Geduld und Disziplin, andererseits auch die Gabe, die Ausschläge mit Gelassenheit auszusitzen und durchzustehen. Die Angst der Deutschen vor Buchverlusten ist ausgesprochen hoch. Andere Nationalitäten, insbesondere unsere angelsächsischen Freunde, sind sich zwar der Risiken an der Börse bewusst, aber sie sehen die Börse langfristig positiv als Chance an.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Viele von Ihnen wissen, dass man ohne ein grundsolides Depot, welches man sich sukzessive aufbauen sollte, in die Altersarmut laufen wird. Die von staatlicher Seite suggerierten Produkte zur Altersplanung sind viel zu kostenintensiv und intransparent, außerdem haben sie einen falschen Ansatz. Der Köder, den die Vertriebsspezialisten hierbei benutzen, nennt sich “Steuern sparen”. Es soll andeuten, man würde damit den Staat austricksen. Dabei sind es Sie als Privatanleger, der in die Falle tappt und geködert wird. Eine recht teure Angelegenheit, wenn man sich für ein staatliches Produkt entscheidet. Eine vorzeitige Kündigung wird immense Kosten verursachen und eine lebenslange Einzahlung in ein staatlich gefördertes Produkt wird sich nach etlichen Jahren als Fehler entpuppen. Bevor Sie diesen Fehler machen und resigniert aufgeben, versuchen Sie, sich mit den natürlichen Schwankungen an der Börse vertraut zu machen. Legen Sie beispielsweise ein Musterdepot an und Sie werden ein Feeling dafür bekommen.

Die Börse ist wie bei einem Spaziergang mit einem Hund

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Warren Buffett einer der erfolgreichsten Börsenlegenden hat es einmal vortrefflich plastisch erklärt: Die Börse ist wie bei einem Spaziergang mit einem Hund: Jeden Tag gehen Sie mit Ihrem Hund Gassi und Ihr Hund läuft einmal hinter Ihnen und einmal wieder vor Ihnen. Je nachdem wie er gelaunt ist. Tag für Tag. Es ist ein ständiger Wechsel. Wie an der Börse zurück und vor. Doch insgesamt geht es bei dem ganzen Hin und Her langfristig kontinuierlich vorwärts oder besser gesagt “bergauf”. Und täglich grüßt das Murmeltier.

Sie müssen nur die nötige Ruhe bewahren und sich von der allgemeinen Hysterie in unruhigen Marktphasen nicht anstecken lassen. Emotionale Fehler oder voreilige Schlüsse werden Ihnen nicht verziehen, wohingegen eine konsequente Haltedauer Wunder wirkt. Machen Sie den ersten Schritt, sei es anfänglich bei kleinem Volumia auch nur mit Sparplänen. Sie werden auf Dauer ein Gefühl für die Volatilitäten, also die Schwankungen, bekommen. Wenn Sie dies durchhalten, verdienen Sie sich eine fürstliche Risikoprämie, mit der Sie Ihren verdienten Lebensabend ruhig gestalten können.

Der richtige Zeitpunkt zum Einstieg an der Börse, nach dem ich häufig gefragt werde, lässt sich nicht bestimmen. Also fangen Sie sofort an, sobald Sie auch nur eine kleine Summe zusammenbekommen haben.

Weshalb soll eine Zinswende Gift für die Märkte sein? Ein derzeit recht vielfach diskutiertes Thema ist die Geldpolitik, genauer die Sorgen vieler Experten vor einer Zinsanhebung. Dieser Punkt wird in meinen Augen immer nur sehr oberflächlich dargestellt. Die Schlussfolgerung, steigende Zinsen gingen mit fallenden Aktienmärkten einher, wird allgemein propagiert, stimmt aber nicht genau. So einleuchtend die Erläuterung erscheint – sie ist es nicht. Jetzt bin ich gespannt.

Die Zinswende – Der Zusammenhang

Die Meinung der Medien, sobald die Zinsen angehoben werden, sei dies Gift für die Märkte, reflektiert ein falsches Wahrnehmungsbild. Steigende Zinsen bewirken natürlich, dass Unternehmen ihre Investitionen über Kredite zurückfahren, da diese Vorhaben teurer werden. Bei niedrigen Zinsen, wie Sie derzeit herrschen, ist es für Unternehmen und Privatpersonen lukrativ, sich zu verschulden, da sie auf die in Anspruch genommenen Kredite wenig Zinsen zahlen müssen.  Okay verstanden.

Doch die Gefahr, die vornehmlich suggeriert wird, dass nämlich eine Zinsanhebung die Wirtschaft lahmen lassen wird ist dahingehend falsch, da diese von der US-Notenbank FED nur sukzessive und sehr bedacht erfolgen wird. Die Angst ist daher unbegründet und soll lediglich aufmerksam Hysterie erzeugen. Ein Kursdesaster nach dem ersten Zinsanstieg wird höchstwahrscheinlich ausfallen.

