Was oft als “Grauen” wahrgenommen wird, sind die täglichen Schwankungen an der Börse. Die falsche Einstellung zu den Schwankungen an der Börse werde ich im folgenden Beitrag beleuchten. Im Fachjargon wird dies als Volatilität bezeichnet. In den Medien werden diese immer als Hiobsbotschaften verbreitet, vornehmlich wenn der Markt stark nach unten einbricht. Steigt beispielsweise der DAX, wie letzte Woche gesehen um knapp 800 Punkte, wird dies nicht sonderlich kommuniziert seitens der Medien. Ergo entsteht für den Laien ein Gefühl der Angst, was das Thema Börse und Aktien betrifft.

Normale Schwankungen an der Börse

Ausschläge nach unten oder Korrekturen an der Börse werden viel emotionaler und drastischer empfunden als steigende Kurse nach oben. Somit entstehen immer Vorurteile und Berührungsängste gegenüber der Börse. Es wird als etwas Schlimmes betrachtet, wie Roulette im Casino, an dessen Rad sich nur Gauner und Wohlhabende bereichern. Dadurch entsteht ein völlig falscher Eindruck von der Börse im Allgemeinen.

Die “gefühlte und die tatsächliche Volatilität” weichen erheblich voneinander ab

Gefühlt, nehmen wir Menschen Negativmeldungen doppelt so stark wahr wie positive Meldungen. An der Börse wird deshalb oft der Fehler gemacht, dass man an Verlusten zu lange festhält und Gewinner- Aktien zu früh verkauft. Eine solide, langfristig aufgestellte Strategie mit einem breit diversifizierten Portfolio reduziert nicht nur die Schwankungsbreite, sondern federt auch die Volatilität ab. Zudem muss ein Gespür für “normale” tägliche Schwankungen vom Privatanleger entwickelt werden, um sich nicht beirren zu lassen. Man benötigt sozusagen einen Anker, woran man sich orientieren und festhalten kann. Dies benötigt Zeit und Erfahrung und kann nicht von heute auf morgen erlernt werden. Leider kehren viele Privatanleger der Börse den Rücken, sobald sie Verluste an Aktien realisiert haben. Infolgedessen wendet man sich enttäuscht von der Börse ab, anstatt seine Fehler zu analysieren und an sich zu arbeiten.

Volatilität ist was Positives

Verinnerlichen Sie, wenn das nächste Mal eine Krisenmeldung kommt, dass so etwas auch seine schönen Seiten hat und drehen Sie den Spieß einfach mal um. Denken Sie konträr zur allgemeinen Marktstimmung und Sie werden erfolgreich agieren. Seien Sie skeptisch, wenn allesamt euphorisch klingen. Mit dieser Einstellung wird man langfristig sehr erfolgreich sein. Schwankungen sind der Aufpreis, den man in Kauf nehmen muss, um zukünftig hohe Renditen einzufahren.

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Der Unterschied zwischen einer Beratung und der Verwaltung von Geld besteht darin, dass bei der Vermögensverwaltung die Handlungsvollmacht des Geldes komplett an die ausgewählte Verwaltung oder Bank übergeht. Bei der Beratung stehen lediglich Produkte zum Kauf zur Disposition, die Entscheidung aber trifft der Kunde. Somit kann die Bank oder der Vermögensverwalter im Rahmen des vereinbarten und unterschriebenen Vertrags, Transaktionen selbst tätigen und braucht keine Einverständniserklärung des Kunden für seine Handlungen.

Honorar Fee bei der Vermögensverwaltung

Dafür verlangt der Vermögensverwalter dementsprechend eine jährliche Honorarpauschale (Honorar Fee), die abhängig vom Gesamtvolumen des angelegten Betrages ist. Diese variiert stark nach Gesamtvolumen, fängt aber grob mit 1%-1,5% bei kleineren Beträgen an. Meistens beginnt eine professionelle Vermögensverwaltung ab 100.000€ aufwärts. Es gibt natürlich nach oben keine Grenzen. Beispielsweise gibt es renommierte Privatbanken, die im Private Wealth Management bestimmte Kunden erst ab 1 Mio. € und höher individuell betreuen. Bei solchen Beträgen sinkt natürlich auch die Honorarpauschale auf deutlich unter 1% p.a. Bei höheren Beträgen ab 5 Mio. € beträgt die Honorar Fee in der Regel deutlich unter 0,5% p.a.

