Juli 23

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt

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Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wie bereits in unserem letzten Newsletter erwähnt, geht die Vermögenspreisinflation in die nächste Runde, und die Blase der Übertreibung wächst stetig weiter. Die Profiteure sind die Besitzer von Sachwerten. Geldwerte, wie von uns seit Jahren gepredigt, verlieren immer schneller an Kaufkraft. Beschleunigt wird dieser Prozess jetzt noch durch die entfachte und sichtbare Inflation.

  • Bitcoin-Korrektur bis 30.000 US-Dollar
  • Goldpreis bei 1.790 US-Dollar die Unze
  • Silber über 26 US-Dollar die Unze
  • Dow Jones über 34.000 Punkte
  • NASDAQ über 14.000 Punkte
  • DAX bei 15.500 Punkte

Die Inflation kommt mit voller Wucht!

In den vergangenen Wochen und Monaten ist die Inflationsrate, wie von uns prognostiziert, deutlich gestiegen. In den USA sind wir bereits bei 5 % Inflationsrate angelangt. In Deutschland bei mittlerweile 2,5 % nach den neuesten statistischen Zahlen aus Wiesbaden. Dies macht sich insbesondere beim Gang an die Zapfsäule oder dem Wocheneinkauf auf dem Markt bemerkbar. Speziell die Preise für Gemüse, Obst und Benzin sind in den letzten 12 Monaten um zweistellige Prozentwerte angestiegen. Der Einkauf beim Discounter wird immer teurer und die monetäre Entwertung des Geldes im Speziellen schreitet unvermindert voran. Es bleibt spannend zu beobachten, ob dies nur temporär oder eine strukturelle Veränderung ist. Mit Argusaugen werden wir die Entwicklung weiterhin minutiös verfolgen. Die Löhne werden nicht in dem gleichen Maße steigen können, sollte diese Entwicklung so weitergehen. Eine Lohn-Preis-Spirale könnte bei anhaltender Inflation an Fahrt aufnehmen und den Effekt der steigenden Inflation noch weiter beschleunigen. Eines ist sicher: die verminderte Kaufkraft trifft große Teile der Bevölkerung hart. Das zur Verfügung stehende Geld bleibt nominal gleich, real leert sich der Warenkorb an konsumierbaren Produkten stetig.

Der Preisanstieg ist, wie Sie in der nachfolgenden Grafik sehen können, die letzten Monate über recht fulminant. Nur ein kleines Rechenbeispiel: Bei einer dauerhaften Inflationsrate von 5 % halbiert sich die Kaufkraft alle 14 Jahre. Es bleiben von 1000 € Ursprungsbetrag 500 € an zukünftiger Kaufkraft übrig. Den Verlust Ihrer Kaufkraft können Sie selbst mit beliebigen Prozentsätzen über diesen Zinsrechner simulieren.

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt

Entfacht wurde diese Inflation durch die Hilfspakete, welche seit Beginn der Corona-Pandemie von vielen Nationen beschlossen wurden. In den USA speziell gab es die Hilfspakete in Form von Helikoptergeld. Die kostenlosen Schecks, welche jedem US-Amerikaner gezahlt wurden sowie die Billionen US-Dollar-Hilfspakete tragen Mitschuld an der enormen Preisspirale.

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt: Wird die Vermögenspreisinflation zur Konsumentenpreisinflation?

Unserer Einschätzung nach befinden wir uns erst am Anfang der Verbraucherpreisinflation. Die westlichen Notenbanken sprechen jedoch in einheitlichem Sprachvokabular von einer „vorübergehenden“ Teuerungsrate. Eine strukturelle Inflationsdynamik wird nicht einmal in Betracht gezogen. Weitere Billionen Hilfspakete warten und das Thema Deflation scheint fast nicht mehr zu existieren. Keiner der verantwortlichen Notenbanker sieht Parallelen zur Weimarer Republik, zieht andere Schlüsse und entwickelt Strategien für die Option einer sich doch verschärfenden und nicht temporären Inflation? In unseren Augen ist dies grob fahrlässig. Wir wollen keine Hyperinflation herbeibeschwören, was mit Armut, Zerfall und Krieg enden kann. Aber man sollte das Thema Inflation von allen Seiten beleuchten, um nicht böse überrascht zu werden.

