Bankenwelt Herausforderungen

Bankenwelt steht vor großen Herausforderungen – Digitalisierung in der Bankenwelt schreitet voran

Bankenwelt steht vor großen Herausforderungen. Die von Algorithmen programmierten Robo Advisor gewinnen an Bedeutung, die FinTech Unternehmen sind dabei, sich in einigen Segmenten des Bankgeschäfts zu etablieren. Die großen Banken reagieren nur langsam, sie sind sehr rückständig, ihre oft starren Strukturen garantieren keinen schnellen Wandel. Es wird sehr große Verwerfungen in den nächsten fünf Jahren geben. Es bleibt sehr spannend.
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Erst jetzt bieten einige Banken den Kunden ETF Sparpläne an, aber mit saftigen Ausgabeaufschlägen von bis zu 3%. Daneben werden immer noch Fonds mit horrenden Kosten und Ausgabeaufschlägen von 5% verkauft.

Zudem geht das Filialsterben der Banken ungehindert weiter. Die Fixkosten sind einfach zu immens, und die Erträge der Banken im klassischen Bankgeschäft sinken durch die gesunkenen Zinsen immer mehr. Diese Abwärtsspirale wird weiter anhalten.

Bankenwelt Herausforderungen – Zu viele Kunden zahlen zu viel Geld für ihre Vermögensanlage und Vorsorgeprodukte

Kunden werden aus Unwissenheit über den Tisch gezogen. Durch die Intransparenz der angebotenen Produkte ist dies für den Kunden oft schwer nachzuvollziehen, da sich etliche Kosten im Kleingedruckten der AGBs wiederfinden. Der Berater kennt diese oft gar nicht selbst, da die Verschachtelung so detailliert ist, dass sie lediglich von Mathematikern oder Experten der Branche durchschaut werden können. Außerdem besteht ein Interessenskonflikt in dem Sinne, dass der Berater bei dem Verkaufsabschluss eines Produktes immer seine Provision im Hinterkopf hat und danach schielt. Er muss ja auch von irgendwas leben und seine Familie ernähren 😉

Leider ist die Sensibilität der Menschen für diese Missstände in Deutschland nicht sehr entwickelt.  Für rechtliche Angelegenheiten wird ein Rechtsanwalt auf Stundenbasis bezahlt. Beim Arzt wird der Patient ebenfalls offen und transparent mit den Arztkosten konfrontiert. Wieso sollte dies nicht genauso bei der Geldanlage sein? Leider scheuen viele diesen Schritt. Sehr schade eigentlich. Wieso. Die Bankberatung ist nämlich nicht umsonst.
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Das Problem hierbei ist oft die Scheu davor, sich nach den wirklichen Kosten eines Finanzprodukts zu erkundigen. Oft glaubt der Kunde, er erhalte ein Produkt ohne versteckte Nebenkosten. Meist wird lediglich auf die prognostizierte Rendite geschaut – doch viel wichtiger für eine langfristig gute Rendite ist die Kostenseite. Eine transparente Kostenaufstellung sollte bei jedem Finanzprodukt ein Muss sein.

2 Kommentare
  1. Finanzfan
    Finanzfan sagte:

    Hallo Florian,

    wahre Worte! Wahre Worte! Je eher man im Leben begreift, dass es sich lohnt, sich für ein paar Stunden oder Tage mit dem Thema Geldanlage oder Altersvorsorge zu beschäftigen – die Abläufe und gegenseitigen Abhängigkeiten einigermaßen zu verstehen oder – wenn verstehen zu viel ist – sie sich zumindest bewusst zu machen, desto eher kann es gelingen, Altersarmut abzuwenden. Finanzblogs sollten eigentlich zur Pflichtlektüre für den Schulunterricht werden, oder!? 🙂

    Viel Erfolg bei deiner weiteren Arbeit.

    Freundschaft!
    Jens

    Antworten
    • Florian
      Florian sagte:

      Lieber Jens,

      vielen Dank für dein Kommentar. Du hast vollkommen recht mit deiner These.
      Leider ist es nicht gewollt sich finanziell zu bilden.

      PS: Dein Blog ist auch recht interessant. Dir auch viel Erfolg und Fleiß weiterhin.

      Beste Grüße

      Florian

      Antworten

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