Performance Fee bei der Vermögensverwaltung

Zusätzlich kann der Vermögensverwalter eine performanceabhängige Vergütung (Performance Fee) verlangen. Diese greift entweder bei erreichen einer gewissen Schwelle oder sobald das Depot im Plus steht. Ein plastisches Beispiel: Ein Vermögensverwalter hat ein Performance Fee von 7,5% ab erreichen der Schwelle von +5% Depotzuwachs ausgemacht. Das Depot steht zum Stichtag mit 10% im Plus. Ergo fallen auf die 5% (Differenz 10%-5%) die 7,5% Performance Fee an. Dies ergibt eine zusätzliche Gebühr von 0,375% für den Kunden.

Worin besteht der Unterschied?

Es gibt jedoch gravierende Unterschiede bei der Vermögensverwaltung. Einerseits gibt es von der Bankenseite eine Sparte der Vermögensverwaltung (abhängige Vermögensverwaltung) und andererseits Vermögensverwaltungen, die unabhängig agieren können.

Die Vermögensverwaltungsabteilung einer Bank ist meistens starr und handelt recht statisch. Im Rahmen des Verwaltungsmandats werden die Depots mit klassischen Fonds, Anleihen etc. bestückt, welche meistens sehr kostenintensiv sind. Sparkassen werden vornehmlich Deka und die Volksbanken Union Investment Produkte in das Programm mitaufnehmen. Diese sind die jeweiligen Tochterunternehmen der oben genannten Banken und mit einer Vielzahl an Anlageprodukten ausgestattet. Zudem werden Transaktionskosten für getätigte Orders und eine Honorarpauschale (Verwaltungsgebühr), die jährlich zu zahlen ist, separat, oder on top in Rechnung gestellt. Ergo summieren sich die Gesamtkosten für das Verwaltungsmandat oft auf bis zu 4% von der Gesamtanlagesumme. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen und individuelle Mandate mit einer Selektion aus Aktien, Fonds, Zertifikaten, Anleihen etc, die relativ frei und unabhängig agieren können. Leider sind diese deutlich in der Minderheit. Weiterhin besteht ein festes Konstrukt an der Produktpalette und die Vermögensverwaltung kann nicht frei nach Gusto agieren.

Bei den unabhängigen Vermögensverwaltungen gibt es verschiedene Modelle und Varianten. Viele agieren ohne Produkte und kaufen Aktien und Anleihen direkt ins Depot der Kunden. Hierbei entstehen lediglich Transaktionskosten. Andererseits sind unabhängige Vermögensverwaltungen nicht gebunden, bei der Auswahl von Produkten auf bestimmte Anbieter zu achten. Somit ergibt sich ein weitaus größeres Spektrum an Anlagemöglichkeiten, was im Sinne des Kunden sein sollte. Die Kosten sind meist geringer als bei einem bankenabhängigen Verwaltungsmandat.

Fazit

Eine Vermögensverwaltung lohnt sich tendenziell ab 100.000€ aufwärts, um sein Geld in professionelle Hände zu geben und dort verwalten zu lassen. Hierbei sollte man auf die Unabhängigkeit des Anbieters achten. Ihre persönliche Wünsche und Ziele sollten mit der Anlagepolitik einhergehen und es soll Ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden. Eine Vermögensverwaltung ist sinnvoll, wenn das entsprechende Geld vorhanden ist, insbesondere aus dem Grund, um sich vor seinen eigenen Fehlern zu schützen. Die meisten Entscheidungen, die Sie als Individuum treffen, werden auf emotionaler Basis getroffen. Hier liegt der große Vorteil einer Vermögensverwaltung, die meistens die Expertise und  das Know-How hat, rein rational abzuwägen und somit oftmals fatale Entscheidungen bei der Anlagepolitik ausschließt. Andererseits kommen immer mehr digitale Vermögensverwalter (Robo Advisor) auf den Markt, welche beginnen mit standardisierten algorithmischen Systemen das Geld unabhängig von Personen zu steuern.