Die derzeitige Marktlage im Überblick

Ungeachtet der wirtschaftlichen Faktoren und Fundamentaldaten steigen die Börsen weiter von einem Hoch zum nächsten.

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt

Getrieben durch das billige Geld und die horrenden Maßnahmenpakete der Notenbanken, erklimmen die weltweiten Börsenindizes immer neue Allzeithochs. Exemplarisch haben wir für Sie den fulminanten Kursverlauf des S&P 500 der letzten 10 Jahre in dem oberen Chart angefügt. Die Parallelen mit der Ausdehnung der expansiven Geldpolitik sind hier eindeutig gegeben. Die Party wird so lange weitergehen, wie die Notenbanken das billige Geld ins System pumpen. Eine Zinserhöhung oder ein Abflauen der Geldexpansion würde abrupt zu einer deutlichen Korrektur führen.

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt: Immobilienblase 2.0?

Im Gleichlauf zum Aktienmarkt steigen auch die Wohnimmobilienpreise in Deutschland extrem an. Im 1. Quartal 2021 sind diese um durchschnittlich 9,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2020 gestiegen. Besonders in den Großstädten mit über 100.000 Einwohnern ist das Preisgefüge sogar um 11,3 % gestiegen. Somit bläht sich die Vermögenspreisblase weiter auf. Wie lange dieser Prozess noch gutgehen kann, ist schwer abzuschätzen. Eines ist jedoch sicher: Auf Dauer kann dieser Prozess nicht gut gehen. Eine Abkühlung muss in den völlig überhitzen Märkten zwangsläufig erfolgen. Der Anstieg zum Vorjahresquartal war übrigens der stärkste in den letzten zehn Jahren, wie man anhand der nachfolgenden Grafik eindeutig sehen kann. Ein Abkühlen an der Immobilienfront ist derzeit aber auch nicht zu erkennen. Die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden ebbt nicht ab.Quartalsbericht

Quartalsbericht Q2/2021 zum Kapitalmarkt: ifo Geschäftsklimaindex steigt deutlich

Der ifo Geschäftsklimaindex und die Konjunkturerwartungen steigen durch die allmählichen Lockerungen wieder deutlich an. Die Coronakrise scheint bei landesweit einstelligen Inzidenzzahlen vorerst vorbei zu sein. Die Konjunktur zieht merklich an und der Sommer füllt die bereits vollen Biergärten weiterhin. Die Gastronomie und der Einzelhandel atmen auf. Die Sparreserven der letzten Monate werden von den Verbrauchern eingelöst. Der Konsum zieht an und die Menschen geben das Geld augenscheinlich in vollen Zügen aus. Die Erwartungen in den Führungsetagen der Unternehmen hellen sich somit weiter deutlich auf.

Quartalsbericht

Quartalsbericht Q2/2021 Inflationsangst bleibt

Wie bereits aufgezeigt, bleibt es spannend zu sehen, wie sich die Inflationsraten in den nächsten Wochen und Monaten weiter entwickeln werden. Der offizielle Anstieg der Konsumentenpreise ist durch eine veränderte Berechnungsmethode sogar noch deutlich geschönt. Wir dürften unter Berücksichtigung der alten Methode eine Inflationsrate von über 10% haben. Solche enormen Inflationsraten begründen eigentlich schon zur Genüge den Aufbau einer großen Edelmetallposition, welche die augenscheinliche Geldentwertung auf mittel- bis lange Frist ausgleichen sollte. Dies bietet einen optimalen Inflationsschutz bei der systematischen Kleinrechnung der Inflationsrate. Auch dies hatten wir bereits im letzten Quartalsbericht eindeutig prognostiziert und ausführlich dargestellt. Die laxe Geld- und Schuldenpolitik verstärkt dabei diesen Effekt.

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Beste Grüße Euer Florian

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