Die Zinswende – Die Vergangenheit

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In den USA haben wir seit knapp 7 Jahren eine Niedrigzinspolitik mit einem Leitzins zwischen 0 – 0,25%, in Europa liegen wir derzeit bei 0,05%. In den Jahren seit 2004 stiegen die Zinsen in Europa und den USA sukzessive. Im gleichen Zeitraum stiegen aber auch die Aktienmärkte deutlich. Hatten wir nicht gelernt, dass es nicht anders herum laufen müsste?

Fazit

Somit ist das Argument, dass steigende Zinsen zu fallenden Aktienmärkten führen, durch eine einfache Rückwärtsbetrachtung leicht widerlegbar. Natürlich hat der Leitzins Auswirkungen auf den Stimulus einer Wirtschaft. Aber um diesen als einzigen Faktor für die Bewegung von Aktienkursen zu deuten, ist sehr oberflächlich. Es gehören unzählige andere Parameter zu Rate gezogen, um die Bewegungen von Kursen zu deuten. Das Thema Börse ist viel zu komplex, um es ausschließlich auf den Leitzins zu reduzieren. Warten wir ab, was passieren wird im Dezember!

Ein Thema, das von den Medien viel zu wenig aufgegriffen wird, ist die zunehmende Verarmung im Alter. Die Altersarmut kommt in großen Schritten, da einerseits die Pensionäre oft keine Betriebsrenten mehr haben werden wie heute noch; andererseits muss die Rente in 25 Jahren zu 100% versteuert werden. Derzeit geht es vielen Rentnern in Deutschland noch sehr gut, da viele auf andere Bausteine wie fällige Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, betriebliche Renten etc. zusätzlich zur gesetzlichen Rente zurückgreifen können. Diese zusätzlichen Bausteine sind insoweit hilfreich gewesen, weil sie in der Vergangenheit mit Minimum 3-5% verzinst worden sind und so oftmals einen soliden Grundstock im Renteneintrittsalter gelegt haben.

Aktuelle Situation – Altersarmut kommt unaufhaltsam

Infolge der demographischen Entwicklung in Deutschland steigt der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung. Dies bedeutet, dass für immer mehr Rentner immer weniger Beitragszahler, sprich aktive Arbeitnehmer, aufkommen müssen. Diese Entwicklung wird sich im Laufe der nächste Jahrzehnte weiter verschlimmern, da die Geburtenrate in Deutschland kontinuierlich sinkt. Die Folge: Der berühmte Satz des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm “Die Rente ist sicher” wird immer weniger gelten – in 20-30 Jahren muss die Mehrzahl der Deutschen erkennen, dass sie nicht mehr als eine “Grundversorgung” bekommen werden. Die Grundversorgung deckt die Mietkosten ab und durchschnittlich ein monatliches Taschengeld von derzeit knapp 400€ für Nahrung, Kleidung etc.  Für Urlaub und Hobbys bleibt nichts mehr übrig, das Alter wird trostlos.

Standard-Vorsorgeprodukte bringen nichts – Altersarmut kommt

Die Lebens- oder Rentenversicherungen werden das auch nicht mehr ausgleichen können, da mittlerweile die Zinsen, die man bei diesen Anlageformen bekommt, unter 2% liegen. So ist es auch bei Riester- und Rürup-Produkten. Nach Abzug der Verwaltungskosten, kann man froh sein, den eingezahlten Betrag überhaupt jemals wiederzubekommen. Ein weiterer Nachteil: Die Produkte sind intransparent, kostenintensiv und völlig unflexibel. Man bindet sich für einige Jahre und wer vorzeitig kündigt, muss ordentlich draufzahlen.

Ein Dilemma der zukünftigen Generation

Es ist traurig zu sehen, dass Vater Staat hier nicht eingreift und die junge Generation (zu der ich mich auch zähle) praktisch in die Altersarmut treibt. Es wird keine Aufklärung betrieben und die Vorsorge der privaten Leute wandert vornehmlich in die Kassen von Banken und Versicherungen, die mit diesen Produkten ordentlich Geld verdienen und jedes Jahr Milliardengewinne ausweisen.

Das Zauberwort ETF

Es gibt eine Alternative – die Anlage von Geld in Indexfonds, in die so genannten ETFs. Diese Produkte sind flexibel, transparent und kostengünstig. Wer sich per monatlichem Sparplan in ETFs engagiert, kann auf lange Sicht ein Vermögen anhäufen. Doch gerade die Deutschen informieren sich viel zu wenig über die Möglichkeiten abseits der klassischen, überholten Anlageformen.

Hier kann man ein kostenloses Konto abschließen und dauerhaft auf ETFs sparen.