Digitale Vermögensverwalter können ja auch als Grundlage für den Anfang dienen:

Testsieger Robo Advisor aus der Studie

1 Platz: Gewonnen hat der digitale Vermögensverwalter Quirion in der Studie von Stiftung Warentest.
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Es gibt dagegen auf dem Markt der Honorarberatung eine Vielzahl von unabhängigen Beratern, die im Unterschied zu einer Vermögensberatung nicht an irgendwelche Produkte gebunden sind und diese verkaufen müssen. Vielmehr können sie frei von jeglichem Provisionsdruck agieren und somit objektiv auf die Kundenwünsche eingehen.

Was ist eine Honorarberatung jetzt?

Der Honorarberater verlangt dafür einen Honorarsatz, der auf Stundenbasis dementsprechend abgerechnet wird. Meistens bewegt sich der Stundensatz zwischen 100-200€ je nach Qualifikation, Expertise und Ruf des entsprechenden Honorarberaters. Es wird vorab ein Profil des Kunden über Risikoneigung, Anlagehorizont, Sparquote und Lebensplanung erstellt. Des Weiteren sollte sich der Kunde über seine Ziele, was er letztendlich erreichen möchte, klar sein.

Ist erstmals ein geeignetes Profil über die gesamte Lage des Kunden geschaffen worden, kann sich der Honorarberater über die Auswahl der entsprechenden Produkte für den Kunden orientieren. Erst dann kann er Vorschläge sowie Empfehlungen aussprechen. Wichtig ist es als Kunde, klar definierte Ziele zu haben und sie dementsprechend zu kommunizieren. Die Produktpalette von Honorarberatern ist individuell und sehr unterschiedlich.

Verantwortungsvolle Honorarberatung

Ihr Honorarberater muss sich in Ihre Lebenslage hineinversetzen können, um Sie optimal mit seinem Repertoire an Produkten zu versorgen und nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. Sobald Sie als Kunde das entsprechende Portfolio zusammengestellt bekommen haben, müssen Sie nun den weit wichtigeren Schritt vollziehen. Nämlich konsequent den Ratschlägen und Tipps langfristig folgen und daran festhalten. Dies fällt den meisten dann doch relativ schwer, weil immer wieder unvorhergesehene Probleme oder finanzielle Engpässe im Leben vorkommen, bei denen viele auf das Geld angewiesen sind. Der Honorarberater klärt sie im Gegensatz zu einem Vermögensberater vollkommen über die Kosten jedes einzelnen Produktes auf. Die Kosten, die anfänglich für das Honorar an den Berater gehen, mögen augenscheinlich hoch sein. Was Sie im Endeffekt aber durch die Transparenz der Kosten im Vergleich zu den Produkten eines Vermögensberaters sparen, übertrifft die Honorarzahlung deutlich.

Alles hat seinen Preis

Lassen Sie sich nicht von offenkundig hohen anfänglichen Kosten beunruhigen. Eine objektive Bewertung und Beratung hat nun mal Ihren Preis. Dafür werden Sie im Nachhinein nicht böse überrascht sein, wie bei Vertriebsprodukten, die an Ihrem Aufbau des Vermögens stark zehren. Oftmals summieren sich die Bestandsprovisionen auf bis zu 1% des Anlagebetrags im Jahr. Verwaltungs- und Vertriebskosten machen einen noch höheren Prozentsatz aus, sodass es sein kann, dass Sie schnell bei bis zu 8-10% Kosten p.a. sind. Natürlich sollten Sie auch die Produkte, zu welchen Ihr Honorarberater Ihnen rät, nochmals eingehend auf Kosten überprüfen. Sie werden aber bei weitem nicht so teuer sein. Außerdem sollten sie leicht liquidierbar sein, falls im Fall der Fälle, bei einer frühzeitigen Kündigung bzw. Aussetzung der Vertragsbedingungen, die Abwicklung schnell und ohne herbe Verluste von statten geht.

Du kannst aber auch dein Geld selbst in die Hand nehmen und ein günstiges Depot abschließen:

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